Ich trage euch in meinem Herzen

Meine Antworten auf die Fragen der Armen dieser Welt. Offen und nahbar wie nie zuvor: Das persönlichste Buch des Papstes!
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Buchprofile - Rezension
Die Armen und die einfachen Leute durften dem Papst ihre Fragen stellen und haben Antworten erhalten.
Der Untertitel "Meine Antworten auf die Fragen der Armen dieser Welt" gibt mehr oder minder den Inhalt wieder: Drei Personen der Association Lazare, die seit 2006 solidarische Wohngemeinschaften zwischen jungen Berufstätigen und Obdachlosen schafft, haben Fragen bei unterschiedlichen Personen aus unterschiedlichen Zusammenhängen und Ländern gesammelt und diese, teilweise mit den Fragestellern persönlich, dem Papst gestellt. Der Leser findet Fragen, die man dem Papst gern selbst einmal stellen würde, ungeschönt, ehrlich, sowohl praktisch als auch kirchenkritisch - Stimmen aus der Mitte des einfachen Volkes: Wohin geht eigentlich das Geld des Vatikans? Warum sind sie in Weiß gekleidet? Wie soll man mit der Armut umgehen? Worauf können wir hoffen? Was ist Glück? Die Fragen der Personen - oft nur mit Vornamen und Herkunftsgebiet genannt - wurden von den Herausgebern thematisch sortiert und nach sieben Themenblöcken gegliedert: von "Der Papst ist ein ganz normaler Mensch" bis "Niemand ist zufällig geboren". Das Buch ist kein theologisches Fachbuch, es überzeugt durch die Vielfalt der gestellten Fragen und die ehrlichen Antworten, vier Seiten Farbbilder geben etwas von der Gesprächsatmosphäre wieder. Das Buch kann man "an einem Stück" lesen, in die Kapitel aufteilen, aber auch in Auszügen/oder auch einfach nur "stöbern". Es ist sehr gut geeignet, etwas von der Persönlichkeit und dem Denken des Papstes zu erfahren, und eignet sich sowohl für "Kirchgänger" als auch "Kirchenferne" - ohne Altersempfehlung. Lohnenswert auch für die Firmvorbereitung!
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Dr. Thomas Steinherr empfiehlt:

„Spricht Gott zu Ihnen? Und wenn ja, was sagt er?“ So direkt würden wohl die wenigsten den Papst zu fragen wagen, die Armen aus aller Welt, die durch Vermittlung der französischen Obdachlosen-Hilfsorganisation „Association Lazare“ die Möglichkeit zum Gespräch mit dem Heiligen Vater hatten, stellten aber in großer Offenheit all die Fragen, die sie auf dem Herzen haben. Papst Franziskus antwortete auch in derselben offenen und spontanen Weise, und da diese Gespräche nun zu einem Buch zusammengefasst wurden, können wir alle diese sehr authentischen Interviews mit Interesse und Gewinn nachlesen. Die Fragen sind so unterschiedlich wie die Fragesteller/innen: Fahren Sie noch selbst Auto? Ist es schwer, die Kirche zu leiten? Spüren Sie die Gegenwart Christi täglich? Und die spontanen, nicht nachträglich korrigierten Antworten von Papst Franziskus sind oft überraschend, etwa wenn er darauf aufmerksam macht, dass Einsamkeit im Grunde eine größere Not ist als Armut, oder wenn er sagt, auf Gott wütend zu sein sei keine Sünde, sondern eine Art des Gebets.
Manchmal sind die Antworten des Papstes auch irritierend in ihrer Direktheit, etwa auf die Frage „Warum lässt Gott mich obdachlos?“ die Gegenfrage „Und warum lassen Sie Gott obdachlos? Gott braucht den Raum Ihres Herzens“. Aber Papst Franziskus möchte den Fragenden so vermitteln, dass Gott kein „paternalistisches“ Verhältnis zu uns Menschen hat, und dass in Jesus Gott selbst „all unser Leid durchlebt“ hat. Für manche mag es stellenweise vielleicht etwas enttäuschend sein, z.B. auf die Frage „Wie wird die Kirche in 20 oder 50 Jahren aussehen?“ die ehrliche Antwort des Papstes zu lesen: „Das weiß ich nicht.“ Die große Stärke dieses Buches ist es jedoch gerade, ganz neue und ungewohnte Perspektiven zu vermitteln, die Sichtweisen der einfachen und armen Menschen aus aller Welt wahrzunehmen und in das Gesamtbild von Kirche und Religion einzufügen, von dem her wir dann auch uns selbst neu hinterfragen können. Ein Buch, das nachdenklich macht.


Dr. Thomas Steinherr, Lektorat Buchprofile

Artikelbeschreibung

"Es ist an der Zeit, dass die Armen wieder zu Wort kommen"Arme Menschen aus aller Welt, Gläubige wie Nicht-Gläubige, konnten Papst Franziskus alles fragen, was sie schon immer wissen wollten. Die Fragen wurden von der Association Lazare gesammelt. Ein Teil der Fragesteller wurde zu einem Gespräch mit Papst Franziskus in den Vatikan eingeladen. Die Bandbreite der Gesprächsthemen war groß: Fragen zu seinem Leben und seiner Berufung, zum Glauben, zum Zustand der Welt und der katholischen Kirche wurden alle von Papst Franziskus offen und auf Augenhöhe beantwortet.Warum gibt es Armut und Ungerechtigkeit?Wie sieht der Alltag des Papstes aus? Welche Zukunft hat die Kirche?Worauf können wir hoffen?Fragen zu Gott, der Welt und dem Leben von Papst FranziskusViele der Fragen, die dem Oberhaupt der katholischen Kirche gestellt wurden, betreffen ihn privat. Gab es einen Moment, in dem er an seinem Glauben zweifelte? Hatte er jemals eine Freundin? Manche kreisen um den Alltag und die Glaubenspraxis der Fragesteller. Wie kann ich meinen Glauben leben in einem Land, in dem Christen verfolgt werden? Warum lässt Gott zu, dass ich obdachlos bin?Und wieder andere sprechen kirchenkritische Themen an. Warum ist die Kirche nicht mehr an der Seite der Schwachen, so wie Jesus es wollte? Sollten Priester nicht in Armut leben? Wie reich ist die Kirche und was macht der Vatikan mit seinem Geld?Mit seinem bisher persönlichsten Buch gibt Papst Franziskus den Armen wieder eine Stimme und beantwortet die Fragen, die die Menschen bewegen!

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Personeninformation

Papst Franziskus, bürgerlich Jorge Mario Bergoglio, geb. 1936, ist seit dem 13. März 2013 das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Der argentinische Jesuit ist Sohn einer siebenköpfigen Familie italienischer Auswanderer und war von 1973 bis 1979 Provinzial der argentinischen Jesuiten. Von 1998 bis 2013 war Erzbischof von Buenos Aires, er wurde 2001 zum Kardinal ernannt. Die Association Lazare schafft seit 2006 solidarische Wohngemeinschaften zwischen jungen Berufstätigen und Obdachlosen. Mittlerweile leben mehr als 200 Menschen in den Wohnungen in Frankreich, Belgien und Spanien.
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