„Spannende Aufgabe“
Korbinian Birnbacher, aus Anger stammender emeritierter Erzabt von St. Peter in Salzburg, wird Schatzmeister der Benediktiner.
Ab September ist Pater Korbinian Birnbacher Ökonom in Sant’Anselmo in Rom. Foto: © privat
Pater Korbinian, Sie wirken ab 1. September in Rom. Was werden Ihre Aufgaben dort sein?
Ich werde Schatzmeister der Benediktinischen Konföderation in Sant’Anselmo in Rom. In dieser Funktion werde ich für unterschiedliche Bereiche zuständig sein. Dazu gehört das Haus – die Küche, die Mietverträge, die wir haben –, aber auch die Hilfsbeiträge aus den einzelnen Klöstern. Wir sind ja kein zentralisierter Orden, sondern eine Konföderation von circa dreihundert selbstständigen Abteien. Diese befinden sich in unterschiedlichen Kulturkreisen und auch in unterschiedlichen ökonomischen Lagen. Wenn wir in die Regel des heiligen Benedikt schauen, ins Kapitel 31, dann wird der Cellerar oder Ökonom allerdings nicht anhand seiner Aufgaben skizziert, sondern er soll wie ein geistlicher Begleiter die wirtschaftlichen Belange begleiten und vor allem darauf achten, dass er selber in Ruhe ist und nicht aufgeregt. Das ist sozusagen der Erfahrungsschatz, den man mitbringen soll.
Warum, denken Sie, wurden Sie für dieses Amt ausgewählt?
Das müssen Sie Abtprimas Jeremias Schröder fragen. Er hat mich gefragt. Ich habe in Rom studiert und bereits sechs Jahre dort gelebt.
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Mit welchen Gefühlen gehen Sie in die Ewige Stadt zurück?
Ich gehe mit einem ganz guten Gefühl. Ich war ja schon vorher in verschiedenen Kommissionen für Sant’Anselmo tätig. Wir haben auch eine Hochschule. Das ist ein sehr kreatives akademisches Klima dort. Das habe ich für mich als eine sehr schöne und spannende Aufgabe entdeckt.
Worauf freuen Sie sich besonders?
Auf die Begegnungen, die vielen Pilgerinnen und Pilger, die hierherkommen, den Austausch mit Mitbrüdern und -schwestern aus der ganzen Welt und auf die Kultur in dieser Stadt.
Worauf freuen Sie sich weniger?
Rom ist wie Salzburg eine touristische Stadt. Die kleinen Wege sind dann manchmal sehr mühsam, weil es einfach sehr viele Touristen gibt.
Was werden Sie aus Ihrer bayerisch-österreichischen Heimat vermissen?
Persönliche Freundschaften und Begegnungen. Diese werden natürlich nicht mehr so häufig in physischer Präsenz gepflegt werden können.



