Die Dame mit dem maghrebinischen Hündchen

Novelle
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Buchprofile - Rezension
Novelle einer amour fou mit subtiler, psychologisch feinfühliger Charakterzeichnung und anmutiger Sprache.
Die mehrfach ausgezeichnete rumänisch-schweizerische Schriftstellerin erzählt in ihrer Novelle von einer flüchtigen, aber intensiven Liebesepisode zwischen einer gefeierten Primaballerina am Ende ihrer Karriere und einem jungen kurdischen Gärtner. Anna und Gürkan lernen sich in einem Café an der Zürcher Uferpromenade kennen, für deren Begrünung Gürkan zuständig ist. Anna ist in Begleitung ihres maghrebinischen Hündchens, einer Promenadenmischung, das sich einst auf einer Urlaubsreise ganz selbstverständlich in ihre Obhut begeben hatte. Mit ähnlicher, fast zwangsläufiger Selbstverständlichkeit finden die beiden so ungleichen Personen zueinander. Anna, die eigentlich von ihrem Ehemann, einem renommierten, aber arg konventionellen Arzt, umsorgt und verehrt wird, sehnt sich nach der Leidenschaft des jungen Geliebten, der sich auf diese Beziehung einlässt, freilich seine Ehe und Familie nicht aufs Spiel setzen will. Aber auch für die gefeierte, aber am Ende ihrer Laufbahn befindliche Künstlerin hat diese Affäre, die sie zunächst als vermeintlich kalkulierbares Spiel mit ihrer Attraktivität eingeht und die nicht auf Dauer angelegt sein soll, Züge eines narzisstischen und ästhetischen Spiels. "Es war Annas Art (...) so zu tun, als würde ihr die Kontrolle über die Situation entgleiten." (S. 8) Die subtile, psychologisch feinfühlige Charakterzeichnung und die anmutige Sprache faszinieren und dominieren das eigentlich unspektakuläre Geschehen.
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Artikelbeschreibung

Anna ist Tänzerin. Gut verheiratet lebt sie ein schönes Leben. Dann trifft sie auf Gürkan. An der Seepromenade spricht er sie an. Und nichts ist mehr wie zuvor.Die Dame mit dem maghrebinischen Hündchen erzählt von einer ungewöhnlichen Liebe in Zürich, aus dem Herzen einer Gesellschaft, die dem schönen Leben frönen will. In einer hellen, flirrenden Atmosphäre entsteht das Bild einer heterogenen Gesellschaft, in der Exotik und Zugehörigkeit sowie die Rolle der Kunst neu ausgehandelt werden.Eine hinreißende Geschichte über die Sehnsucht nach Sinn und Sinnlichkeit und über die Zeiten hinweg eine Hommage an Anton Tschechow.Die Dame mit dem maghrebinischen Hündchen wurde bisher ins Albanische, Französische und Slowakische übersetzt.

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Personeninformation

Dana Grigorcea, geboren 1979 in Bukarest, studierte Deutsche und Niederländische Philologie. Nach Jahren in Deutschland und Österreich lebt sie mit Mann und Kindern in Zürich. Mit einem Auszug aus dem Roman Das primäre Gefühl der Schuldlosigkeit wurde Dana Grigorcea beim Ingeborg Bachmann-Wettbewerb 2015 mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet.

Pressestimmen

»Eine Hommage an die Künste, die Literatur, die Körper ... Die klare und anmutige Sprache Grigorceas macht die Lektüre zu einem Genuss ... ein Plädoyer für das Flüchtige des Glücks.« Carola Wiemers / Deutschlandfunk

»Dana Grigorcea findet eine sehr eigene Stimme und eine sehr eigene Poesie ... Schon in ihrem letzten Buch hat sie bewiesen, dass sie wirklich sehr gut erzählen kann, und das macht sie hier wieder.« Nicola Steiner / Literaturclub, SRF1

»Ich fand diesen Kontrast so faszinierend zwischen diesem Leichten, Schwebenden - aber diesen Gefühlen, die sich zwischen beiden entwickeln ... Das hab ich sehr bewundert.« Dorothea Westphal / ZDF Das blaue Sofa

»Eine hinreißende Novelle über die Sehnsucht nach Leidenschaft und eine raffinierte Hommage an Anton Tschechow.« Wiebke Porombka / SWR2

»Eine unterhaltsame Novelle über die Liebe. Und weit mehr.« Bettina Baltschev / MDR Kultur

»Eine zarte, universale Novelle ... ein welthaltiges Buch« Anne-Dore Krohn / rbb kulturradio

»Die heilsamste Lektüre, wenn man mal wieder glaubt, den Mann oder die Frau des Lebens getroffen zu haben ...« Wiebke Porombka / Die Zeit

»Ein Pas de deux von Poetik und Poesie, voller Anmut.« Volker Breidecker / Süddeutsche Zeitung

»Ein kleines literarisches Virtuosenstück.« Judith von Sternburg / Frankfurter Rundschau

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