Die Geschichte in mir

Eine deutsche Familie im 20. Jahrhundert - Das neue bewegende Buch des Bestsellerautors - SPIEGEL-Bestseller
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Buchprofile - Rezension
Kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte.
Rüdiger von Fritsch (Jg. 1953) war in seiner Berufslaufbahn als Diplomat unter anderem in Warschau und Moskau tätig. Zu beiden Ländern hat er familiäre Bezüge, seine Ehefrau stammt aus einer deutschbaltischen Familie. Sein Vater war ein aus Dresden gebürtiger Jurist, der schon in seiner Studentenzeit 1928 Mitglied der NSDAP wurde und bis zum Lebensende an seinen Überzeugungen festhielt. Als Kinder schnappten Rüdiger von Fritsch und seine Geschwister Bruchstücke aus der Familiengeschichte auf, auf die sie sich keinen rechten Reim machen konnten. Erst unter dem Einfluss des Geschichtsunterrichts in der Schule und während des Studiums begann von Fritsch die Rolle seines Vaters in der deutschen Besatzungsverwaltung in Kaunas (Litauen) ab 1941 zu hinterfragen. Er durchschaute mehr und mehr das Lügengebäude seines Vaters. Der erhaltene Briefwechsel seiner Großmutter mütterlicherseits ist ein einzigartiges Zeugnis für die Wirrnisse der deutschbaltischen Geschichte. – Eine großartig erzählte Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte des 20. Jh. aus dem persönlichen Blickwinkel einer weitverzweigten Familie. Für den breiten Einsatz gerne empfohlen.
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Artikelbeschreibung

Die Geschichte einer Familie, in der sich das 20. Jahrhundert spiegelt

Rüdiger von Fritsch blickt auf eine lange Karriere als Diplomat im Auswärtigen Amt zurück. In den 80er-Jahren war er in der deutschen Botschaft in Warschau dafür zuständig, den Kontakt zur illegalen demokratischen Opposition zu halten. In den 90ern bereitete er die EU-Osterweiterung mit vor. Er war Botschafter in Warschau und in Moskau. Seine Einblicke in die russische Gesellschaft und den Neo-Imperialismus Putins hat er in Büchern geschildert, die zu Bestsellern wurden.

Sein neues Buch erzählt die Geschichte seiner Familie: von der Großmutter, die noch den russischen Zarenhof kennenlernte, bis zu den gefallenen Brüdern seiner Eltern. Von Großonkel Werner von Fritsch bis zu seinem Vater Thomas, der bis zu seinem Tod im Bann des Nationalsozialismus stand. Rüdiger von Fritsch sollte das sein Leben lang beschäftigen. Die »Geschichte in mir« ist ein eindringliches und bewegendes Zeugnis, wie wichtig es ist, über Verlust und Entwurzelung, über Schuld und Verstrickung auch in der eigenen Familie zu sprechen.

»Ein grandioses Buch!«
Markus Lanz

Produktsicherheit

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Personeninformation

Rüdiger von Fritsch, geboren 1953, bereitete die EU-Osterweiterung als Unterhändler in Brüssel vor, er war Leiter des Planungsstabes des Bundespräsidenten und Vizepräsident des BND. Von 2010 bis 2014 war er Botschafter in Warschau und von 2014 bis 2019 Botschafter in Moskau. Wie seine Arbeit als Diplomat in Verbindung mit seiner Familiengeschichte steht, ist eines der Themen von »Die Geschichte in mir«. Seine bisherigen Bücher »Russlands Weg«, »Zeitenwende« und »Welt im Umbruch«, in denen er Putins Neo-Imperialismus hellsichtig analysierte, wurden zu SPIEGEL-Bestsellern.

Pressestimmen

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