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Erweiterte Neuausgabe zum 100. Geburtstag Ingeborg Bachmanns am 25. Juni 2026
Ina Hartwig entdeckt in ihrer erfolgreichen Biographie in Bruchstücken eine andere Ingeborg Bachman. Die Dichterin wurde längst zum Mythos der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. Ihre divenhaften Auftritte und die frühe Berühmtheit, die Beziehungen mit Paul Celan und Max Frisch und nicht zuletzt ihr rätselhafter, tragischer Tod sorgten für ein glamouröses Bild.Ina Hartwig schaut hinter die Fassade und entdeckt in zahlreichen Gesprächen mit Zeitzeugen wie Hans Magnus Enzensberger, Martin Walser oder Henry Kissinger eine andere Persönlichkeit: Ingeborg Bachmann als politisch denkende Intellektuelle und Medienprofi, als Dichterin, die trotz all ihrer Gefährdungen überrascht mit Witz und lebenspraktischer Klugheit.
»Die Party ist noch lange nicht vorbei. Aber ich geh trotzdem schon mal nach Hause.«
Sie ist endlich alt genug. Alt genug für bequeme Unterwäsche und für unbequeme Wahrheiten. Sie lacht nicht mehr über jeden blöden Witz. Sie weiß, wohin sie nicht gehört und ist so frei wie nie. Frei, zu bleiben. Frei, zu gehen. Manchmal wünscht sie sich , sie wäre schon früher so alt und so mutig gewesen wie jetzt. Aber es hilft ja nichts. Reifen kann man nur mit der Zeit. Auch für dieses Buch musste sie erst alt genug werden: Ildikó von Kürthy hat sich in innere und äußere Ausnahmezustände begeben, hat eine Menge Mut aufgebracht, ist immer wieder gescheitert, hat sich als Topmodel beworben, sich vom Grab ihrer Eltern verabschiedet und ist nachts in New York sich selbst begegnet. In diesem Buch feiert Ildikó von Kürthy die Kraft der Lebensmitte, das Wunder des Mittagsschläfchens und das kostbare Gefühl, dass wir mit all unseren Ängsten, Ideen, Zweifeln, den schmerzhaften Abschieden und der wuchtigen Gleichzeitigkeit von Licht und Schatten nicht alleine sind.
Alt genug ist ein Buch voller Erkenntnisse und Bekenntnisse. Es ist eine mutige und ehrliche Begleitung für alle, die jenseits der Lebensmitte unterwegs und noch lange nicht angekommen sind.
Über den Mut, Nein zu sagen
Angesichts der neuen Bedrohung der Demokratie durch Rassismus und Fremdenfeindlichkeit erinnert der Schauspieler Matthias Brandt an den Mut der Widerstandskämpfer und -kämpferinnen gegen das NS-Regime, zu denen auch seine Eltern gehörten.
Matthias Brandt hielt 2025 eine denkwürdige Rede zur Erinnerung an die Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 in der Gedenkstätte Berlin-Plötzensee - dem Ort, an dem viele der Beteiligten an dem Attentat gegen Adolf Hitler hingerichtet wurden.
Als Sohn des Emigranten und späteren Bundeskanzlers Willy Brandt und seiner Frau Rut nahm Matthias Brandt die Rede zum Anlass, aus heutiger Sicht über den Mut und die Motive der Verschwörer des 20. Juli und vieler anderer Widerstandskämpfer:innen, zu denen auch die eigenen Eltern gehört hatten, nachzudenken und auch sich selbst über notwendige Konsequenzen aus der Geschichte zu befragen.
Den Ausschlag, sich mit diesem, auf seiner Rede basierenden Buch politisch zu äußern, gaben für Matthias Brandt die bedrohliche Wiederkehr des Rechtsextremismus und die Wahlerfolge der AfD.
»Die Scham muss die Seite wechseln«Mit diesen Worten veränderte Gisèle Pelicot 2024 die Welt. Sie verzichtete im Prozess gegen ihren Ex-Mann und über 50 weitere Täter auf Anonymität - und wurde zur Stimme von Millionen. Ihr Mut löste internationale Debatten aus, brachte Gesetze ins Wanken und gab Betroffenen weltweit neue Kraft.
Die Frau, die die ganze Welt inspiriert
Das Buch von Gisèle Pelicot ist ein beeindruckendes Porträt einer Frau, die das Schweigen überwindet, Gerechtigkeit einfordert und dabei allen Widerständen zum Trotz nie den Glauben an die Liebe verliert.
Wie geht es weiter, wenn die letzte Kuh den Hof verlässt?
Martin Frank lebt schon sein ganzes Leben lang auf dem Bauernhof seiner Familie, zusammen mit Hühnern, Katzen und Kühen - doch nun ist damit Schluss, denn der Vater gibt den Hof auf, und die letzte Kuh verlässt den Stall. Aber was heißt das, ein Leben ohne Tiere, ein Leben ohne Landwirtschaft? Martin, der selbst schon lange den Spagat zwischen Kuhstall und Kabarettbühne bewältigen musste, kommt ins Nachdenken: Warum gibt es eigentlich Bauern gegenüber so viele Vorurteile? Was bedeutet es, als technisch Unbegabter in eine Landwirtschaft hineingeboren zu werden? Was passiert, wenn man aus Versehen ins Nachbargrundstück pflügt? Und was wird eigentlich aus ihm, wenn die letzte Kuh das Licht ausmacht?
Ein Buch, das mit Herzenswärme und Humor Stadt und Land ein bisschen näher zueinanderbringt.
»Dieses Buch hilft mir, meine Mutter besser zu verstehen, und dir, Deutschland besser zu verstehen.«
Noch bevor Tahsim Durgun die Grundschule abschließt, muss er für seine Mutter die Abschiebebescheide entziffern, begleitet sie als Dolmetscher zu intimen Arztbesuchen und verliest Aldi-Kataloge am Fliesentisch. So wie Tahsim geht es vielen jungen Menschen mit Migrationsgeschichte, die früh Verantwortung für ihre Eltern übernehmen und gleichzeitig einen Platz finden müssen in einem oft feindseligen Land.
Schreiben sie die besten Noten, bekommen sie trotzdem nur eine Hauptschulempfehlung. Fahren ihre Mitschüler*innen in den Urlaub nach Thailand, dürfen sie Deutschland nicht verlassen, weil sie kein gültiges Reisedokument besitzen. Hilflosigkeit, Angst und Überforderung sind ihre stetigen Begleiter, Einfallsreichtum und Empathie ihr Handwerkszeug.
