Die Riesinnen

Roman - »Wüst, wild, bewegend und voller Poesie.« DORIS KNECHT
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Buchprofile - Rezension
Die Lebensgeschichten dreier Frauen in einem kleinen Dorf im Schwarzwald.
Im kleinen Weiler Wittenmoos im Schwarzwald lebt in den 60er Jahren die junge Liese Riessberger. Groß, spindeldürr und rothaarig ist sie den Dorfeinwohnern suspekt. Als Gattin eines Metzgers lebt sie mehr recht als schlecht. Ihr Glück aber findet sie erst, als ihre Tochter Cora geboren wird. Als Lieses Mann stirbt, offenbart sie ihre wahre Stärke und führt die Metzgerei erfolgreich allein und zieht ihre Tochter ohne Mann groß. Cora, ebenso dünn, groß und rotgelockt wie ihre Mutter, ist eine aufmüpfige junge Frau, rigoros und freiheitsliebend, die sich nicht so recht ins Dorfleben einfügen kann. Nach dem Abitur geht sie ins Ausland. Doch als sie schwanger wird, kehrt sie nach Wittenmoos zurück. Hier zieht sie gemeinsam mit ihrer Mutter Liese die kleine Eva groß und gründet mit viel Erfolg ein Restaurant. Eva gleicht äußerlich Mutter und Großmutter, ist aber vom Wesen her ganz anders als ihre Mutter: kommunikativ, beliebt. Auch sie zieht zum Studieren fort, doch sie kehrt zurück und erkennt, dass Wittenmoos und der Wald ihr eigentlicher Lebensinhalt sind und wird Forstwirtschaftlerin. – Anhand der Geschichte der drei Frauen erzählt die Autorin nicht nur die Biografie ihrer drei Heldinnen, sondern reflektiert auch 60 Jahre deutscher Nachkriegsgeschichte. Faszinierend an dem Buch ist neben der Handlung, die den Leser oder die Leserin schon nach wenigen Zeilen in ihren Bann zieht und 410 Seiten lang nicht mehr loslässt, ihr wunderbarer Stil: Häffner schreibt in einer wunderbaren Sprache, mal poetisch, mal dokumentarisch, mal ergreifend, dann wieder desillusionierend, mit viel Empathie und kreiert immer wieder einzigartige Bilder. Allen Büchereien sehr zu empfehlen!
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Sie ist groß, dünn und rothaarig, drei äußerliche Attribute, die Liese in ihrem Schwarzwalddorf unweigerlich zur Außenseiterin machen. Und wer in den 1960er Jahren erst einmal optisch nicht der Norm entsprach, der hatte es schwer dazuzugehören. Ihre Ehe mit einem Metzger ist lieblos und erst nach der Geburt ihrer Tochter Cora, weiß Liese wie sich Liebe anfühlt. In einer wundervollen Sprache erzählt Hannah Häffner vom Leben dreier Frauen im kleinen Weiler Wittenmoos, von Vorurteilen und Demütigungen, aber vor allem von Heimatverbundenheit, Liebe und Zusammenhalt von Mutter, Tochter und Enkelin. Ein herzerwärmender und poetischer Roman, der auch viel vom Leben in der noch jungen Bundesrepublik erzählt.

Susanne Steufmehl, Medienberaterin Belletristik und Sachbuch
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Regina Heinritz empfiehlt:

Dieser Heimatroman definiert den Begriff „Heimat” neu: als Ort der Wurzeln, aber auch der Enge. Ein sprachliches Meisterwerk und ein grenzenloses Lesevergnügen!

Regina Heinritz, Themen- und Projektmanagement

Artikelbeschreibung

»'Die Riesinnen' saugen einen auf der ersten Seite ein, und am Ende dieses Drei-Generationen-Porträts großer Frauen wird man atemlos ausgespuckt. Wüst, wild, bewegend und voller Poesie.« DORIS KNECHT

»Mager ist sie, wie ein Kleiderhaken, zurechtgebogen zu Menschenform. Dünn und stark und langgestreckt: Keine ist größer als sie, im Dorf nicht, und auch nicht im nächsten. Dazu die Kupferwollehaare, die wütend nach dem Himmel greifen. Wer sie sieht, weiß, wer sie ist, man weiß es sofort, und sie hasst es, hasst es, hasst es. Vielleicht hätte sie es, an einem anderen Ort, zu einer anderen Zeit, auch lieben können, aber das geht nicht, nicht hier.«

Wittenmoos, ein kleines Dorf im Schwarzwald, ist die Heimat dreier Frauen. Groß und dünn überragen sie alle anderen und wollen so gar nicht in die Dorfgemeinschaft passen. Und doch sind sie hier verwurzelt und müssen ihren eigenen Weg in den engen Grenzen des Dorfes finden. Liese, die still und unerbittlich die Metzgerei führt. Cora, ihre Tochter, die Wütende, die ausbrechen wird und lernen muss, dass Heimkehr keine Niederlage ist. Und Eva, Coras Tochter, die den Wald so sehr liebt und sich dessen erst bewusst werden muss.

In dunkler, satter, aber auch zarter Poesie erzählt Hannah Häffner mit stilistischer Präzision, feinem Humor und einer subtilen Beobachtungsgabe die Geschichte dreier Frauen, die sich von den 60-er Jahren bis in unsere Zeit spannt. Ein lange nachhallender Roman über die Sehnsucht nach Freiheit und Wurzeln, über Mütter und Töchter und über die Kraft der Natur.

»Hier schreibt zweifellos jemand, der Sprache liebt, auch ihre regionale Färbung.« Amonte Schröder-Jürss, ZEIT-Online

»Der zauberhafte Roman 'Die Riesinnen' von Hannah Häffner wird für Furore sorgen.« Peer Teuwsen, Neue Zürcher Zeitung

»Neue deutsche Heimatliteratur auf den Spuren Dörte Hansens.« Denis Scheck

"Dieser Roman ist wie ein stiller Moment auf einer Waldlichtung. Einatmen, ausatmen und alles, wirklich alles um sich herum vergessen." Mike Altwicker, WDR-Buchtipp

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Personeninformation

Hannah Häffner wurde 1985 in Heidelberg geboren. Nach ihrem Studium der Politikwissenschaften begann sie, als Werbetexterin zu arbeiten und sich parallel dazu verstärkt dem Schreiben zu widmen. Heute lebt sie mit ihrer Familie als freie Texterin und Schriftstellerin in der Nähe von Stuttgart.

Pressestimmen

»Hier schreibt zweifellos jemand, der Sprache liebt, auch ihre regionale Färbung.« Amonte Schröder-Jürss / DIE ZEIT
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