Land

Roman | Wortmächtiger Roman über Heimat, Verwurzelung und Familie | Von der Autorin von »Judith und Hamnet«
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Buchprofile - Rezension
Meisterhaft geschriebener Roman über das Leben einer irischen Familie im 19. Jh.
Irland in der 2. Hälfte des 19. Jh. Die Bevölkerung erholt sich nur mühsam von der gravierenden Hungersnot. Der Landvermesser Tomás arbeitet für die englischen Besatzer und erkennt, wie sehr dieses Land und dessen Bevölkerung mit ihren jahrtausendealten Traditionen von den Engländern, aber auch den Großgrundbesitzern missbraucht wurde. Er beschließt, mit seiner Familie hierher zu ziehen. Er, seine Frau Phina und deren vier Kinder bauen sich ein neues Leben auf. Doch dieses gerät bald aus den Fugen: Sohn Liam wird gegen den Willen des Vaters Jesuit und wird nach Südostasien versetzt. Seine älteste Tochter Edna, eine begnadete Geigerin, emigriert nach Kanada. Die jüngere Tochter Rose führt nach dem plötzlichen Tod Phinas den Haushalt und kümmert sich auch um den jüngsten Sohn Eugene, der stumm ist. Als Tomás nach einem Arbeitsunfall stirbt, bleiben Rose und Eugene übrig. Doch als dieser seine Schwester vor der Vergewaltigung durch den Sohn ihres Landlords beschützt und diesen tötet, müssen beide fliehen. Sie emigrieren ebenfalls nach Quebec, doch Eugene springt von Bord und schwimmt an Land zurück. Rose trifft in Quebec ihre Schwester Edna, und beide beginnen dort ein neues Leben. Der älteste Sohn Liam merkt schließlich, dass der Priesterberuf eine falsche Entscheidung war und kehrt in seine Heimat zurück. Doch sein Bruder erkennt ihn nicht und verbirgt sich vor ihm. – Ein wirklich großer Roman, der nicht nur die Geschichte einer irischen Familie im 19. Jh. erzählt, sondern auch die mythische und mystische Vorgeschichte Irlands und die Suche der von Unterdrückung und Hungersnöten ausgebeuteten Bevölkerung nach ihrer wahren Identitä beschreibt t. O'Farrels Stil fasziniert ab der ersten Seite, ihre Geschichte zieht den Leser sofort unweigerlich in ihren Bann, die Handlung und die Personen werden einem noch lange im Gedächtnis bleiben, sodass man es fast bedauert, wenn dieser Roman nach gut 570 Seiten zu Ende gelesen ist. Für alle Bestände sehr zu empfehlen.
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Artikelbeschreibung

»Ihr werdet nie verstehen, wie das Land erinnert, wie tief die Wurzeln reichen.«

Auf einer windgepeitschten Halbinsel, die sich weit in den Atlantik erstreckt, arbeiten Tomás und sein Sohn Liam für den Ordnance Survey, der ganz Irland kartieren soll. Wir schreiben das Jahr 1865, und das Land ist gezeichnet von der Großen Hungersnot, die ihre Heimat verwüstet und entvölkert hat. An einem regnerischen Herbsttag verlieren sich Sohn und Vater in einem kleinen Hain. Als Tomás zurückkehrt, meint er, seine Berufung gefunden zu haben: Die Karten, die er anfertigt, sollen zum Zeugnis der Katastrophe werden und damit jenen dienen, die das irische Erbe erhalten wollen. Besessen von seiner Idee, krempelt Tomás das Leben seiner Familie um - die mit ihm fortan auf diesem alten, ewigen Land leben wird.

Eine irische Familie, deren Kinder sich verlieren und finden. Ein Land voller verborgener Schätze und einander überlagernder Leben. Ein uralter Hain und die Geister, die darin wohnen. Maggie O'Farrell gelingt das Kunststück, all das zu einem tief bewegenden Roman zu verweben. Sie erzählt davon, wie weder das Land noch die Geschichte je wirklich still halten: Nichts verschwindet, nichts vergeht.

