Der leise Papst: Leo XIV. im Fokus
Andreas Englisch ist bekannt für seine unkonventionellen Papst-Biografien. Mit Johannes Paul II. hat 2004 alles begonnen. Nun legt der Vatikan-Kenner sein erstes Werk zum neuen Papst vor mit dem Titel „Leo XIV. – Der leise Mönch an der Spitze der Macht“.
„Leiser Mann mit großem diplomatischem Geschick“, so beschreibt Andreas Englisch Papst Leo XIV. Foto: © IMAGO / SOPA Images
Im neuen Buch „Leo XIV. – Der leise Mönch an der Spitze der Macht“ beschreibt Vatikan-Experte Andreas Englisch eindrucksvoll den schwierigen Balanceakt des Papstes zwischen Reform und Tradition. Der renommierte Journalist, der seit Jahrzehnten über den Vatikan berichtet, zeichnet ein vielschichtiges Porträt des neuen Kirchenoberhaupts, das über politische und religiöse Fragen hinausgeht.
Leo XIV. – ein Papst des Ausgleichs
Leo XIV. steht vor einer gewaltigen Aufgabe: Er muss die katholische Kirche in einer Zeit großer Umbrüche einen. Laut Englisch versucht der Papst, die gegensätzlichen Strömungen innerhalb der Kirche miteinander zu versöhnen – eine Herausforderung, die selbst für erfahrene Kirchenmänner kaum zu bewältigen ist. „Was Leo XIV. versucht, ist ein Ausgleich zwischen den Positionen am Rand“, erklärt Englisch. „Er will Ruhe und Zusammenhalt schaffen.“
Vatikan-Experte Andreas Englisch. Foto: © IMAGO / STAR-MEDIA
Diese Fähigkeit, zu vermitteln und Spannungen abzubauen, hat Leo XIV.
bereits in seiner Zeit als Chef des Augustinerordens bewiesen. Dort war
er mit den unterschiedlichsten menschlichen Problemen konfrontiert – von
Regelverstößen bis zu persönlichen Krisen. Trotz dieser schwierigen
Aufgaben habe er sich, so Englisch, keine Feinde gemacht. Stattdessen
werde er von vielen als „leiser Mann mit großem diplomatischem Geschick“
beschrieben.
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Papst Leo privat: ein technik-
begeisterter, sportlicher Genießer
Neben den politischen und kirchlichen Themen gewährt das Buch auch private Einblicke in das Leben des Papstes. Robert „Bob“, wie er im Freundeskreis genannt wird, ist ein leidenschaftlicher Autofahrer, liebt Technik, spielt Tennis und hat eine Schwäche für italienischen Weißwein und deutsches Weißbier. Diese menschlichen Züge machen Leo XIV. für viele nahbar und sympathisch.
Mit „Leo XIV. – Der leise Mönch an der Spitze der Macht“ legt Andreas
Englisch eine fundierte und zugleich persönliche Analyse des neuen
Papstes vor – ein Buch über Macht, Demut und die Kunst, zwischen
Reformwillen und Tradition zu bestehen.



