Zauber der Stille

Caspar David Friedrichs Reise durch die Zeiten | Der Nummer-1-Erfolg zum Jubiläumsjahr: 250 Jahre Caspar David Friedrich
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Buchprofile - Rezension
Essayistische Darstellung von Leben und Kunst des deutschen Romantikers.
Florian Illies setzt die anekdotisch geprägte Porträtierung von Epochen und Menschen mit seinem jüngsten Buch über den Maler Caspar David Friedrich fort. Dem einzelgängerischen Ausnahmekünstler der deutschen Romantik begegnet Illies mit Empathie, beinahe Pathos und einem bis in die Gegenwart geweiteten Blick (bis zum Attentat auf die North Stream Pipeline). Die vier Kapitel sind den Elementen Feuer, Wasser, Erde, Luft gewidmet. Wasser und Luft liegen schon deshalb nahe, weil der geborene Greifswalder so viele grandiose Darstellungen von seiner pommerschen Heimat, von offenen Himmeln und Wolken geschaffen hat. Feuer bezieht sich vor allem auf die Brände, die viele seiner Werke vernichteten, etwa das Feuer des Münchner Glaspalasts 1931, aber auch Schlossbrände und Bombenkrieg. Umso erstaunlicher, dass eines der Hauptwerke, der „Wanderer über dem Nebelmeer“ erst 1950 entdeckt wurde. Stets am Interesse von Leser:innen orientiert, die Leben, Bedeutung und Stil/Arbeitsweise eines Malers lieber in den Facetten der vielen Geschichten/Anekdoten als im kunsthistorischen Zusammenschauen und Würdigen begegnen wollen, ist Illies Darstellung schon beinah überschwänglich elegant und vielfältig. Dieser Überschwang bringt schon mal Verstiegenheiten hervor, wie den Satz über Friedrichs kleine Tochter: „Ob der gute Christ [C.D. Friedrich] da etwa unwissend einen Existenzialisten gezeugt hat?“ (S. 222). Unwiderstehlich wird Illies, wenn er entlang der Querverweise und Bilderschicksale sich Zeit für den „Zauber der Stille“ nimmt und seine Achtung und Liebe vor den Bildern beschreibt. Der Leser wird beglückt sein von dieser geistreichen, mitreißenden Darstellung und mag sich den im Buch zitierten Satz von Marcel Proust zu Herzen nehmen: „Halten Sie stets ein Stückchen Himmel über Ihrem Leben frei.“ - Nachdrückliche Empfehlung für alle Bestände.
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Susanne Steufmehl empfiehlt:

Niemand kann so schön und mitreißend vergangene Zeiten erklären und diese in Zusammenhang mit der Gegenwart bringen wie Florian Illies. In seinem neuen Bestseller erzählt er, wie Caspar David Friedrich, der berühmte Maler der Romantik, die Gemüter nachfolgender Generationen bewegt hat, wie er geliebt und gehasst wurde. Von Goethe und Rilke und Thomas Mann, von Hitler, Stalin und Riefenstahl aber auch von der Mafia und den 68ern. Eines der „must-reads“ des Jahres

Susanne Steufmehl, Medienberaterin Belletristik und Sachbuch

Artikelbeschreibung

»So elegant und mühelos erzählt. Dieses neue Buch von Florian Illies zu lesen, ist wie einen Billy-Wilder-Film zu schauen - einfach großartig.« Ferdinand von Schirach

Mit Florian Illies kann man Vergangenheit plötzlich als Gegenwart erleben. In »Zauber der Stille« breitet er erstmals die abenteuerlichen Geschichten Caspar David Friedrichs vor uns aus. Eine wilde Zeitreise zu dem Mann, der für die Deutschen die Sehnsucht erfand.

Friedrichs abendliche Himmel wecken seit Jahrhunderten die leidenschaftlichsten Gefühle: Goethe macht ihre Melancholie so rasend, dass er sie auf der Tischkante zerschlagen will, Walt Disney hingegen verliebt sich so heftig in sie, dass er sein »Bambi« nur durch Friedrich'sche Landschaften laufen lässt. Von Hitler so verehrt wie von Rainer Maria Rilke, von Stalin so gehasst wie von den 68ern, von der Mafia so heiß begehrt wie von Leni Riefenstahl - am Beispiel von Caspar David Friedrich werden in diesem mitreißend erzählten Buch 250 Jahre deutscher Geschichte sichtbar. Und Friedrich, der Maler, wird zu einem Menschen aus Fleisch und Blut.

Nach »1913« und »Liebe in Zeiten des Hasses« das dritte große historische Epochenportrait von Florian Illies.

»Illies' 'Zauber der Stille' ist ganz genau das: Zauber. Stille. Trost. Was für ein Wunderbuch.« Elke Heidenreich, Süddeutsche Zeitung

»Ein Meisterwerk und ein pures Vergnügen.« Lesley Chamberlain, The Times Literary Supplement

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Personeninformation

Florian Illies, »der große Geschichtenerzähler« (»Süddeutsche Zeitung«) begründete mit seinem Welterfolg »1913« ein neues Genre. Ihm folgten bei S. FISCHER das inzwischen in über zwanzig Sprachen übersetzte Buch über die 1920er und 1930er Jahre »Liebe in Zeiten des Hasses« (2021) sowie der große Nr. 1-Bestseller über die Sehnsuchtsbilder Caspar David Friedrichs, »Zauber der Stille« (2023).

Geboren 1971, studierte Florian Illies Kunstgeschichte und Neuere Geschichte in Bonn und Oxford. Er wurde 1996 Redakteur der »FAZ«, war Feuilletonchef der »Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung« und leitete ein Kunst-Auktionshaus. Heute ist Illies einer der Herausgeber der »ZEIT« und lebt als Autor in Berlin. Sein Kunst-Podcast »Augen zu« (gemeinsam mit Giovanni di Lorenzo) gehört zu den meistgehörten Podcasts deutscher Sprache.

Pressestimmen

Der letzte große Erzähler des deutschen Bildungsbürgertums erklärt Caspar David Friedrich und dessen Welt. SPIEGEL Bestseller 20240615
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