Eine Hymne an das Leben

Die Scham muss die Seite wechseln | Die offizielle Autobiografie der Frau, die das Schweigen brach
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Buchprofile - Rezension
Die Biografie einer jahrelang missbrauchten Frau als Plädoyer für Liebe, Hoffnung und Lebensfreude.
Gisèle Pelicot wurde jahrelang von ihrem Ehemann betäubt und vergewaltigt. Er lud mehr als 70 weitere Männer ein, sie zu vergewaltigen und filmte die Taten. Statt anonym zu bleiben, zeigte sie Mut und Stärke und entschied sich für einen öffentlichen Gerichtsprozess. Ihre Botschaft ist die ikonische Parole „Die Scham muss die Seite wechseln“, die ursprünglich von Gisèle Halimi stammt. Mit ihrer Autobiografie erzählt sie ihre Geschichte und will der Leserschaft Hoffnung schenken, dass Leid überwunden werden kann. Sie rekapituliert ihr Leben, erzählt sehr offen von ihrer Kindheit, ihrem beruflichen Werdegang und ihrer fünfzigjährigen Ehe. Noch einmal durchlebt sie die Zeit vor, während und nach dem Prozess mit den Demütigungen vor Gericht, dem feigen Gebaren der Täter und dem Sichten der Vergewaltigungsvideos. Sie berichtet, wie die Taten die gesamte Familie erschüttert haben. Jahrelang suchte sie Ärzte auf, die ihre Gedächtnislücken, die von den Betäubungsmitteln herrührten, und gynäkologischen Beschwerden nicht erklären konnten. Schonungslos stellt sie sich quälende, offene Fragen. Hat ihr Mann auch die Tochter vergewaltigt und den Enkel missbraucht? Hat er einen Mord begangen? Hat sie Anzeichen übersehen? Wir lernen eine lebensbejahende Frau kennen, die sich nicht ihrem Schicksal ergibt, weder Opfer noch Ikone sein will, sondern mühsam und zugleich selbstbestimmt ihr Leben wieder aufbaut und zu neuer Lebensfreude findet. Auf dem Weg aus der „nicht enden wollende[n] Nacht“ (S.161) helfen ihr Freundschaften, Solidarität, Resilienz, die sie in ihrer Kindheit lernte, sowie eine neue liebevolle Partnerschaft. Ihr Fall führte zu Gesetzesänderungen und ermutigte andere Missbrauchsopfer weltweit, sich nicht zu schämen und nicht zu schweigen. Ihr Verdienst ist zudem, dass sie das Licht auf das strukturelle Problem der sexualisierten Gewalt und chemischen Unterwerfung gerichtet hat. Die Memoiren sind ein wichtiges zeitgeschichtliches Dokument einer bewundernswerten Frau.
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Susanne Steufmehl empfiehlt:

Wohl kaum ein Sexual-Verbrechen hat die weltweite Öffentlichkeit so sehr entsetzt wie das an der Französin Gisèle Pelicot, deren Ehemann sie jahrelang betäubte, von unzähligen Männern vergewaltigen ließ und dabei filmte. Kurz bevor es zum Prozess gegen ihre Peiniger kam, entschloss sich Pelicot, diesen öffentlich zu machen, um die Täter bloßzustellen und um anderen Betroffenen Mut zu machen, denn „die Scham muss die Seite wechseln“, die Verantwortung für Verbrechen müssen die Täter auf sich nehmen, nicht die Opfer. In diesem Buch schreibt sie mit beeindruckender Offenheit über ihr Leben, ihren Leidensweg und wie es sein konnte, dass die an ihr begangenen Taten so lange unentdeckt bleiben konnten. Eine Geschichte von großer Resilienz, bewundernswertem Mut und vielleicht ein Weg, die strukturelle Problematik sexualisierter Gewalt zu erkennen und auszumerzen.

Susanne Steufmehl, Buchberaterin Belletristik und Sachbuch

Artikelbeschreibung

»Die Scham muss die Seite wechseln«
Mit diesen Worten veränderte Gisèle Pelicot 2024 die Welt. Sie verzichtete im Prozess gegen ihren Ex-Mann und über 50 weitere Täter auf Anonymität - und wurde zur Stimme von Millionen. Ihr Mut löste internationale Debatten aus, brachte Gesetze ins Wanken und gab Betroffenen weltweit neue Kraft.

Die Frau, die die ganze Welt inspiriert

Das Buch von Gisèle Pelicot ist ein beeindruckendes Porträt einer Frau, die das Schweigen überwindet, Gerechtigkeit einfordert und dabei allen Widerständen zum Trotz nie den Glauben an die Liebe verliert.

  • Gisèle Pelicot wurde vom TIME Magazine zur bedeutendsten Frau des Jahres 2024 gewählt.
  • Die Biografie ist kein Gerichtsdokument, sondern ein persönliches Zeugnis über Verrat und Vertrauen und die Kraft, trotzdem weiterzuleben.
  • Für alle, die an Gerechtigkeit glauben - und an die Möglichkeit, nach dem Schlimmsten neu anzufangen.

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Personeninformation

Patricia Klobusiczky, 1968 geboren, studierte Literaturübersetzen, arbeitete lange als Lektorin und ist seit 2006 freie Übersetzerin und Moderatorin. Sie übersetzt Werke von u.a. Lorrie Moore, Frances Itani, William Boyd und Louise de Vilmorin.

Pressestimmen

»Es ist überraschend offen, dabei nicht plump vertraulich, ein würdiges Buch, lesenswert.« Johanna Adorján Süddeutsche Zeitung 20260217

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