Mit messerscharfer Intelligenz, poetischer Sprachgewalt und zynischem Humor: Internet-Star Tahsim Durgun reflektiert die Lebenswirklichkeit der postmigrantischen Gesellschaft. Vor dem Hintergrund seiner eigenen Lebensgeschichte in einer kurdisch-deutschen Familie rechnet Tahsim ab mit der deutschen Bürokratie und zeigt gleichzeitig tiefen Respekt für seine Mutter und ihre Errungenschaften, die für die deutsche Gesellschaft immer unsichtbar bleiben werden.
Hochwertig und liebevoll illustriert von Tugyan Cengic. Diese besondere Schmuckausgabe ist nur in der limitierten Sonderausgabe erhältlich.
Wolfgang Grupp. Jeder kennt ihn, meint ihn zu kennen: Das ist der akkurat gekleidete Mann, der mit seiner Firma Trigema nur in Deutschland produziert. Der Mann mit dem Affen, aus der Werbung vor der Tagesschau. Der Mann, der in Talkshows anderen vorwirft, nicht verantwortlich zu handeln, keinen Anstand zu haben.
Doch wer ist dieser Mann wirklich?
Ein Jahr lang hat Bestseller-Autor Volker ter Haseborg den Unternehmer für diese Biografie begleitet. Und einen Wolfgang Grupp kennengelernt, der nach der Übergabe der Firma mit seinem Leben hadert. Der das Gefühl hat, nicht mehr gebraucht zu werden.
Sein Suizidversuch hat viele Menschen bewegt. Grupp spricht über seine Ängste und Depressionen, über Tod und Lebensmut. Und gewährt Einblick in sein Tagebuch.
Neben Grupp selbst erzählen seine Frau Elisabeth, seine Kinder Bonita und Wolfgang und viele Weggefährten seine Lebensgeschichte. Entstanden ist das Porträt eines Unternehmers - und Menschen - der schonungslos Bilanz zieht.
Ihre Heirat war eine Sensation: Lucie von Hardenberg, schwerreiche Tochter des preußischen Staatskanzlers, Mutter von zwei Töchtern und frisch geschieden, heiratete mit 40 Jahren den deutlich jüngeren Abenteurer Hermann Fürst Pückler. Noch war er nicht der erfolgreiche Schriftsteller und berühmte Gartenkünstler, sondern Standesherr mit altem Schloss und hohen Schulden. Dafür war er charmant und eloquent - man bewunderte seine Geistesblitze ebenso wie sein elegantes Auftreten.
Nach neun glücklichen Jahren plötzlich die Scheidung, ein Skandal, der die Gesellschaft erschütterte. Die exorbitanten Ausgaben für Schloss und Park Muskau hatten das Paar finanziell an den Rand des Ruins getrieben; der Fürst will im reichen England eine vermögende Erbin finden. Seine Briefe an Lucie von dieser Reise, sprühend vor Witz und zärtlicher Liebe, werden unter dem Titel Briefe eines Verstorbenen zum europäischen Bestseller. Sensationell wiederum seine Reise in den Orient, von der er als »Conkubine« die blutjunge Sklavin Machbuba mitbringt - ein bis heute diskutiertes unerhörtes Ereignis.
Viel ist über Fürst Pückler und seine einzigartigen Parkanlagen geschrieben worden; wenig weiß man dagegen über seine Frau Lucie, ohne deren liebevolle Zuwendung sein Leben wohl anders verlaufen wäre. Dagmar von Gersdorff, bekannt durch ihre erfolgreichen Darstellungen von Goethes Mutter, Caroline von Humboldt, Julia Mann und Goethes Schwiegertochter Ottilie von Goethe, erzählt temperamentvoll und dabei bestens dokumentiert von diesem schillerndsten Paar der Goethezeit.
Ein einzigartiger Blick auf den Ukraine-Krieg aus nächster Nähe und ohne Filter.
Fast zwei Jahre lang schreibt Savita Wagner ein Tagebuch von der Front des Ukraine-Kriegs - nicht aus sicherer Distanz, sondern mitten im Geschehen. Kurz nach dem russischen Überfall auf die Ukraine meldet sie sich als humanitäre Helferin. Bald darauf tritt sie in die ukrainische Armee ein und dient als Combat Medic. Ihr Weg führt sie an einige der zentralen Schauplätze dieses Krieges: die Befreiung von Butscha oder die Schlacht um Charkiw.
Savita Wagner beschreibt eindringlich, was in den Nachrichten häufig abstrakt und lapidar wirkt: Luftalarm, Artilleriebeschuss, die Versorgung Verwundeter unter Feuer und permanente Unsicherheit. Sie schreibt über Angst und Solidarität, über Kameradschaft, Zweifel und Entschlossenheit. Ihr Tagebuch zeigt, wie sich Krieg anfühlt, wie er Denken und Handeln verändert und was er für das politische Selbstverständnis Europas bedeutet.
Am 31. Januar 2024 wird Savita Diana Wagner beim Versuch, zwei Verwundete zu bergen, tödlich verletzt. Ihre letzten Nachrichten und Tagebucheinträge machen dieses Buch zu einem Vermächtnis. Sie zeichnen ein bewegendes, eindringliches Bild dieses Krieges in Europa. Es steht stellvertretend für all jene, die dort ihr Leben riskieren, um ihr Land gegen den Aggressor Russland zu verteidigen.
Für alle, die verstehen wollen, was Krieg wirklich bedeutet.
Das neue Buch der renommierten und vielfach ausgezeichneten Historikerin, Publizistin und Schriftstellerin Irina Scherbakowa - Nominiert für den Deutschen Sachbuchpreis 2026
»Dieses Buch, mit all den mutigen großen und kleinen Menschen, die darin vorkommen, ist nicht nur großartig geschrieben. Es macht Hoffnung.« Aus der Begründung für die Nominierung für den Deutschen Sachbuchpreis 2026
»Eines der 10 besten Sachbücher 2025.« Deutschlandfunk Kultur, 3.12.2025
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In »Der Schlüssel würde noch passen« erzählt Irina Scherbakowa von den kurzen Jahren der Perestroika,. Sie berichtet vom Alltag und vom politischen Aufbruch in Moskau und auf dem Land zu Beginn der 1990er-Jahre. Sie beschreibt die ungewohnte Freiheit und wie die Menschen mehr schlecht als recht damit umzugehen lernten. Scherbakowas Thema ist auch ihre bis heute andauernde aktive politische Tätigkeit und das scheinbar unaufhaltsame Abgleiten Russlands in die Diktatur. Ihre beeindruckenden Moskauer Erinnerungen sind dicht verwoben mit der Geschichte Russlands im 20. Jahrhundert und ihrem lebenslangen Kampf gegen Staatsterror und für die Erinnerung.
