Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle

Roman | Shortlist Deutscher Buchpreis 2026. Ausgezeichnet mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung 2026
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Buchprofile - Rezension
Die überbordende Farce erzählt eine alternative Geschichte über das heutige Russland.
Das Debüt der Bachmannpreisträgerin ist ein mehr als 600 Seiten starker Roman mit einer Fülle an Personal. Die Hauptprotagonisten sind ein Geschwisterpaar. Lada Molot lernt auf einer langen Busfahrt zurück nach Berlin ihren Sitznachbar Mischa kennen, der sich für einen Humanversuch für Drogen zur Verfügung gestellt hat. Sie selbst hat als Zuverdienst für ihren Onkel, den Oligarchen Boris Bogdanov, gerade ein Paket abgeholt. Auch ihr Bruder Konstantin arbeitet unter der Hand für seinen Patenonkel Boris. Konstantin Molot ist offiziell als Informatiker im „Institut für Biologische Strukturen“ angestellt. Es befindet sich in den Tiefgeschossen unter dem Lenin-Mausoleum und dient im Wesentlichen der Konservierung von Lenins Leichnam. Hier zeigt sich der ganze Irrwitz des Romans. Konstantin ist die interessanteste Figur. Er wirkt eher verpeilt, und über seine oft slapstickartigen Passagen in den kafkaesken Labyrinthgängen des Instituts kann man sich köstlich amüsieren. – Eingestreute Nachrichten über die Söldnertruppe Wagner verorten den Roman in der jüngsten Vergangenheit und melden unter anderem, dass der Präsident mit dem Flugzeug verunglückt sei, Neuwahlen bringen einen zwölfjährigen Akrobaten ins Amt. – Wer sich auf die wahnsinnige Wucht des für den Buchpreis nominierten Romans einlassen will, wird bestens unterhalten. (Nominiert für den Deutschen Buchpreis)
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Artikelbeschreibung

Der Debütroman der Bachmann-Preisträgerin Valeria Gordeev
Eine Familie zwischen Kyjiw, Moskau und Berlin und eine Welt, die aus den Fugen geraten ist
Sprachgewaltig, lustvoll und berauschend: Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester Lada in Berlin mit einer Sanierung, die ihr Wohnhaus unbewohnbar macht. Auch versteht sie nicht, warum ihr Bruder nach Kriegsbeginn in Moskau geblieben ist, doch steckt Konstantin bis zum Hals in Schwierigkeiten, an denen sein Patenonkel nicht unschuldig ist, ein Oligarch mit transhumanistischen Ambitionen, der auch Lada in Bedrängnis bringt. Eine Wunderkammer und ein Höllenritt.

Mit Zeichnungen der Autorin, farbigem Vorsatzpapier und Lesebändchen

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Pressestimmen

[...] es geht absurd zu, komisch, kafkaesk und das alles in einer sprachgewaltigen, überwältigenden Ausdrucksweise. [...] wir sind begeistert! Freundin 20260916

Bewertungen

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