Rituale
17.11.2025

Buß- und Bettag – Bedeutung, Geschichte und aktuelle Relevanz

Der Buß- und Bettag lädt zur Besinnung ein. Fragen und Antworten zu einem religiösen Feiertag, der an Aktualität nichts verloren hat.
    

Foto: © AdobeStock - Ben White/Wirestock

Was geschieht am Buß- und Bettag?

Der Buß- und Bettag ist ein evangelischer Feiertag, der zur Besinnung, Umkehr und inneren Einkehr aufruft. Er bietet Gläubigen die Gelegenheit, über ihr Leben nachzudenken, Schuld zu bekennen und einen Neuanfang zu wagen. Traditionell steht dieser Tag im Zeichen von Buße, Gebet und persönlicher Verantwortung – sowohl gegenüber Gott als auch gegenüber Mitmenschen und der Gesellschaft.

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Wann wird der Buß- und Bettag begangen?

Der Buß- und Bettag wird am Mittwoch vor dem letzten Sonntag des Kirchenjahres gefeiert, also elf Tage vor dem ersten Advent. Ursprünglich war dieser Tag ein gesetzlicher Feiertag in ganz Deutschland, wurde jedoch 1995 – mit Ausnahme von Sachsen – abgeschafft, um die Pflegeversicherung zu finanzieren. In Sachsen bleibt er bis heute arbeitsfrei, in Bayern haben die Schüler keinen Unterricht. In anderen Bundesländern wird vor allem durch Gottesdienste, Andachten und Schulprojekte auf ihn aufmerksam gemacht.

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Wie ist der Buß- und Bettag entstanden?

Seinen Ursprung hat der Buß- und Bettag im 16. Jahrhundert. In Zeiten von Krieg, Not oder Seuchen riefen Fürsten und Kirchen die Bevölkerung zu gemeinsamen Buß- und Gebetstagen auf, um göttlichen Beistand zu erbitten. Erst 1878 wurde der Termin einheitlich festgelegt. Heute dient der Tag weniger als kollektiver Hilferuf, sondern vielmehr als Aufruf zur Selbstreflexion in einer schnelllebigen, leistungsorientierten Gesellschaft.

Welche Bedeutung hat der Buß- und Bettag heute?

Auch wenn der Buß- und Bettag kein gesetzlicher Feiertag mehr ist, bliebt doch sein zeitloses Anliegen: Er erinnert an die Verantwortung jedes Einzelnen für sein Handeln und bietet Raum für Stille, Nachdenken und Neuausrichtung. Viele Kirchengemeinden laden an diesem Tag zu besonderen Gottesdiensten, Musikveranstaltungen und Gesprächsrunden ein, um den Gedanken der Umkehr und Hoffnung lebendig zu halten.

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Paul Hasel
Artikel von Paul Hasel
Redakteur, Channel-Management