Irina Scherbakowa ist eine der bedeutendsten russischen Oppositionellen. Sie ist Mitgründerin der Menschenrechts-Organisation Memorial, die 2022 mit dem Friedens-Nobelpreis ausgezeichnet wurde.
Das autobiografische Sachbuch schließt damit an »Die Hände meines Vaters« an, das 2017 ebenfalls bei Droemer erschien.
»Irina Scherbakowa hat Menschen dazu ermutigt, sich mit Familiengeschichten zu beschäftigen oder ... darüber zu sprechen, warum sie Opfer des Stalinismus geworden sind.« "Cornelia Siegel, Leiterin der Abteilung Europäische und Internationale Beziehungen der Stadt Chemnitz, 27.4.2026"
»Erinnern ist Ihr Widerstand!« Ilse Aigner, bayerische Landtagspräsidentin und Schirmherrin des FORUM DEMOKRATIE der Evangleischen Akademie Tutzing anlässlich der Ehrung Irina Scherbakowas mit dem "Tutzinger Löwen", 11.2.2026
Scherbakowa erhielt den "Tutzinger Löwen" für »ihren unermüdlichen Einsatz für eine Erinnerungskultur, die von Aufklärung, Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit und Verteidigung der Freiheit geprägt« ist, so Udo Hahn, Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing, am 11.2.2026.
»Das berührende Dokument einer Zeitzeugin.« Welt, 8.1.2026
»Und obwohl ich wusste, dass es vorbei ist, hatte ich beim Packen doch nicht das Gefühl, für immer zu gehen.« Irina Scherbakowa im Interview mit Alice Bota und Alexander Kauschanski, DIE ZEIT Nr. 47, 6.11.2025
»Das Buch führt durch mehr als siebzig Jahre eines bewegten Intellektuellenlebens und russischer, vor allem Moskauer Zeitgeschichte.« Kerstin Holm in der FAZ, 4.11.2025
»Irina Scherbakowa gibt eine persönliche und detaillierte Antwort auf die Frage, wie der russische Staat im 20. Jahrhundert seine Bürger missbraucht hat und wie er das weiterhin tut, solange die alten Verbrechen nicht aufgearbeitet sind.« Süddeutsche Zeitung
»Diejenigen Russinnen und Russen, die wie Irina Scherbakowa immer eindeutig für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte eingetreten sind, die dabei großen Mut bewiesen und persönliche Risiken in Kauf genommen haben - sie sind nicht Widersacher der Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen Putins brutalen Krieg. Im Gegenteil, sie sind Seelenverwandte und Mitstreiter in unserem gemeinsamen Kampf für eine friedliche, freiheitliche und demokratische Zukunft Europas.« Bundeskanzler Olaf Scholz anlässlich der Verleihung des Marion-Dönhoff-Preises 2022 für internationale Verständigung und Versöhnung
Der internationale Bestseller: Die Erinnerung von Angela Merkel
16 Jahre trug Angela Merkel die Regierungsverantwortung für Deutschland, führte das Land durch zahlreiche Krisen und prägte mit ihrem Handeln und ihrer Haltung die deutsche und internationale Politik und Gesellschaft. Doch natürlich wurde Angela Merkel nicht als Kanzlerin geboren. In ihren gemeinsam mit ihrer langjährigen politischen Beraterin Beate Baumann verfassten Erinnerungen schaut sie zurück auf ihr Leben in zwei deutschen Staaten - 35 Jahre in der DDR, 35 Jahre im wiedervereinigten Deutschland. Persönlich wie nie zuvor erzählt sie von ihrer Kindheit, Jugend und ihrem Studium in der DDR und dem dramatischen Jahr 1989, in dem die Mauer fiel und ihr politisches Leben begann. Sie lässt uns teilhaben an ihren Treffen und Gesprächen mit den Mächtigsten der Welt und erhellt anhand bedeutender nationaler, europäischer und internationaler Wendepunkte anschaulich und präzise, wie Entscheidungen getroffen wurden, die unsere Zeit prägen. Ihr Buch bietet einen einzigartigen Einblick in das Innere der Macht - und ist ein entschiedenes Plädoyer für die Freiheit.
13 Bücher, die Gysi zu Gysi machten
Wir alle kennen sie. Bücher und ihre Helden, die uns von klein auf begleiten und nicht mehr loslassen. Die uns Mut machen, auf Abenteuer mitnehmen, schallend lachen lassen und tief berühren. Gemeinsam mit dem Journalisten Hans-Dieter Schütt geht Gregor Gysi auf eine literarische Erkundungstour: »Mein Leben in 13 Büchern« erzählt von der ganz persönlichen Leseliste des Politikers und Autors.
Wie ein Gespräch zwischen Gysi und Schiller klingt, welcher Lieblingsautor Churchill und den Elder Statesman der Linken verbindet und welcher rebellische Rotschopf Gysi inspiriert, gibt es hier zu lesen. Ein Best-of der besonderen Art, ein Lob des Lesens, eine Ode an das gedruckte Wort: Denn gerade in einer Welt, die sich immer schneller dreht, geben uns Bücher Halt und Zuversicht.
»Ein sehr berührender Text. Er spricht mir aus der Seele. Wie arm wäre die Menschheit ohne dieses Buch.«
Sabine Rückert über das Bibel-Kapitel
»Carla Hinrichs schreibt mit einer Dringlichkeit, die ihren politischen Schmerz in eine poetische Analyse verwandelt.« Samira El Ouassil
Carla Hinrichs schläft noch, als ein Einsatzkommando unter Berufung auf 129 StGB ihre Wohnung stürmt. Der Vorwurf: Bildung einer kriminellen Vereinigung, der Letzten Generation. Die Jurastudentin aus Bremen, die sich dafür einsetzt, dass Gesetze auch vom Staat eingehalten werden, landet nun selbst dafür vor Gericht. Dieses Buch ist ein erschütterndes Zeugnis davon, wie verletzt unsere Demokratie ist und der dringliche Appell, die eigenen Grundrechte immer wieder aktiv zu nutzen - solange wir sie noch haben.
Hier geht es nicht um die Klimakrise. Hier geht es um die Demokratie und um die Autokratisierung unseres Staates. Und um den Paragraphen 129 StGB. Ein Gesetz, das die Staatsanwaltschaft im Kampf gegen Terror und Mafia bemächtigen soll und das missbraucht wird, um Grundrechte wie Versammlungs- und Meinungsfreiheit zu unterdrücken. Die Anklage gegen Carla Hinrichs und die Letzte Generation wird dadurch zu einem Präzedenzfall gegen die Zivilgesellschaft. Denn ihr Protest war stets gewaltfrei, doch nun droht ihnen Gefängnis. Spannend, emotional und aufrüttelnd erzählt Carla Hinrichs hier die Geschichte einer politisch engagierten jungen Frau und einer der kontroversesten Bewegungen der letzten Dekade.
