Neues Buch des bekannten Münchner Pfarrers
Liebe – unser Tor zum Leben
Pfarrer Rainer Schießler vollendet seine Trilogie über die christlichen Tugenden mit einem biblischen Liebesbuch.
Liebe braucht Zeichen. Foto: © AdobeStock/Michael Traitov
Kann ein katholischer Pfarrer ein Buch über die Liebe schreiben? Und wie er das kann! Auch Pfarrer Rainer Schießler ist ein Liebender mit Haut und Haar, das spürt jeder, der ihm persönlich begegnet, ob im Gottesdienst oder bei öffentlichen Auftritten. Auch wenn er kein Heiliger ist und auch nicht sein will, spricht er – mit seinen Worten gesagt – „die Sprache Gottes und (ist wie) jeder liebende Mensch (…) ein Liebesbrief Gottes an diese Welt“.
Dieser Band mit persönlichen Betrachtungen biblischer Texte schließt nahtlos an die „Schießler-Bibel“ und sein Buch „Hoffnung – gerade jetzt!“ an. Der bekannte Münchner Pfarrer outet sich als Fan des Apostels Paulus, für den die Liebe noch größer als Glaube und Hoffnung ist (vgl. 1 Kor 13,13), sodass er selbst diese Neuerscheinung als „Abschluss und Höhepunkt“ bezeichnet. Der Leser erhält eine Deutung von über 80 biblischen Texten. Überraschend ist die Gliederung, der Schießler folgt, indem er sich an die fünf Sprachen der Liebe des amerikanischen Pastors und Paartherapeuten Gary Chapman anschließt.
Liebe in Taten
Zeit ist die teuerste Währung der Liebe. Kein Wunder, dass es im ersten Kapitel um gemeinsame Glaubenserfahrungen geht, die den Nährboden der Liebe bilden: Essen und Trinken, Feste und Feiern, Freude und Gemeinschaft.
Zur Liebe gehört Intimität, zum Beispiel in der körperlichen Zuwendung. Sie geschieht vor allem in den Heilungen und Wundern, die sich aber nur in Freiheit, Offenheit und dem Vertrauen, sich berühren zu lesen, ereignen können.
Die Perspektive weitet sich, wenn Schießler im dritten Kapitel unter der Überschrift „Hilfsbereitschaft“ Empathie, Mitgefühl, Solidarität und Zuneigung hervorhebt. Liebe ist eben viel mehr als ein Gefühl – sie ereignet sich in Taten.
Liebe in Worten
Das Werkzeug der Liebe ist die Sprache. Egal, ob mit Worten oder Gesten, ob in der Sexualität oder kreativen Ausdrucksformen – Worte sind unendlich wertvoll, wenn wir lieben. Das Christentum als Buchreligion umfasst einen Schatz menschlicher Texte, durch die Gott zu uns spricht und uns liebt – etwa im Gebet (beispielsweise dem Vaterunser) oder in Weltliteratur wie dem Hohelied der Liebe (1 Kor 13).
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Liebe in Zeichen
Liebe braucht Zeichen. Bereits kleine Geschenke erhalten Freundschaften, Partnerschaften und alle Formen zwischenmenschlicher Zuneigung. Das größte Liebesgeschenk Gottes an uns ist die Auferstehung – der Grund unseres Glaubens und unserer Hoffnung.
Schießlers jüngstes Werk ist geistliches Lesebuch und Lebenshilfe. Mit klarer Sprache und großem Einfühlungsvermögen spricht er Leser aller Altersgruppen an. Wer das Buch gelesen hat, wird es als unbezahlbaren Schatz für immer bewahren, da man nie weiß, wann es wieder Halt geben und Trost spenden wird.
Thomas Gottfried