»Eine herzzerreißende Geschichte über Resilienz und Liebe. 'Land' ist ganz einfach der beste Roman, den ich seit Jahren gelesen habe.« Louise Kennedy

»'Land' kommt einem so nahe, wie es ein Roman nur tun kann. Am besten erlebt man ihn, indem man kopfüber hineinspringt.« Yael van der Wouden

»Der Sog dieser Familiengeschichte setzt 1865 im Westen von Irland ein - und reißt die Leserinnen und Leser innerhalb weniger Seiten mit. 'Land' ist O'Farrells bisher tiefgreifendstes, ambitioniertestes Werk.« The Times

»O'Farrell zeichnet ein erschütterndes und zugleich zärtliches Porträt der irischen Geschichte. Ein überwältigendes, umwerfendes Epos.« Publishers Weekly

»Einmal mehr hat O'Farrell einen Roman geschaffen, der familiäre Spannungen, Zerreißproben und Verluste mit großer emotionaler Intensität und einem feinen Gespür für das Zusammenspiel von Familie und Geschichte einfängt.« Financial Times

»Tief verwurzelt in der irischen Geschichte und Folklore - lebendig und voller Wunder.« Kirkus Reviews

»Ein fesselndes Epos, das O'Farrells Ruf als herausragende Stilistin festigt.« Booklist

»Ein mitreißendes, visionäres Erzählen, das die bekannte Welt mit den nebligen Sphären keltischer Legenden verbindet - zusammengehalten durch die magnetische Kraft von O'Farrells Figuren.« The Wall Street Journal

»Weit und zugleich ganz nah: Dieses wunderschöne Buch hat mich vollkommen verschlungen. Ich werde seine Figuren schmerzlich vermissen.« Charlotte McConaghy

»Maggie O'Farrell ist ein Wunder - in jeder Hinsicht.« Ann Patchett

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Personeninformation

Maggie O'Farrell, 1972 im nordirischen Coleraine geboren, zählt zu den wichtigsten irisch-britischen Autorinnen ihrer Generation. Nach Auszeichnungen mit dem Somerset Maugham Award und dem Costa Book Award gewann ihr hochgelobter Roman »Judith und Hamnet« den Women's Prize for Fiction 2020, den National Book Critics Circle Award 2020 sowie den British Book Award 2021 für den besten Roman. Die Kinoverfilmung »Hamnet« (Drehbuch Chloé Zhao und Maggie O'Farrell) wurde 2026 mit zwei Golden Globes und einem Oscar für die beste Hauptdarstellerin geehrt. Auch »Porträt einer Ehe« stand 2023 auf der Shortlist für den Women's Prize for Fiction und war ein Sunday-Times-Bestseller.

Nikolaus Hansen, geboren 1951 in Hamburg, war viele Jahre Verleger von Rogner & Bernhard, Rowohlt, marebuchverlag und Arche/Atrium. Er ist Autor, Mitbegründer des Harbour Front Literaturfestivals in Hamburg und Übersetzer, u._a. von Joseph Conrad, Edward St Aubyn, Willy Vlautin, Kamila Shamsie, Lionel Shriver und Robbie Arnott.

Kathrin Razum, geboren 1964, studierte Anglistik und Geschichte in Heidelberg und Baton Rouge, Louisiana. Sie arbeitet seit 1993 als Übersetzerin, zu den von ihr übersetzten AutorInnen gehören Susan Sontag, Edna O'Brien, V.S. Naipaul, Hilary Mantel, Rebecca Solnit, Dorothy Baker, T.C. Boyle und Barry Unsworth. Sie lebt in Heidelberg.

Pressestimmen

»Maggie O'Farrell schreibt in ihrer eigenen Klasse, emotional und komplex, wie nur sie es kann.« Katja Eßbach NDR Kultur - Neue Bücher 20260601

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