»Aktivist:innen zu kriminalisieren, ist ein Angriff auf unsere Grundrechte.« Amnesty International
»Keine Pose. Keine Show. Substanz. Und Gänsehaut beim Lesen. Dieses Buch stellt die Frage, um die sich alles dreht: Wie viel Widerspruch hält unsere Demokratie aus?« Klartext mit Lilly
»Carla Hinrichs ist die Aktivistin unserer Zeit. Man sollte ihr unbedingt zuhören.« Sally Lisa Starken
Als türkische Gastarbeiter kamen Güner Balcis Eltern nach Berlin, ins Neuköllner Rollbergviertel, eine Großsiedlung mit achteckigen Betonklötzen. Für sie war der Einzug in eine Wohnung mit eigenem Bad ein Meilenstein des Ankommens in der Fremde. Anfang der 1980er-Jahre verwandelte sich der Kiez, in dem ihre Tochter noch eine unbeschwerte Kindheit erlebte, in einen sozialen Brennpunkt. Die Söhne arabischer Großfamilien beherrschten das Geschehen. Ein reaktionärer Islam machte sich breit, der Mädchen und Frauen die Selbstbestimmung verweigerte.
Zähne zeigen gegen die Feinde der Demokratie - egal, von welcher Seite sie angreifen
Güner Balci erzählt von Selbstbehauptung und Scheitern, von Freundschaft und Verlust in einem Viertel, das zu ihrer Lebensschule wurde. Eine leidenschaftliche Liebeserklärung an ihr Heimatland.
Klartext über die Probleme einer Einwanderungsgesellschaft
»Ich liebe meine Heimat, meine Sprache, meine Hood, meine Leute und unsere in der Verfassung garantierten Werte, Menschenwürde, Gleichberechtigung, freie Entfaltung der Persönlichkeit. Lange Zeit galten sie als unbestreitbar, heute sehe ich sie bedroht.«
Erstmals erzählt Güner Balci sehr persönlich über ihr Aufwachsen im Berliner Rollbergviertel.
»Güner Balci ist eine hochbegabte Fernsehjournalistin und Schriftstellerin.« Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Eine Demokratin mit einem klaren Kompass - immer kritisch und mit dem Finger auf den schmerzhaften Realitäten, aber auch getrieben von der Zuversicht, dass sich zusammen eine bessere Welt schaffen lässt. Eine Heldin unserer Zeit, die sich weder von Drohungen noch von Beleidigungen einschüchtern oder gar ausbremsen lässt.«
Tolerantia Awards 2025
»So elegant und mühelos erzählt. Dieses neue Buch von Florian Illies zu lesen, ist wie einen Billy-Wilder-Film zu schauen - einfach großartig.« Ferdinand von Schirach
Mit Florian Illies kann man Vergangenheit plötzlich als Gegenwart erleben. In »Zauber der Stille« breitet er erstmals die abenteuerlichen Geschichten Caspar David Friedrichs vor uns aus. Eine wilde Zeitreise zu dem Mann, der für die Deutschen die Sehnsucht erfand.
Friedrichs abendliche Himmel wecken seit Jahrhunderten die leidenschaftlichsten Gefühle: Goethe macht ihre Melancholie so rasend, dass er sie auf der Tischkante zerschlagen will, Walt Disney hingegen verliebt sich so heftig in sie, dass er sein »Bambi« nur durch Friedrich'sche Landschaften laufen lässt. Von Hitler so verehrt wie von Rainer Maria Rilke, von Stalin so gehasst wie von den 68ern, von der Mafia so heiß begehrt wie von Leni Riefenstahl - am Beispiel von Caspar David Friedrich werden in diesem mitreißend erzählten Buch 250 Jahre deutscher Geschichte sichtbar. Und Friedrich, der Maler, wird zu einem Menschen aus Fleisch und Blut.
Nach »1913« und »Liebe in Zeiten des Hasses« das dritte große historische Epochenportrait von Florian Illies.
»Illies' 'Zauber der Stille' ist ganz genau das: Zauber. Stille. Trost. Was für ein Wunderbuch.« Elke Heidenreich, Süddeutsche Zeitung
»Ein Meisterwerk und ein pures Vergnügen.« Lesley Chamberlain, The Times Literary Supplement
Am 7. Oktober 2023 stürmten Hamas-Terroristen den Kibbuz Be'eri und zerstörten sein Leben. Vor den Augen seiner Frau Lianne und der beiden Töchter Noiya und Yahel barfuß aus der Haustür gezerrt, stürzte Eli Sharabi bald darauf in die erstickende Dunkelheit in den Tunneln der Hamas. Während um ihn herum der Krieg tobte, verbrachte er 491 Tage in Gefangenschaft. Immer in der Hoffnung, dass er seine Familie irgendwann wiedersehen wird. Seine Geschichte handelt von Hunger und Schmerz, von Sehnsucht, Einsamkeit und einer Hilflosigkeit, die die Seele zu zerstören droht. Gleichzeitig ist es eine Geschichte, die auf einzigartige Weise von der menschlichen Stärke zeugt: sich immer und immer wieder auf die Seite des Lebens zu schlagen.
In dem ersten Memoir einer befreiten israelischen Geisel legt Eli Sharabi ein wahrhaft berührendes Zeugnis ab. Für die Menschlichkeit, das Erinnern und das Überleben. 491 Tage wird so zu einem Buch, das man nie mehr vergisst.
Sommerfrische in Bayern, 1918. Die Familie Thomas Mann hat ein Haus am Tegernsee gemietet. Es sollen unbeschwerte Monate werden - doch die Welt verändert sich dramatisch, und auch der Schriftsteller wird bald ein anderer sein.
Die Kinder schwimmen und angeln Rotaugen, der Vater rudert, geht spazieren und besteigt erstmals einen Berg, die Mutter kümmert sich um das neue Baby, und Bauschan, der Hund, döst im Schatten, während ihn Thomas Mann gerade zum Helden seiner Erzählung »Herr und Hund« macht.
