Die Dichterin

Roman | Über Authentizität und Aneignung, Dichtung und Wahrheit und die Macht des Skandals
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Susanne Steufmehl empfiehlt:

Zwei Frauen, tief verwurzelt im Literaturbetrieb, stehen im Mittelpunkt dieses brisanten Gesellschaftsromans. Die junge Lyrikerin Emma hat einen sensationellen Debuterfolg hingelegt und ist der neue Star am Literaturhimmel, gefeiert vom Feuilleton und geliebt vom Publikum. Die ebenso junge Journalistin Nazanin „versauert“ in der Kulturredaktion einer großen Tageszeitung, während sie eigentlich lieber im Politikressort arbeiten möchte. Nun soll sie einen großen Artikel über die aufstrebende Schriftstellerin schreiben. Eigentlich interessiert sie das Thema überhaupt nicht, aber als sie Unstimmigkeiten in Emmas Vita entdeckt, erwacht ihr detektivischer Spürsinn. Ist Emma wirklich die neue Stimme von Menschen mit benachteiligter Herkunft oder hat sie ihre Gedichte dreist gestohlen? Und wenn ja, wer ist der/die wahre Schöpfer/in dieser herausragenden Texte? Der Roman entwickelt sich zu einem superspannenden Rechercheprojekt mit kriminalistischen Zügen. Und nicht nur bei Emma geht es um Herkunft, Klassismus und Identität, auch Nazanin muss den Ansprüchen ihrer aus dem Iran stammenden intellektuellen Familie genügen.

Özge Inan ist ein famoser, intelligent unterhaltender Roman mit vielschichtigen Frauenfiguren und der akribischen Analyse eines handfesten Skandals gelungen.

Susanne Steufmehl, Medienberaterin Belletristik und Sachbuch

Artikelbeschreibung

Emma Rodenstock ist ein Phänomen. Kritik, Talkshows und Publikum reißen sich um die junge Dichterin aus der Unterschicht. Sie gibt der Debatte um Klassismus und Privilegien ein Gesicht. Bis Nazanin Esfahani, aufstrebende Journalistin, eine Unstimmigkeit in ihrer Geschichte findet. Sehr bald taucht auch eine zweite Lyrikerin auf, die Emmas Texte geschrieben haben will. Kann das wahr sein? Es wäre ein handfester Skandal. Und für Nazanin ein Coup. Doch wem ist damit geholfen? Und wem schadet es? Ein hochunterhaltsamer Roman über die Macht von Geschichten in Zeiten der Aufmerksamkeitsökonomie.

»Eine Heldin, die man bewundert und verabscheut. Ich will mit Emma befreundet sein und habe Angst vor ihr.« Caroline Wahl

»So klug und schlagfertig erzählt, wie nur Özge Inan es kann. Ein Kopfsprung in die Fragen um Authentizität, Aneignung und öffentliche Aufregung. Ein skandalös gutes Buch!« Mithu Sanyal

»Ein Roman von seltener Eleganz über die älteste Versuchung des Schreibens: sich ein erzählbares Ich zu dichten. Gedanklich und sprachlich so umwerfend präzise wie pointiert - und von einer Sogkraft, die einen bis zur letzten Seite nicht loslässt.« Samira El Ouassil

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Personeninformation

Özge Inan, geboren 1997 in Berlin, wurde während ihres Jurastudiums online mit politischen Kurztexten bekannt. Inzwischen arbeitet sie als Journalistin unter anderem für den Freitag, Zeit Online und die Süddeutsche Zeitung. »Natürlich kann man hier nicht leben« ist ihr erster Roman.

Pressestimmen

»Klug und zeitgeistig« DONNA 20260907
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