Die Vergangenheit kennt kein Ende

Kriminalroman
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Buchprofile - Rezension
Vergangenheitsbewältigung in den 50er Jahren.
Im Mai 1956 siedelt der Autor die Geschichte eines ehemaligen Naziverbrechers an, der in der Nähe vom Chiemsee untergetaucht ist und ein luxuriöses Leben als reicher Viehhändler führt. Auf dessen Spur führen mehrere Morde, die sich fast zeitgleich in Frankfurt und bei Traunstein ereignen. Der Journalist Holger Seiffert aus Frankfurt trifft dort auf die Geschichte des SS-Manns und dessen Verbrechen. Er reist in den Chiemgau, um dem nachzugehen, und erwartet für sich einen großen journalistischen Erfolg. Kommissar Mehringer untersucht derweil die bayerischen Morde. Ein Verdächtiger erschießt sich und für die Polizei ist der Fall erledigt. Nicht jedoch für Mehringer, der nun zusammen mit Seiffert privat weiterermittelt. Wie nicht anders zu erwarten, tauchen die ersten Schwierigkeiten bei der Konfrontation mit dem NS-Mörder auf. Seiffert verschwindet; das Morden geht weiter. Fortgang und Ausgang der Geschichte überraschen, haben mit dem üblichen, erwartbaren Krimigeschehen (der Täter wird überführt, verhaftet, verurteilt) so gar nichts zu tun. Der Leser möge sich überraschen lassen. Allen Büchereien sehr empfohlen.
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Artikelbeschreibung

Mai 1956
Brandgeruch hängt über einem armseligen Bauernhof. Bauer und Bäuerin sind tot, wurden brutal ermordet. Ein Raubüberfall scheidet aus, da ist sich Kommissar Manfred Mehringer sicher. Dennoch nehmen seine Kollegen umherziehende »Zigeuner« fest.
Eine Frau aus der Sippe liest in Mehringers Hand.
»Sie sind ein guter Mensch. Aber Sie werden bald eine schwere Prüfung erleben.«
»Eine Krankheit?«
Sie schüttelte kaum merkbar den Kopf.

In Frankfurt stößt währenddessen der Journalist Holger Seiffert auf die Spur eines ehemaligen SS-Offiziers und Kriegsverbrechers, der im Schatten der Chiemgauer Berge untergetaucht sein soll. Je näher der Kommissar und der Journalist diesem Mann kommen, desto gefährlicher wird es für sie. Denn ihr Gegenspieler wartet nicht ab.

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Personeninformation

1951 in Traunstein geboren und aufgewachsen auf einem Einödhof, studierte Wolfgang Schweiger einige Semester Sozialpädagogik in München, wo er neben seiner Liebe zum Kino auch die Inspiration fürs Schreiben fand. 1984 erschien mit "Durch die Nacht" sein erster Kriminalroman, dem bis heute rund zwanzig weitere bei Heyne, Haffmans und Pendragon folgten. Daneben schrieb er Drehbücher für TV-Serien wie "Der Fahnder" oder "SOKO 5113" und verfasste das Sachbuch "Der Polizeifilm". Orson Welles' Zitat, dass eine Geschichte mit Happy-End keine zu Ende gedachte Geschichte sei, hat er geradezu verinnerlicht. Seit langem auch als Kulturberichterstatter im südostbayerischen Raum unterwegs, lebt Wolfgang Schweiger in Traunstein.

Pressestimmen

"Sozusagen ein 'Nachkriegskrimi', der 1956 im Chiemgau und anderswo spielt und der kritisch und bissig, gleichermaßen atmosphärisch und politisch, und letztendlich ziemlich düster gestimmt, jene Wirtschaftswunderjahre vor den Aufbrüchen der 68er Zeit ausleuchtet, die vielerorts und für viele Menschen eben doch nicht so wunderbar waren." (Robert Schekulin, HAMMETT-Krimibuchandlung)
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