Ein Idyll, doch den Schriftsteller plagen Sorgen. Die deutsche Niederlage im Ersten Weltkrieg steht bevor, Revolution liegt in der Luft, und mit seinem antidemokratischen Manifest »Betrachtungen eines Unpolitischen« sitzt Thomas Mann historisch auf dem falschen Dampfer. Mit seinem Bruder Heinrich hat er sich deswegen überworfen, für die Arbeit am nächsten großen Werk »Der Zauberberg« fehlt ihm die Kraft, und dann fällt ihm auch noch ein Zahn heraus.
Kerstin Holzer schreibt mit Wärme und Humor über einen ganz besonderen Sommer im Leben des Literatur-Nobelpreisträgers, über dessen Ängste und Sehnsüchte. Eine federleichte Geschichte über den Mut zur Veränderung und die Kraft der Liebe.
»Boris Becker war früh ganz oben und immer wieder auch ganz unten: ein Kämpfer, ein Meister des Comebacks. Er erzählt von Fehlern und Verzeihen, von kalten Nächten im Gefängnis - und davon, wie man sich selbst wiederfindet, wenn alles verloren scheint.« DER SPIEGEL
Wimbledon-Sieger mit 17, sechsfacher Gewinner bei Grand-Slam-Turnieren, Weltranglistenerster: Boris Becker hat in seiner Tenniskarriere fast alles erreicht. Doch im April 2022 kam der Sturz ins Bodenlose: Wegen des Vorwurfs von Insolvenzstraftaten wurde er zu 30 Monaten Haft verurteilt. Jenseits von Ruhm und Reichtum musste sich Becker als Häftling A2923EV in einer völlig neuen Welt zurechtfinden. In seinem Buch Inside. Gewinnen, verlieren, neu anfangen schildert er sein Leben hinter Gittern - von der brutalen Realität in zwei der härtesten Gefängnisse Englands bis hin zu neuen Freundschaften und unerwarteten Lektionen in Sachen Resilienz, die sein Leben aufhellten. Sein Buch ist mehr als eine Überlebensgeschichte: Es ist die ergreifende Story einer umfassenden Zäsur. Offen erzählt Becker von den Entscheidungen, die ihn ins Gefängnis geführt haben; er reflektiert seine Fehler und den Preis des Ruhms. Und er beschreibt, wie er durch neue Beziehungen, hart erlernte Überlebenstechniken und die Philosophie des Stoizismus beginnt, sein Leben und seinen Ruf wieder aufzubauen.
»Da draußen war ein Seelenverwandter« - Die Geschichte einer lebenslangen Faszination
Im Jahr 1969 ist Frank Schätzing 12 Jahre alt und nicht gerade der Experte für Coolness auf dem Schulhof eines Kölner Gymnasiums. Er kann zwar den »Herrn der Ringe« auswendig, aber von Popmusik hat er so wenig Ahnung wie von Fußball, und rauchen tut er auch nicht. Doch dann geht es plötzlich los in seinem Leben, denn ein neuer Musiklehrer mit langen Haaren legt eine Schallplatte auf: David Bowies »Space Oddity«.
Ab dann ist alles anders - eigentlich bis heute. Denn ein Leben lang hat dieser Jahrhundertkünstler Frank Schätzings eigenen Lebensweg begleitet, bereichert und immer wieder auf eigenartige Weise gespiegelt und durchquert. David Bowie, dieses sich selbst ständig neu erfindende Gesamtkunstwerk aus Sänger, Songwriter, Tänzer, Schauspieler, Regisseur und Geschichtenerzähler, wurde für Frank Schätzing zur Inspirationsquelle seines eigenen Wegs als Kreativer - als Zeichner, Musiker, Performer, als Autor weltberühmter Thriller und populärer Sachbücher.
Als Tochter von Wissenschaftler:innen verbrachte Atwood den Großteil ihrer Kindheit in der kanadischen Wildnis - der Start in ein Ausnahme-Leben. Es folgen die Jahre, in denen sie erst Teil der literarischen Bohème und dann zu jener Autorin wurde, deren legendärer »Report der Magd« (geschrieben im Berlin der 1980er Jahre) unsere Welt bis heute prägen. Atwood erzählt, wie es weiterging, lässt uns teilhaben an ihren Freundschaften, am Leben mit ihrem Mann Graeme. Das Ergebnis ist ein farbenfrohes, hochamüsantes Buch voller überlebensgroßer Figuren: Dichter, Bären, Hollywood-Schaupieler ... Ein Einblick in ihr Schreiben, in die Verbindungen zwischen realem Leben und Kunst und in die Funktionsweise eines der kreativsten Köpfe unserer Zeit.
Frederik Schindlers Buch "Höcke" ist eine investigative Recherche über das Innenleben der AfD und ihren prägendsten Politiker, den Thüringer AfD-Chef Björn Höcke. Wer verstehen will, wie Höcke tickt und wie er es geschafft hat, dass seine Partei längst kein Problem mehr mit ihm hat, muss dieses Buch lesen.
Wer ist der Mann, der im ganzen Land Anhänger hat? Wie hat es Höcke geschafft, aus einer rechtskonservativen Partei eine Bewegung zu formen, die vom Bundesamt für Verfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft wird? Was ist Höckes Ziel und wie will er es erreichen?
Frederik Schindler, Politikredakteur der WELT, hat über Jahre hinweg mit Weggefährten, Höckes Vertrauten, Kritikern und ihm selbst gesprochen, Reden analysiert und Netzwerke offengelegt. Sein Buch zeigt, wie Björn Höcke systematisch Macht aufbaut - innerhalb der AfD und darüber hinaus. Es ist keine polemische Abrechnung, sondern eine präzise, faktenbasierte Analyse über den Mann, der Geschichte umdeuten will, um politische Realität zu formen.
Dieses Buch liefert
- einen tiefgehenden Einblick in Höckes politische Biografie und seine ideologischen Wurzeln,
- eine kritische Auseinandersetzung mit dem Geschichtsbild und den rhetorischen Mitteln der Neuen Rechten,
- eine Analyse der Gefahren für die parlamentarische Demokratie in Deutschland,
- Hintergrundwissen für alle, die politische Entwicklungen einordnen wollen.
Wer verstehen will, wie Höcke Sprache, Ideologie und Strategie gezielt einsetzt, um politischen Einfluss zu gewinnen, findet in diesem Buch Hintergrundwissen und neue Perspektiven. Ein Buch für alle, die nicht nur Schlagzeilen lesen, sondern die Mechanismen hinter seiner Wirkung erkennen wollen.
