Ein Pilgerführer für alle, die im Heiligen Jahr zu Fuß nach Rom gehen wollen
Wer anlässlich des Heiligen Jahres nach Rom fährt, steigt für gewöhnlich in die Bahn oder ein Flugzeug. Man kann den langen Weg in die heilige Stadt aber auch zu Fuß auf sich nehmen. Für alle, die sich das vorgenommen haben, hat Ferdinand Treml seinen praktischen Führer „Der Pilgerweg nach Rom“ neu aufgelegt. Das Buch passt in jede Jackentasche und ist ein hilfreicher Begleiter mit vielen Informationen.
Foto: © Imago/Steinsiek.ch
1.200 Kilometer von Innsbruck bis zur Ewigen Stadt: Wer unter der Anleitung von Ferdinand Treml nach Rom pilgert, muss sich gut organisieren. Einer der wichtigsten Grundsätze für die Planung der Pilgerreise laute: „Weniger ist mehr“. Denn der Mensch sei immer dazu geneigt, mehr mitzunehmen, als er eigentlich braucht, sagt der begeisterte Bergsteiger und Wanderer. Frauen, so Treml, sollten sieben bis acht Kilogramm im Rucksack haben und Männer acht bis neun. Dazu komme dann noch das Wasser. Damit sei man „ganz gut unterwegs“.
Man sollte sich zudem überlegen, ob man den Fußmarsch allein, zu zweit oder in der Gruppe in Angriff nimmt, „damit man unter Umständen nicht total zerstritten in Rom ankommt“.
Drei Fragen für eine gelungene Pilgerreise
Es sind gerade diese praktischen Tipps, die diesen Pilgerführer zeitlos machen. Treml rät zum Beispiel, sich an jedem Tag der Reise auf drei zentrale Fragen zu konzentrieren:
„Wie verläuft der Weg? Wie wird das Wetter? Wo esse und schlafe ich am Ende des Tages?“
Daher liegt auch ein Hauptaugenmerk des Buches auf der Wegbeschreibung und den Quartierempfehlungen. Detaillierte Ausführungen, großformatige Übersichtskarten und Grafiken mit Höhenmeterangaben helfen bei der Etappenplanung von Innsbruck nach Rom.
Erfahrener Bergsteiger, Wanderer und Pilger: Ferdinand Treml. Foto: © Tyrolia Verlag
Von Innsbruck bis zur Heiligen Pforte: Etappen, Sehenswürdigkeiten und spirituelle Erlebnisse
Und weil es keine sportliche Wanderung, sondern ein Pilgerweg ist, gehören Kirchen und Baudenkmäler am Weg natürlich zum Besichtigungsprogramm. Die Highlights am Weg hat Treml persönlich ausgewählt. „Da ist sicher der Dom Sankt Jakob und die Hofkirche in Innsbruck. Das Kloster Neustift, der wunderschöne Kreuzgang in Brixen, das uralte Kloster Seben, die Johanneskapelle, die Dominikanerkirche in Bozen“. Die Liste von Ferdinands Tremls Favoriten ist lang. Sich jede Kirche anzusehen, ist unmöglich.
Die wenigsten Berufstätigen können sich für die 1.200 Kilometer zwei Monate freinehmen. Deshalb ist die Pilgerstrecke in vier Abschnitte gegliedert. In die Via Romea von Innsbruck nach Padua, den Antoniusweg bis Portico di Romagna, als drittes der Franziskusweg bis Assisi und zum Schluss der Franziskusweg bis Rom. Der ganze Weg, betont Treml, lade auch dazu ein, immer wieder Gottesdienste zu feiern. Angefangen bei der kleinen Andacht unterwegs bis zur Begegnung mit dem Papst auf dem Petersplatz. Was nun im Heiligen Jahr als Muss noch hinzukomme, sei das Durchschreiten der Heiligen Pforte im Petersdom, ergänzt Treml.
Wer es schließlich bis zur Heiligen Pforte geschafft hat, hinter dem liegen anstrengende Fußmärsche, aber auch wunderbare Landschaften und Erlebnisse, die er nie wieder vergisst. Für Ferdinand Treml ist das dann auch die Essenz des Unterwegs-Seins:
„Pilger ist man auf Zeit, aber Pilger ist man auch ein Leben lang“.



