Eine Frage des Formats

Roman | Die Geschichte ihres berühmtesten Porträts zum 100. Geburtstag von Queen Elizabeth II
24,00 €
(inkl. MwSt.)
Versandkostenfrei in DE
Sofort lieferbar
Buchprofile - Rezension
Zwei Berühmtheiten treffen aufeinander: der britische Maler Lucian Freud porträtiert Queen Elisabeth II.
Dieser amüsante Roman basiert auf wahren Begebenheiten. Tatsächlich fertigte Lucian Freud, „Enfant terrible“ der britischen Kunstszene, im Jahr 2001 ein Porträt der damals amtierenden Königin von England an. Die Autorin Lea Singer hat die historischen Hintergründe akribisch recherchiert und dann literarisch verarbeitet. Es ist spannend zu lesen, wie die beiden exzentrischen und doch sehr unterschiedlichen Charaktere aufeinandertreffen. Dabei ist es ganz egal, was davon wahr ist und was frei erfunden – die Figuren sind so glaubhaft und einfühlsam dargestellt, dass sie für den Rezipienten real werden. Sowohl die Königin als auch der Künstler, die beide unter enormen Druck der Öffentlichkeit stehen, werden jenseits ihrer Rollen gezeigt: als Menschen mit Emotionen, nahbar und verletzlich. Auch die Assistenten der beiden Hauptfiguren bekommen Raum in der Geschichte, was dem Ganzen noch mehr Tiefe verleiht. Es macht Spaß, die Entstehung des Porträts und die Annäherung der beiden besonderen Persönlichkeiten zu verfolgen. Leider sind die zahlreichen Gemälde, die im Laufe der Geschichte erwähnt werden, im Buch nicht abgebildet. Wenn man also wissen möchte, wovon die Figuren gerade sprechen, ist man darauf angewiesen, die Werke parallel im Internet zu recherchieren, was den Lesefluss etwas stört. – Für England-Fans, Kunstliebhaber und Freunde von psychologischen Studien ist dieser Roman trotzdem sehr zu empfehlen.
Weiterlesen
Susanne Steufmehl empfiehlt:

Zur Jahrtausendwende war Lucian Freud, Enkel des Psychoanalytikers, der berühmteste Maler Großbritanniens. Ein 80-jähriger Exzentriker mit hohem Frauenverschleiß und mindestens 14, meist unehelichen Kindern, dessen Werk von etlichen Skandalen begleitet wurde. Ein begnadeter Künstler und Schöpfer weltberühmter Porträts, die allerdings längst nicht jedem gefallen. Eben dieser Lucian Freud bat darum, die bedeutendste Britin ihrer Zeit malen zu dürfen. Und Queen Elizabeth sagte zu, nur selten lehnte sie Anfragen bedeutender Künstler ab und wurde mehr als 60-mal gemalt. Die Bilder hängen in der Royal Collection und werden nur hin und wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Zwischen Mai 2000 und Dezember 2001 gewährte Elizabeth Lucian ungefähr zehnmal die Ehre, Modell zu sitzen. Fotografisch dokumentiert wurden diese Sitzungen von Freuds Intimus David Dawson.

Die Münchner Autorin Lea Singer ist bekannt für ihre herausragenden biografischen Romane und so besticht auch dieses Buch durch sorgfältige Recherche und grandios erdachten Dialogen zwischen den beiden Berühmtheiten.

Die Queen hat nach Dianas Tod massive Imageprobleme, eine Tatsache, die den Maler herzlich wenig interessiert. Ihm ist daran gelegen, die Königin „nackt“ zu sehen, nicht im wörtlichen Sinne, sondern um hinter ihre professionell verschlossene Fassade zu blicken. Daher geizt er nicht mit provokanten Fragen, um sie aus der Reserve zu locken. Elizabeth ihrerseits kann hervorragend kontern.

Mehr darf man über dieses feinsinnig formulierte und geistreich unterhaltende Buch nicht verraten.

Susanne Steufmehl, Medienberaterin Belletristik und Sachbuch

Artikelbeschreibung

Die Entstehungsgeschichte ihres ungewöhnlichsten Bildes: Als Lucian Freud, Enkel Sigmund Freuds, die Queen bittet, ihr Porträt malen zu dürfen, ist er fast 80 Jahre alt und in einer persönlichen Krise. Queen Elizabeth II hat nach dem Unfalltod von Lady Di ein massives Imageproblem. Obwohl Freud als unberechenbar gilt, willigt sie ein und sitzt ihm von Mai 2000 bis Dezember 2001 in monatlichen mehrstündigen Sitzungen Modell. Der Roman erzählt, was hinter verschlossenen Türen geschah. Die Begegnung von zwei der prominentesten Briten wird zur Exkursion in sorgsam gehütete Geheimnisse. Und zum Abenteuer einer radikal neuen Erfahrung und Selbsterfahrung. Ein faszinierender Beziehungsroman, profund recherchiert und subtil imaginiert.

»Singer schreibt für leidenschaftliche Leser.« Elke Heidenreich

Produktsicherheit

Hersteller: Piper Verlag GmbH
Anschrift: Georgenstraße 4
DE-80799 München
Kontakt: info@piper.de

Personeninformation

Lea Singer, geboren 1960 in München, studierte Kunstgeschichte, Gesang, Musik- und Literaturwissenschaft. Mit ihren Romanen über über historische Persönlichkeiten ist die promovierte Kunsthistorikerin ebenso erfolgreich wie mit ihren Sachbüchern, überwiegend Künstlerbiografien. Sie lebt in München und wurde mit dem Hannelore-Greve-Literaturpreis, dem Schwabinger Kunstpreis und dem Bodensee-Literaturpreis ausgezeichnet. Zuletzt erschienen »Die Heilige des Trinkers« (Kampa 2023), ein Roman über Manga Bell, die wichtigste Frau im Leben von Joseph Roth, und »Anatomie der Wolken«.

Pressestimmen

»Eine ebenso witzig-melancholische wie kluge Geschichte.« Rose-Maria Gropp Frankfurter Allgemeine Zeitung 20260512
Mehr von Singer, Lea

Bewertungen

Die Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung nicht auf ihre Echtheit überprüft. Sie können daher auch von Verbrauchern stammen, die die bewerteten Produkte tatsächlich gar nicht erworben/genutzt haben.