"Die AfD hat sich radikalisiert, Höcke nicht: Er war immer schon ein Rechtsradikaler. Das weist Schindlers starke Recherche schlüssig nach." Aus dem Vorwort von Robin Alexander"Ein Buch, das sich wirklich zu lesen lohnt, in dem Frederik Schindler Höckes Weg zur Macht nachzeichnet und als eigentlichen Vordenker der AfD beschreibt."Markus Lanz
Udo Lindenberg wird achtzig. Hört sich unglaublich an, ist aber so. In »Udo Fröhliche« durchmisst der Udo-Freund und -Chronist Benjamin von Stuckrad-Barre (»Panikherz«) acht Jahrzehnte Udo-Universum, buchstabiert das Lindenberg-Alphabet von Alkohol über Cello und Fernweh, Rollschuhe, Sprache, Hotel und Hut bis zur Zigarre.
Biografische Kurzgeschichten über einen Mann, der die Bundesrepublik, ihre Gesellschaft, die Sprache und dadurch die Denkweise, verändert hat - durch seine Musik, vor allem aber durch sein gnadenlos unprätentiöses Menschsein. Aus großer Nähe, kundig, witzig und scharfsinnig erzählt Benjamin von Stuckrad-Barre von einem, der zum Ereignis wurde und zur bundesdeutschen Institution. Es geht natürlich auch um Aufstieg, Absturz, Wiederauferstehung - schließlich ist Lindenbergs Leben eine sagenhafte Heldenreise.
Benjamin von Stuckrad-Barres Buch ist erstmals 2016 als reich bebildertes Magazin bei der Axel Springer Verlagsgruppe erschienen. Das Magazin war damals nach wenigen Wochen vergriffen. Der Autor hat das Buch - mit Genehmigung des Springer Verlags - für die Neuausgabe zu Udo Lindenbergs 80. Geburtstag durchgesehen, überarbeitet und erstmalig auch als Hörbuch eingesprochen.
»Udo mag, wie jeder denkende Mensch, ein Problem haben mit dem Alter. Allerdings muss man auch feststellen: Das Alter hat ein Problem mit Udo. Irgendwie kriegt es ihn nicht zu fassen. Ob der Gutschein für die Reise zum Mond noch gilt? Udo wäre dann jetzt so weit.« (Aus dem Kapitel »Geburtstag«)
Abschied ist immer.Abschied ist der Ort im Jetzt.
Wir verabschieden uns an Haustüren, auf Bahnhöfen, im eigenen Kopf, verabschieden uns von Menschen, die sterben, von Geliebten, die weiterziehen, von Kindern, die erwachsen werden. Von Wohnungen, Städten, Jobs. Aber auch von Meinungen und Prägungen, von früheren Ichs, von der Friedens- wie der Demokratiegewissheit. Abschiede sind Kummer oder auch Lust. Sind Schmerz und Mut. Wege und Irrwege. Abschied heißt nicht nur Beraubung und Trauer, sondern auch Verwandlung, Aufbruch, Abenteuer. Abschiede sind auch Wege in die Freiheit der Ungewissheit.
In ihrem Tagebuch erzählt Gabriele von Arnim ein Jahr lang über Abschiede, Träume, Gegenwartsängste und über unentbehrliche Lebensfreude, durchläuft sie das Labyrinth ihres Wollens und Hoffens bis hin zum unentrinnbar letzten Abschied, ahnt den Schrecken der Endgültigkeit. Manchmal übe ich sterben, schreibt sie.
Wie wir die Aufgaben des Lebens meistern, die wir nicht haben wollen
Miriam Höller hat stets am Limit gelebt - bis das Leben ihr harte Grenzen zeigte. Bekannt als eine der wenigen Stuntfrauen Deutschlands, Moderatorin des Motormagazins Grip und Teilnehmerin von Germany's Next Topmodel, war sie schon als Kind eher Wildfang als Prinzessin. Bereits bei ihrer Lebensplanung überlässt sie nichts dem Zufall: Als Teenagerin für ihren Berufswunsch als Stuntfrau belächelt, hat sie mit 18 ihr erstes Profi-Engagement und gründet mit Mitte 20 ihr eigenes Stuntteam. Ihr Markenzeichen wird die einzigartige Kombination von Ästhetik und Action. Doch auch der größte Erfolg schützt nicht vor Ungerechtigkeit. Plötzlich treffen sie zwei Schicksalsschläge nacheinander: Als sie sich bei einem Helikopter-Stunt in High Heels beide Füße bricht, findet ihre Karriere ein jähes Ende. Wenig später stirbt ihr Lebenspartner bei einem Hubschrauberabsturz. Eindringlich und lebensbejahend schildert Miriam Höller, wie sie wieder auf die Beine gekommen ist - und wie wir noch an der schwersten Krise wachsen können.
»Miriam und aufgeben? Das passt nicht zusammen! Sie kämpfte sich aus dem Rollstuhl zurück ins Leben und erneut auf die öffentliche Bühne.« BILD
»Dass sie nicht verzweifelte, grenzt an ein Wunder.« Frau im Spiegel
Kerstin Holzer schreibt mit Wärme und Humor über einen ganz besonderen Sommer im Leben des Literaturnobelpreisträgers, über dessen Ängste und Sehnsüchte. Eine federleichte Geschichte über den Mut zur Veränderung und die Kraft der Liebe.
Sommerfrische in Bayern, 1918. Die Familie Thomas Mann hat ein Haus am Tegernsee gemietet. Es sollen unbeschwerte Monate werden - doch die Welt verändert sich dramatisch, und auch der Schriftsteller wird bald ein anderer sein ...
Ein Idyll, doch den Schriftsteller plagen Sorgen. Die deutsche Niederlage im Ersten Weltkrieg steht bevor, Revolution liegt in der Luft, und mit seinem antidemokratischen Manifest »Betrachtungen eines Unpolitischen« sitzt Thomas Mann historisch auf dem falschen Dampfer. Mit seinem Bruder Heinrich hat er sich deswegen überworfen, für die Arbeit am nächsten großen Werk »Der Zauberberg« fehlt ihm die Kraft, und dann fällt ihm auch noch ein Zahn heraus ...
Sie war mehr als nur eine Stilikone: Audrey Hepburn berührte Millionen mit ihrer einzigartigen Mischung aus Anmut und unerschütterlicher Herzlichkeit. Ihre Filme sind Klassiker, ihr Lächeln unvergessen, und niemand sang Moon River je so bewegend wie sie. Doch Audrey war noch viel mehr als gefeierter Filmstar.
In dieser berührenden Biografie öffnet Sean Hepburn Ferrer, ihr Sohn, das private Familienalbum und erzählt die wahre Geschichte seiner Mutter: von ihrer Kindheit im Schatten des Zweiten Weltkriegs über ihre Hollywood-Karriere und ihren Rückzug in die Schweiz mit ihrer Familie bis zu ihrem Engagement als UNICEF-Botschafterin. Er schildert Audreys Mut, ihre Verletzlichkeit und ihre bedingungslose Liebe, die nicht nur ihre Familie, sondern die ganze Welt inspiriert haben.
