Achtsamkeit
01.12.2025

Achtsam durch die Adventszeit

Hier kommen drei einfache Tipps, wie Sie die Wochen bis Weihnachten entschleunigen können.
    

Foto: © AdobeStock - sonyachny

Der Advent 2025 ist da – und viele von uns sind schon mittendrin im typischen Vorweihnachtsprogramm: Weihnachtsfeiern, Geschenke besorgen, Plätzchen backen. Jedes Jahr dasselbe – und oft mit viel Hektik verbunden.

Doch es geht auch anders: mit mehr Achtsamkeit, Gelassenheit und bewusstem Planen. Hier kommen drei einfache Tipps, wie Sie die Wochen bis Weihnachten entschleunigen können.

1. Die Adventszeit bewusst planen –
aber ohne Stress

Eine durchdachte Planung kann helfen, dem Vorweihnachtsstress zu entgehen – aber bitte ohne Perfektionsdruck und To-do-Listen-Marathon.

So gelingt’s:

  • Nehmen Sie sich 5 Minuten Zeit in Ruhe.
  • Fragen Sie sich: Was ist mir dieses Jahr wirklich wichtig?
  • Schreiben Sie 2–3 Dinge auf, die Sie bewusst tun möchten – und genauso: Was Sie weglassen wollen.

Vielleicht ersetzt ein Adventsspaziergang gleich drei Weihnachtsfeiern. Das funktioniert wie ein kleiner Fahrplan, der den Stress reduziert und Raum für das Wesentliche schafft.

Weniger „Ich muss“, mehr „Ich will“ – und unbedingt freie Abende einplanen. Ein Abend ohne Termine kann Wunder wirken.

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2. Bewusst konsumieren:
Schenken mit Sinn statt mit Stress

Weihnachten ist oft die Zeit der vollen Einkaufswagen – aber bewusster Konsum macht glücklicher als spontanes „Ich brauche noch schnell irgendwas“.

Diese Fragen helfen vor jedem Kauf:

  • Macht das wirklich jemanden glücklich?
  • Oder füllt es nur eine Lücke?
  • Kann ich ein Budget pro Geschenk festlegen?
  • Geht auch etwas Selbstgemachtes? Oft sogar viel persönlicher als ein teures Produkt.

Bewusster Konsum bedeutet nicht Verzicht, sondern mit Herz schenken – statt Verlegenheitsgeschenke zu kaufen.

Nicht mehr schenken – sondern sinnvoller.


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3. Innere Achtsamkeit: Wie Sie Ruhe
im Advent finden

In Oberbayern nennt man den Advent gern die „staade Zeit“ – und das kann gelingen, auch heute noch. Der Einstieg ist überraschend einfach:

Der tägliche „Stopp-Moment“

  • Legen Sie einmal am Tag eine Minute Pause ein.
  • Handy weg, Augen schließen.
  • Dreimal tief atmen.
  • Wer will, spricht einen Satz wie:
    „Ich bin hier – und das reicht gerade.“

Dieser kurze Moment signalisiert dem Kopf: Jetzt darf es ruhig werden.

Achtsamkeit in Gemeinschaft

Nicht jeder muss dabei allein sein. Viele Pfarreien bieten im Advent besondere Angebote an:

  • Rorate-Gottesdienste im Kerzenschein
  • Gemeinsame Gebetszeiten
  • Atem- oder Meditationseinheiten

Das hilft, sich auf das zu konzentrieren, worum es im Advent eigentlich geht: die Vorbereitung auf das Ankommen des Christkindes in der Heiligen Nacht.

Fazit: den Advent achtsam erleben

Bewusst planen, mit Sinn schenken und zwischendurch durchatmen – so wird die Adventszeit vielleicht doch wieder ein bisschen zur staaden Zeit.

Und das ist vielleicht das schönste Geschenk, das wir uns selbst und unseren Lieben machen können.

Paul Hasel
Artikel von Paul Hasel
Redakteur, Channel-Management