Muscheln am Strand von Gaza

Erinnerungen an ein zerstörtes Land | Eine Geschichte von Verlust, Mut und der ungebrochenen Hoffnung auf Frieden im Nahen Osten
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Buchprofile - Rezension
Hamza wächst im Gazastreifen auf und erlebt die brutale Herrschaft der Hamas. Nur die Flucht über das Mittelmeer rettet ihn.
Der 1997 geborene Palästinenser Hamza wächst im Gazastreifen auf und bekommt schon als Kind mit, wie die Terrororganisation Hamas sein unbeschwertes, idyllisches Familienleben seine Freundschaften immer mehr beeinflusst bzw. zerstört. Er bekommt Angst, wenn Schüsse und Schreie auf der Straße zu hören sind, wenn getötete gegnerische Fatah-Anhänger wie eine Trophäe durch die Straße gezogen werden, wo eine öffentliche Hinrichtung von politischen Gegnern als eine „heilige Pflicht“ gesehen wird. Er kritisiert mit zunehmendem Alter das Bildungssystem und religiöse Schulen, wo junge Menschen mit islamistischer Ideologie Hass auf Israel lernen, denn Juden seien keine Menschen. Es bleibt nicht aus, dass er als Kämpfer angeworben werden sollte, was er ablehnt. Als er als junger Mann gegen das Regime protestiert, wird er in ein unterirdisches Gefängnis gesperrt und schwer gefoltert. Weil die Familie ein hohes Lösegeld zahlt, kommt er frei. Mit anderen geht er wegen extrem hohen Steuern und Lebensmittelpreisen und Korruption der Hamas-Führung auf die Straße. Schließlich fühlt er sich auf der Todesliste der Hamas stehend nicht mehr sicher und flieht 2023 aus Gaza zuerst nach Ägypten und dann in einem völlig überfüllten Schlauchboot über das Mittelmeer nach Griechenland, wobei seine größte Angst ist, dass er ertrinken könnte, denn er kann überhaupt nicht schwimmen. Im Flüchtlingslager erfährt er vom Massaker der Hamas vom 7. Oktober 2023 an 1200 unschuldigen Israelis. Dieses Morden bestätigt ihn in seiner Auffassung, dass Hamas eine grausame und verbrecherische Organisation ist. Von Deutschland aus engagiert er sich in Vorträgen und Interviews über seine Erlebnisse für Verständigung, Menschlichkeit und Frieden.
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Artikelbeschreibung

»Manchmal fühle ich mich wie der einsamste Palästinenser auf der Welt.«
Hamza Abu Howidy erzählt uns vom Aufwachsen im Gaza der 2000er Jahre, von seiner Familie, besonders seinem Vater, der ihm beim Muschelsammeln die großen Lektionen des Lebens beigebracht hat, aber auch von den blutigen Kämpfen zwischen Fatah und Hamas, direkt vor seiner Haustür, und wie sehr das Leben in Gaza von Terror geprägt war. Jahre später protestiert er gegen die Hamas und wird festgenommen, gefoltert und muss fliehen. Heute zählt er zu den wichtigsten politischen Stimmen aus der palästinensischen Exilgemeinde, dabei lässt er sich weder von pro-israelischer noch pro-palästinensischer Seite vereinnahmen. Ein sehr persönliches Buch, das Hoffnung und Plädoyer zugleich für eine demokratische und friedliche Lösung des Nahostkonflikts ist.

»Ein Blick auf eine Welt, die uns oft verschlossen bleibt. Die Wucht seiner Sprache trifft mitten ins Herz.« Güner Balci

»Eine atemberaubende, mitreißend geschriebene Lebensgeschichte.« Meron Mendel

»Ein Buch, das schmerzt, aufklärt und trotz allem Hoffnung eröffnet.« Hamed Abdel-Samad

»Eine der wichtigsten politischen Stimmen aus der palästinensischen Exilgemeinde.« Ulrich Gutmair, taz


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Personeninformation

Hamza Abu Howidy, geboren 1997 in Gaza, studierte Wirtschaft und Verwaltung an der Islamischen Universität Gaza und engagierte sich früh gegen die Hamas-Herrschaft. Als Teil der Protestbewegung »Wir wollen leben« wurde er mehrfach verhaftet und gefoltert. 2023 floh er über Ägypten und Griechenland nach Deutschland. Als freier Autor und Redner tritt er in deutschsprachigen und internationalen Medien für gewaltfreie Ansätze im Nahostkonflikt ein.

Judith Poppe, geboren 1979, ist Journalistin und Autorin mit Schwerpunkt auf dem Nahen Osten. Nach dem Studium der Literaturwissenschaft und Kulturanthropologie in Göttingen promovierte sie zu israelischen Literatur und forschte und arbeitete in den USA, Israel und dem Westjordanland. Von 2019 bis 2023 berichtete sie als Korrespondentin der taz aus Tel Aviv und den palästinensischen Gebieten. Heute arbeitet sie als Auslandsredakteurin, spezialisiert auf Menschenrechte und gesellschaftliche Bewegungen. Ihre Texte erscheinen in Zeitungen, Magazinen und Sammelbänden.

Pressestimmen

"Muscheln am Strand von Gaza" ist ein ungewöhnliches und hochinteressantes Zeugnis eines jungen palästinensischen Lebens jenseits aller Klischees. Victoria Eglau Deutschlandfunk (Andruck) 20260803

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