Für Fans von Audrey Hepburn, Liebhaber:innen großer Biografien und alle, die in das Leben einer außergewöhnlichen Frau eintauchen möchten - authentisch, nahbar und zutiefst menschlich.
»Nett zu sein, war mein erster Traum, lange bevor ich wusste, dass man genauso gut Rockstar sein kann.«
»Hummelhirn« ist die Geschichte einer Anpassung - inklusive herzzerreißender und hochkomischer Fehlversuche. Mit Zartheit, Klarheit und Talent fürs Tragikomische blickt Judith Holofernes auf ihre Kindheit zurück. Sie erzählt von ihrer Ausbildung zum People Pleaser, der nonkonformistischen und doch so netten Mutter, von Liebeswirren, ersten eigenen Songs, einem launischen Körper unter Dauerbeobachtung - und davon, wie es ihr schließlich gelingt, die eigene Hummeligkeit ins Erwachsenenleben hinüberzuretten.
Bevor sie mit Wir sind Helden Furore macht, ist Judith Holofernes ein komisches Kind. Eine Träumerin, die sich wie eine betrunkene Hummel durch die Welt bewegt. Was später als Neurodiversität bezeichnet wird, fällt im Berlin der wilden 1970er nicht weiter auf.
Erst als die lesbische Mutter ins beschauliche Freiburg zieht, beginnt Judith, spektakulär anzuecken. Dabei möchte sie so gerne alles richtig machen. Also versucht sie den Spagat: Ob das geht, nett sein und besonders? Es geht. Auch wenn sie dafür einen hohen Preis bezahlt: Judith Holofernes wird der netteste Rockstar der Welt.
Brillanter Trompeter, Boxer und Jazzlegende
Er ist eine der größten Musikerpersönlichkeiten, seine Silhouette eine Ikone: Miles Davis war eine Naturgewalt, ein Virtuose der Wandlungen, der den Jazz mehrfach neu erfand. Er verband künstlerische Integrität mit Sensibilität und verschob die Grenzen des Jazz - von Birth of the Cool bis Bitches Brew und weit darüber hinaus. Sein Album Kind of Blue gilt vielen als die beste Jazz-Platte aller Zeiten. Weltweit erfolgreich, blieben rassistische Diskriminierung und die daraus resultierende Wut prägend für seine Persönlichkeit.Doch wer war der Mensch hinter dem Mythos des »Prince of Darkness«? Stefan Hentz zeichnet Leben und Werk dieses außergewöhnlichen Musikers so fundiert wie kenntnisreich nach und dringt tief in das widersprüchliche Genie vor.Mit einem faszinierenden Kapitel über die berühmte Fotoserie »A Day in the Life of Miles Davis« von Glen Craig.
»Ich muss mich auf Wunder verlassen«: Mascha Kalékos Deutschlandreise
Januar 1956: Siebzehn Jahre, nachdem Mascha Kaléko Nazi-Deutschland in letzter Minute verlassen hat, kehrt sie zurück. Es ist eine Reise in die Vergangenheit - verbunden mit der bangen Frage, ob sie auch eine in die Zukunft sein kann.
Sie fährt nach Berlin, in die Stadt, in der sie glücklich gewesen war, in der sie als Dichterin erfolgreich geworden ist, die sie liebte, und durch das ganze Land, ein ganzes Jahr lang. Fast täglich schickt sie Briefe nach New York, an ihren Mann, die Liebe ihres Lebens, und erzählt - von märchenhaften Erfolgen, einem Wunder in Berlin, Abgründen, von einem alten, neuen Land.
Volker Weidermann schreibt über ein einzelnes Jahr und zeigt darin ein ganzes deutsch-jüdisches Leben. Es ist die Geschichte einer Dichterin, in deren Humor, Esprit und Melancholie wir uns selbst erkennen.
Aljosha Muttardis Autobiografie über mentale Gesundheit, Aktivismus und ein Leben auf Social Media
Hunderttausende folgen Aljosha auf Instagram und YouTube. Als einer der "Fab5" bei Queer Eye Germany hat er Menschen ermutigt, zu sich selbst zu stehen. Doch wie schafft er es selbst, authentisch, ehrlich und gut zu bleiben in einer Branche, die von Filtern, Hass und Hetze geprägt ist?
In seinem lang erwarteten Buch gibt Aljosha intime Einblicke in sein Leben. Er spricht erstmals offen über die prägendsten Phasen seines Lebens und teilt seine persönlichsten Momente: Er erzählt von der tiefen Scham und Angst, die sein Coming-out begleiteten, und dem ständigen Gefühl, "nicht normal" zu sein. Er spricht über Leistungsdruck, Selbstzweifel und die Suche nach mentaler Gesundheit in einer Welt, die Performance verlangt.
Mein Weg zum Aktivismus: Vom Queersein zur Gesellschaftskritik
Aljosha zeigt, wie seine eigene Biografie - das Queersein, die Auseinandersetzung mit Privilegien und toxischer Männlichkeit - sein politisches Engagement und seinen Umgang mit Social Media geformt hat. Er reflektiert, warum es so schwer ist, online authentisch zu bleiben, und wie Tierschutz, Klimakrise und soziale Gerechtigkeit für ihn untrennbar zusammenhängen.
Dieses Buch ist eine Autobiografie und eine gesellschaftliche Analyse zugleich. Ein ehrliches Buch über die Sinnsuche und den Versuch, online wie offline Mensch zu bleiben, ohne sich selbst zu verlieren.
Herzerwärmend, unterhaltsam und bestechend ehrlich Bill Kaulitz ist eine der größten Pop-Ikonen seiner Generation. In seinem Autobiographie-Bestseller gewährt er einen Einblick hinter die Kulissen.
»Er wäre heute nicht dort, wo er ist, hätte er nicht bedingungslos zu sich selbst gestanden.« Vice
Tokio Hotel-Sänger, Podcaster, Netflix-Star, Model und Autor!Bill Kaulitz entführt uns in seine exzentrische Welt der Musik, Mode, zahlreichen Eskapaden und der außergewöhnlichen Beziehung zu seinem Zwillingsbruder Tom Kaulitz. Dabei rechnet er ehrlich, authentisch und nahbar mit den ersten 30 Jahren seines Lebens ab.Bill erzählt von seiner Jugend, den Anfängen als Teenie-Star und der Flucht nach Los Angeles.
