Rituale
09.02.2026

Woher kommt der Valentinstag?

TV-Spots und Prospekte sind voll mit Geschenken zum Valentinstag am 14. Februar. Sender und Mediatheken werden geflutet mit Liebesfilmen. Blumen werden teurer. Aber wer war eigentlich dieser Valentin - und was hat er mit Liebe zu tun?
    

Foto: © Adobestock - Valerii Apetroaiei

Am 14. Februar ist das Fest des heiligen Valentin. Der Brauch, einem geliebten Menschen an diesem Tag etwas zu schenken, leitet sich aus verschiedenen Heiligenlegenden und antiken Traditionen her. Um das Leben Valentins ranken sich allerdings mehr Fragen und Spekulationen als gesicherte Antworten. Daher wurde er 1969 sogar als „unhistorischer" Heiliger aus dem offiziellen Heiligenkalender entfernt - was der Verehrung aber keinen Abbruch bescherte.

Bei der Suche nach den Ursprüngen ist zum einen von einem römischen Priester Valentin die Rede, der am 14. Februar 269 als Märtyrer gestorben sein soll. Der Grund: Trotz des Verbots durch Kaiser Claudius II. soll er Liebespaare nach christlichem Zeremoniell verheiratet und in Partnerschaftskrisen geholfen haben. Eine andere Legende berichtet, Valentin sei ein Mönch gewesen, der Liebespaare über die Klostermauern hinweg mit Blumen aus dem Klostergarten beglückte.
     

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Christliche und heidnische Quellen
für den Valentinstag

Wieder andere Quellen führen das Gedenken auch auf einen Valentin zurück, der im dritten Jahrhundert Bischof von Terni in Umbrien (Italien) war und ebenfalls um das Jahr 270 herum in Rom als Märtyrer gestorben sein soll.



Dass der Valentinstag der Tag der Verliebten ist, könnte aber auch daher stammen, dass die Kirche in frühen Zeiten am 14. Februar das Fest der Darstellung Jesu im Tempel beging und dabei oft das biblische Bild des himmlischen Bräutigams benutzte. Vom himmlischen Bräutigam blieb später nur der Bräutigam übrig - und aus dem kirchlichen wurde ein weltlicher Festtag.


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Liebes-Lotterie

Der Valentinstag hat darüber hinaus auch heidnische Wurzeln. Mitte Februar gedachte man im Alten Rom der Göttin Juno, die als Schützerin von Ehe und Familie galt. Die Frauen bekamen Blumen geschenkt. Ebenfalls im Umkreis des 14. Februar wurde das Fest des Hirtengottes Lupercus gefeiert. In einer „Liebes-Lotterie" fanden dabei junge Frauen und Männer durch Losentscheid zueinander.

Seit dem späten 14. Jahrhundert gilt der Valentinstag in England und Frankreich als „Tag der Verliebten". In Deutschland kamen Valentinsgrüße erst nach dem Zweiten Weltkrieg durch Einflüsse aus den USA in Mode.

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KNA
Artikel von KNA
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