Glaubenswelten
26.11.2025

„Die Entdeckung der Ewigkeit“ – warum Peter Seewald zur Auseinandersetzung mit dem Leben nach dem Tod aufruft

In seinem neuen Buch erklärt Peter Seewald, warum Ewigkeit und Himmel wichtig sind und wie sie unser Leben sinnvoll prägen.
    

Peter Seewald lädt dazu ein, die christliche Hoffnung auf Ewigkeit wiederzuentdecken. Peter Seewald lädt dazu ein, die christliche Hoffnung auf Ewigkeit wiederzuentdecken. Foto: © SMB/Schlaug

Viele Menschen können mit dem Begriff Ewigkeit heute wenig anfangen. Für den Autor und gläubigen Christen Peter Seewald ist genau das Anlass, sich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen. In seinem neuen Buch „Die Entdeckung der Ewigkeit“ stellt er die Frage, warum Begriffe wie Himmel, Ewigkeit oder Sterben zunehmend aus dem gesellschaftlichen Bewusstsein verschwinden – und welche Bedeutung sie für das Leben haben könnten.

Fehlende Vorbereitung auf „die letzte Reise“

Seewald beobachtet, dass Menschen sich für Urlaubsreisen oder Städtetrips intensiv vorbereiten – nicht jedoch für das wichtigste Ereignis des Lebens: den Tod. Für die „größte Reise“, so Seewald, seien viele völlig unvorbereitet. Dabei betreffe sie jeden Menschen persönlich, im Gegensatz zur Geburt, die man nicht bewusst erlebt.

Im Buch nähert er sich diesem Thema sowohl aus christlicher Perspektive als auch unter Einbeziehung anderer Religionen. Er beschreibt detailliert, was Jesus über den Himmel und die Ewigkeit sagt – als eine Botschaft der Hoffnung, die früher stärker gehört wurde.
     

Seewald, Peter Die Entdeckung der Ewigkeit
Herder Verlag GmbH, 2025
24,00 €
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Kultureller Wandel: Abschied von
den christlichen Wurzeln

Seewald stellt einen tiefgreifenden kulturellen Wandel fest. In den vergangenen Jahrzehnten habe sich die Gesellschaft zunehmend von ihren christlichen Wurzeln entfernt. Dabei sei die europäische Kultur über tausend Jahre lang von christlichen Vorstellungen geprägt worden – von Kunst und Musik bis hin zur Architektur.

Kirchen, große Kompositionen und Meisterwerke hätten stets ein Ziel gehabt: den Weg zum Himmel aufzuzeigen. Heute aber, so Seewald, müsse ein erfülltes Leben in etwa 80 Jahre Lebenszeit passen – ohne Blick auf eine mögliche Ewigkeit.

Die Bedeutung der Auferstehung

Ein zentrales Thema seines Buches ist die Auferstehung Christi, die nach Seewald oft als Legende abgetan werde. Doch er betont: Für den christlichen Glauben ist sie das grundlegende Ereignis – verbunden mit der Verheißung des ewigen Lebens.

Seewald zitiert Papst Benedikt XVI., der die Auferstehung als „größte Revolution der Weltgeschichte“ und als „kräftigste Explosion des Lebens überhaupt“ bezeichnet. Für Seewald ist sie ein Sprung in etwas völlig Neues – ein helles Zeichen grenzenloser Hoffnung.

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Moderne Ersatz-Hoffnungen:
Fortschritt statt Ewigkeit


Statt sich mit der Ewigkeit zu befassen, setzen viele Menschen ihre Hoffnung heute auf:

  • Anti-Aging-Produkte
  • Medizinische Lebensverlängerung
  • Technologischen Fortschritt
  • Künstliche Intelligenz
  • Soziale Medien

Die Jagd nach Neuem und Sensationellem

Seewald kritisiert diese Entwicklungen und schlägt vor, das Leben vom Ende her zu denken. Wer über Sterbebettfragen nachdenkt, so seine These, gewichtet sein Leben anders und erkennt, was wirklich zählt: Beziehungen, wertvolle Momente und menschliche Nähe.

Hinweise auf ein Leben nach
dem Tod: Nahtoderfahrungen

Im letzten Teil seines Buches verweist Seewald auf Nahtoderlebnisse. Was früher oft belächelt wurde, gewinnt heute an wissenschaftlicher Relevanz. Viele Berichte zeigen Erfahrungen von Licht, Geborgenheit und tiefer Liebe – als mögliche Hinweise auf eine Realität jenseits des Todes.

Während einige Wissenschaftler skeptisch bleiben, sprechen andere – darunter Astrophysiker und Quantenmechaniker – von einem möglichen Plan hinter unserem Dasein. Für Seewald steht fest: Es gibt die Ewigkeit.

Fazit

Peter Seewald fordert in „Die Entdeckung der Ewigkeit“ dazu auf, das Leben bewusster zu betrachten – nicht nur im Hier und Jetzt, sondern im Blick auf das, was danach kommen könnte. Sein Buch versteht sich als Einladung, die Frage nach dem Sinn des Lebens neu zu stellen und die Hoffnung auf Ewigkeit wiederzuentdecken.

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Willi Witte
Artikel von Willi Witte
Redakteur und Channel-Manager
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