Gelebte Tradition
Sichtbare Werte unterm Christbaum
In der Holzbildhauerei Kreutz in Gröbenzell bei München entstehen seit 1945 handgeschnitzte Krippenfiguren, mit denen Familien Rituale pflegen und christliche Werte rund um Weihnachten weitergeben.
Michael Jaumann (Foto) führt zusammen mit seiner Frau die Holzbildhauerei Kreutz in Gröbenzell. Foto: © SMB/Witte
Seit 1945 werden in der Holzbildhauerei Kreutz in Gröbenzell bei München religiöse Darstellungen geschnitzt: Madonnen, Heilige – und Krippenfiguren. Michael Jaumann führt zusammen mit seiner Frau den Traditionsbetrieb, die Eltern helfen auch noch mit.
Der gelernte Holzbildhauer beobachtet seit Jahrzehnten die Krippen-Trends. Heutzutage würden zum Beispiel aus Platzgründen kleinere Krippen aufgestellt, mit Figuren, die zwischen 12 und 15 Zentimetern groß sind. Verkaufsschlager seien immer noch die klassischen alpenländischen Krippen, aber auch orientalische Krippen sind beliebt.
In der Weihnachtszeit komme er selbst kaum zum Schnitzen, bedauert Jaumann. Worauf er Wert legt: Alle seine Figuren, die er teils von namhaften Firmen bezieht, sind aus Holz, meist aus Zirbe, Ahorn oder Linde.
[inne]halten - das Magazin 10/2026
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Rund 15.000 Figuren in den Verkaufsräumen
An die 15.000 Figuren hat Jaumann in seinen Verkaufsräumen, in
allen möglichen Stilrichtungen und Größen. Immer beliebter sind dabei
auch Tiere. Neben Ochs und Esel springen und watscheln auch Eichhörnchen
und Gänse durchs Bild. Die Krippentradition sei lebendig: „Drei Viertel
unserer Kunden heute sind unter 40 Jahren. Mit der Gründung einer
Familie wollen sie Werte weitergeben – auch mit einer
Krippendarstellung.“