*** Fans der Netflix Doku-Serie »Kaulitz & Kaulitz« werden die Autobiographie von Pop-Ikone Bill Kaulitz lieben! ***
Hape Kerkeling in Bestform: In seinem neuen Buch setzt er nicht nur entscheidende Etappen seines Lebens fort, sondern taucht tief in die bewegte Geschichte seiner Vorfahren ein. Berührend und mit unvergleichlichem Sinn für Komik erzählt er von seiner Kindheit in den Siebzigern und von einer großen Liebe im Amsterdam der 1980er-Jahre; von den Glanz- und den Schattenseiten der TV-Unterhaltung.
»Weil er von den großen Dingen des Lebens alltäglich erzählen kann und dieser Alltag bei ihm etwas Großes hat, liest sich auch dieses Buch wie eine Offenbarung.« STERN
»Ein unterhaltsames und anrührendes Buch über Herkunft und Zugehörigkeit. Nach der Lektüre ist uns der Mensch Hape Kerkeling wieder ein Stück näher gekommen.« SWR KULTUR, lesenswert
Er führt in die Anfänge seiner Fernsehkarriere und bis in die Frühzeit der Kerckrings im Goldenen Zeitalter der Niederlande. Raffiniert verwebt er Erinnerungen mit Recherchen, eigenes Erleben mit Historie und Ahnenforschung. Und lüftet schließlich das Geheimnis, das seine geliebte Großmutter Bertha zeit ihres Lebens hütete.
»Ein gut gelauntes Buch über sich und seine Herkunft« DIE ZEIT
»Schafft das Kunststück, sehr lustig, aber auch sehr berührend und ernst zu sein.« ORF 1, Willkommen Österreich
»Ahnenforschung wird plötzlich so fesselnd wie ein Krimi.« SRF 2, Kultur kompakt
50 Jahre U2 - eine einzigartige Karriere
»U2 waren, sind und bleiben das schlagende Herz der Rockmusik - wild klopfend, alarmiert pumpend oder sanft pochend. Niemals stillstehend.«
»Sunday Bloody Sunday«, »One«, »Beautiful Day«: U2 hatten etliche Welthits und spielen seit Jahrzehnten in den größten Stadien. Und wenn Bono sich politisch äußert, lässt das niemanden kalt. U2 polarisieren, und das ist ihnen recht so. Entgegen aller Widerstände haben die Iren das Kunststück vollbracht, seit 50 Jahren in derselben Besetzung zusammenzubleiben. Birgit Fuß hat U2 zu etlichen Gesprächen getroffen - als eine von nur wenigen Journalist:innen in Deutschland. Sie porträtiert eine Band, die weitaus mehr ist als die Summe ihrer Erfolge.
Mit 4-farbigen Abbildungen und Infografiken.
Der Hundebeschützer ist Gewinner des LovelyBooks Community Award 2025
Manche haben ein oder zwei, Bruno Jelovic hat über 1.000 Hunde!
Er hat sie gerettet, aus dem Müll, aus viel zu engen Käfigen, aus einem Leben an der Kette. Das ist seine Lebensaufgabe. Dabei hätte Bruno erfolgreiches Fitnessmodell werden können und Teilhaber eines Bodybuilding-Studios, stattdessen machte er einen Cut in seinem Leben. Der Grund dafür war eine kleine Französische Bulldogge namens Mia. Die Freundschaft zwischen beiden brachte Bruno Jelovic auf einen neuen Weg.
Als thegodfatherofdogs ist er zum Hundebeschützer geworden. In seinem Buch nimmt er uns mit auf seine Ranch in Bosnien, den Alltag und die Notfälle dort, die sein Team und er jeden Tag aufs Neue angehen. In kleinen Anekdoten und emotionalen Rückblenden erzählt er von Freundschaft zwischen Tier und Mensch, der engen Bindung zu besonderen Mitstreitern und dem Schicksal, das ganz unverhofft anklopft und alles verändert.
- Ergreifenden Hunde-Schicksale
- Wertvolle Tipps für die gelungene Adoption eines »Streuners«
- Wie funktionieren seriöse Tiervermittlungen?
- Was ist bei Tierarztbesuchen zu beachten?
- Ganz viel Herz für Hunde und Tierschutz
Als erste deutsche Triathletin gewann Anne Haug 2019 den legendären Ironman auf Hawaii - und schrieb damit Sportgeschichte. Doch ihr Weg an die Weltspitze verlief alles andere als gerade: Erst mit 20 Jahren lernte sie schwimmen, kämpfte sich bis zu den Olympischen Spielen und musste dort herbe Rückschläge verkraften. Doch statt aufzugeben, konzentrierte sie sich von nun an auf die Langdistanz und belohnte sich schließlich mit dem historischen Ironman-Sieg.
Erstmals gewährt sie einen unverstellten Einblick in die Höhen und Tiefen ihrer Karriere - und in den mutigen Schritt, ihre aktive Laufbahn zu beenden. Ihre außergewöhnliche Geschichte ist ein inspirierendes Plädoyer für Willensstärke, Selbstvertrauen und die Kraft, immer wieder neu anzufangen und das Beste aus sich herauszuholen.
Pascale Hugues, die Autorin des Bestsellers Marthe und Mathilde, folgt in ihrem neuen Buch den Spuren ihrer Mutter, die viel zu früh starb. Sie zeichnet das Bild einer Zeit, in der psychische Krankheiten ein Tabu sind, das man hinter schützenden Lügen verbirgt. In diesem Buch kommt sie ihrer Mutter, die trotz ihrer bipolaren Störung so voller Leben war, wieder näher.
Yvette wird im elsässischen Colmar geboren, 1929, im Jahr der Großen Depression. Ihre Eltern wünschen sich einen Jungen und bekommen ein Mädchen. Sie ist Linkshänderin und wird gezwungen, mit rechts zu schreiben. Mal Französin, mal Deutsche, wechselt sie im kriegsgeschüttelten Elsass drei Mal die Nationalität, die Sprache und sogar den Vornamen. Später, als erwachsene Frau, schwankt sie zwischen dem Charme der Bourgeoisie und der Verlockung des Aufruhrs, zwischen Patriarchat und Feminismus. Yvettes Leben ist stets zwischen zwei Polen, ein Spiegel ihrer Krankheit. Bipolar.
Pascale Hugues erfuhr als Kind nicht, warum ihre fürsorgliche Mutter wochenlang verschwand. Die Erwachsenen sagten ihr nicht, dass sie in der Klinik war. Jetzt begibt sie sich auf die Suche.
Eine feinfühlige literarische Erzählung von Schmerz und Lebensfreude.