Thomas Mann macht Ferien

Ein Sommer am See | "Ein federleichtes, wunderschönes Sommerbuch" Elke Heidenreich
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Buchprofile - Rezension
Die leichtfüßig erzählte Sommergeschichte lässt das Mann’sche Familienidyll kurz vor Ende des Ersten Weltkriegs in all seiner Ambivalenz lebendig werden.
1918, eine Villa am Tegernsee. Kurz vor dem Ende des Ersten Weltkrieges reist Thomas Mann mit großer Entourage in die Sommerfrische: außer seiner Frau Katia und den fünf Kindern sind auch eine Köchin, ein Haus- und ein Kindermädchen mit dabei. Die Bevölkerung hungert, doch die großbürgerliche Familie merkt kaum etwas davon. Katia gelingt es immer wieder, eine Fleischportion für den berühmten Hausherrn, den Autor der „Buddenbrooks“, bei den umliegenden Bauern zu besorgen – während die Kinder Schnecken sammeln für den Rest der Familie. Doch die Zeiten werden schwieriger. Deutschlands Niederlage zeichnet sich ab und Thomas Mann fühlt sich unwohl wegen seines antidemokratischen Manifests „Betrachtungen eines Unpolitischen“, das er in Opposition zu seinem Bruder Heinrich geschrieben hat. So flüchtet Mann in ein Idyll und wendet sich der Beziehung zu seinem Hund Bauschan zu. In der Novelle „Herr und Hund“ setzt er ihm ein Denkmal. – Die Journalistin und Buchautorin Kerstin Holzer (Jg. 1967) hat bereits zwei Romane über die Manntöchter Elisabeth und Monika verfasst. In ihrer leichtfüßigen Sommergeschichte lässt sie die ambivalente Atmosphäre um den großen Schriftsteller mit seinen Wehwehchen und Befindlichkeiten lebendig werden. Großartig!
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In Gmund, am Ufer des Tegernsees steht die berühmte Skulptur „Herr und Hund“, benannt nach der Novelle, die Thomas Mann über seinen Hund Bauschan schrieb und genau hier vollendete. Es ist der Sommer 1918, als der erste Weltkrieg noch nicht vorbei war und der Schriftsteller sich wegen seiner politischen Äußerungen und angesichts der drohenden Niederlage Deutschlands unwohl fühlte. Mit Frau, fünf Kindern und einer großen Entourage verbrachte er hier in einer Villa die Sommerfrische und versuchte abzuschalten. Genau diese Wochen haben die ausgewiesene Kennerin der Familie Mann, Kerstin Holzer, zu ihrer leichtfüßigen Sommergeschichte inspiriert. Sie thematisiert die ambivalenten Befindlichkeiten Thomas Manns in einer romanhaft erzählten Episode aus seinem Familienleben, ein Jahr bevor er für die 1901 veröffentlichen Buddenbrooks mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. 

Susanne Steufmehl, Buchberaterin Belletristik und Sachbuch

Artikelbeschreibung

Sommerfrische in Bayern, 1918. Die Familie Thomas Mann hat ein Haus am Tegernsee gemietet. Es sollen unbeschwerte Monate werden - doch die Welt verändert sich dramatisch, und auch der Schriftsteller wird bald ein anderer sein.

Die Kinder schwimmen und angeln Rotaugen, der Vater rudert, geht spazieren und besteigt erstmals einen Berg, die Mutter kümmert sich um das neue Baby, und Bauschan, der Hund, döst im Schatten, während ihn Thomas Mann gerade zum Helden seiner Erzählung »Herr und Hund« macht.

Ein Idyll, doch den Schriftsteller plagen Sorgen. Die deutsche Niederlage im Ersten Weltkrieg steht bevor, Revolution liegt in der Luft, und mit seinem antidemokratischen Manifest »Betrachtungen eines Unpolitischen« sitzt Thomas Mann historisch auf dem falschen Dampfer. Mit seinem Bruder Heinrich hat er sich deswegen überworfen, für die Arbeit am nächsten großen Werk »Der Zauberberg« fehlt ihm die Kraft, und dann fällt ihm auch noch ein Zahn heraus.

Kerstin Holzer schreibt mit Wärme und Humor über einen ganz besonderen Sommer im Leben des Literatur-Nobelpreisträgers, über dessen Ängste und Sehnsüchte. Eine federleichte Geschichte über den Mut zur Veränderung und die Kraft der Liebe.

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Personeninformation

Kerstin Holzer, geboren 1967, studierte Politikwissenschaft und lebt in München. Als Journalistin arbeitete sie u. a. für Focus, die Süddeutsche Zeitung und Madame. Als Buchautorin verfasste sie die SPIEGEL-Bestseller »Elisabeth Mann Borgese - ein Lebensportrait«, gemeinsam mit Léa Linster »Mein Weg zu den Sternen« und zuletzt »Monascella - Monika Mann und ihr Leben auf Capri«.

Pressestimmen

»Mit viel Witz und Empathie entwirft die Autorin darin ein detailreiches, amüsantes Panorama des letzten Kriegssommers.« Sabine Reithmaier Süddeutsche Zeitung 20250417
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