Die Entdeckung der Ewigkeit

Vom Leben auf Erden und dem Himmel darüber
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Buchprofile - Rezension
Die Auferstehung Jesu Christi von den Toten als Ursprung und Mitte der christlichen Religion.
„Longevity“ und „Anti-Aging“ gehören aktuell zu den Mega-Trends in unserer Gesellschaft – kein Wunder, ist doch die bevölkerungsstärkste Generation der Baby-Boomer nun im Rentenalter oder kurz davor. Wenn der Horizont des eigenen Lebens näherrückt, liegt es nahe, dass man versucht, so langsam und so wenig wie möglich zu altern und das Maximum an erreichbarer Lebenszeit zu verwirklichen. Für den Publizisten Peter Seewald, Jahrgang 1954 und damit selbst inzwischen im Rentenalter, ist diese Haltung zwar nachvollziehbar, trotzdem bezeichnet er sie als „Irrweg“. Es ist falsch, das Alter geringzuschätzen, weil es nicht nur Verlust und Einschränkung bedeutet, sondern auch ganz neue Erfahrungen und Möglichkeiten bietet, und es ist falsch, den Tod zu verdrängen, nicht nur, weil er am Ende doch unausweichlich ist, sondern auch weil das Bewusstsein der eigenen Sterblichkeit dem Leben nichts nimmt, ihm vielmehr Tiefe und Bedeutsamkeit gibt. Warum tun sich so viele Menschen heute so schwer, ihre Vergänglichkeit anzuerkennen, warum war die Corona-Pandemie ein solcher Schock, der inzwischen aber ebenso schnell wieder verdrängt wurde, wie er gekommen war? Für Peter Seewald ist klar: Es ist der Verlust des Jenseitsglaubens, der uns den Tod derartig fürchten und verdrängen lässt. Ein Blick in die Kulturgeschichte der Menschheit führt ihn zu der Schlussfolgerung: Die Sehnsucht nach Unsterblichkeit ist tief im Menschsein verankert, im Grunde ist es sogar diese Sehnsucht, die zum Ausgangspunkt all dessen wurde, was wir Zivilisation nennen. In allen Kulturen ist die Suche nach einem ewigen Leben zu finden, meist in der Entwicklung religiöser Vorstellungen, im antiken Griechenland auch in philosophischen Überlegungen zu einer Unsterblichkeit der Seele. Und die Auferstehung Jesu Christi von den Toten ist auch Ursprung und Mitte der christlichen Religion. Diese befreiende und frohe Botschaft gab vielen Generationen vor uns Trost und Hoffnung. Wer an ein ewiges Leben glaubt, für den ist Altern „keine Krankheit, sondern ein Transformationsprozess, der auf ein höheres Level führt“, und der Tod ist „nicht das Ende, sondern der Neubeginn in einer vollendeten Wirklichkeit“. Dass der Glaube an das Evangelium in unserer Zeit immer mehr schwindet, hat dann aber entsprechende Folgen für die Einstellung zu Leben und Tod. Der Verlust des Jenseits ist aber nicht nur für den Einzelnen katastrophal, sondern – davon ist Peter Seewald fest überzeugt – auch für die Gesellschaft als ganze. Die ungebremste Gier, die so viel wie nur möglich in dieser Welt zu erreichen versucht, weil sie an eine andere nicht glaubt, schafft eine immer unmenschlichere Gesellschaft und bringt unseren Planeten zunehmend an den Abgrund. Demgegenüber liegt der Hoffnung auf ein ewiges Leben „eine Haltung des Empfangens zugrunde, nicht des Nehmens und Haben-Wollens.“ Das bedeutet keineswegs die Absage an ein gesellschaftliches Engagement, im Gegenteil: Wer an ein ewiges Leben glaubt, gestaltet auch die Gegenwart schon im Hinblick auf dieses ewige Leben. Aber er muss nicht resignieren, wenn sich vieles in dieser Welt nicht realisieren lässt, denn er lebt von einer Hoffnung, die über den Tod hinausreicht. – Der 71-jährige Autor bringt ganz offen sein persönliches Erleben des Alterns und der Beschäftigung mit dem näherkommenden Tod in die Darstellung ein, das verleiht dem Ganzen Anschaulichkeit und Authentizität. Und durch den journalistischen Schreibstil ist das Buch für ein breites Lesepublikum gut zu lesen und zu verstehen. So darf man hoffen, dass sich die eine oder der andere durch dieses Buch dazu bringen lässt, über das Thema Vergänglichkeit und Tod nachzudenken und die ungeheure Kraft der christlichen Hoffnung auf ein ewiges Leben für sich (neu) zu entdecken.
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Seewalds Buch ist eine Einladung, die Endlichkeit nicht als Schrecken, sondern als Schlüssel zur Fülle zu begreifen. Barbara Stühlmeyer Die Tagespost 20251127
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