Demokratie braucht Religion - gerade jetzt!

Mit einem Vorwort von Gregor Gysi und Charles Taylor - Der erfolgreiche SPIEGEL-Bestseller in überarbeiteter und erweiterter Neuausgabe
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Buchprofile - Rezension
Basierend auf einem Vortrag beim Würzburger Diözesanempfang 2022 aktualisiert der Soziologe Hartmut Rosa seine damaligen Ausführungen im Hinblick auf die gegenwärtigen schwierigen politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und religi
Seit Langem bedingen die globalen wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse einen permanenten Fortschritt, der die Menschen in der heutigen Zeit einem dauernden Konkurrenzkampf unterwirft und mit den Jahren in einen Aggressionsmodus versetzt, den der Soziologe Rosa mit dem Begriff des rasenden Stillstandes bezeichnet. „Höher, schneller, weiter“ ist kein Modus, in dem Demokratie funktioniert. Menschen in einer Demokratie benötigen ein „hörendes Herz“, das die Bedürfnisse aller Menschen berücksichtigt. Der Begriff des „hörenden Herzens“ ist der Bibel entlehnt, wo König Salomo um ein hörendes Herz bittet. Die Anhörbarkeit der Menschen kann eine Resonanz hervorrufen, die in den Religionen der Welt ihren Ausdruck finden lässt in einer Art Anrufbarkeit, die Weltbeziehungen fördern kann. Rosa führt in seinem Vortrag all diese Gedanken ausführlich aus und beschreibt, warum er trotz aller negativen Erscheinungen der Kirche Religion als eine Möglichkeit erachtet, Demokratie auch in Zukunft leben zu können. – Der Vortrag von Hartmut Rosa hat nichts von seiner Aktualität verloren und sollte unbedingt in jeder Bücherei vorhanden sein; durch seinen überschaubaren Umfang kann er überall Grundlage von Diskussionen und Veranstaltungen zum Thema der aktuellen und zukünftigen Weltlage sein. Ein wichtiges Buch in schwierigen politischen und wirtschaftlichen Zeiten.
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Artikelbeschreibung

Über die Notwendigkeit, auf-zu-hören und anrufbar zu sein

Vier Jahre nach der Erstauflage des erfolgreichen Spiegel Bestsellers »Demokratie braucht Religion« sehen sich derzeit gerade die demokratischen Gesellschaften mit massiven Herausforderungen konfrontiert: eine zweite Amtszeit Donald Trumps und seiner evangelikalen »Gotteskrieger«-Gefolgschaft, neu-grassierende fundamentalistische Strömungen, eine gar nicht mehr so schleichende Normalisierung rechtspopulistischen Gedankenguts - und all das, während die christlichen Kirchen weiter erodieren.

Diese Entwicklungen nahm Hartmut Rosa zum Anlass, seinen Text zu überarbeiten, zu aktualisieren und zu erweitern. Die Kernaussage wird überprüft und um weitere Argumente und Überlegungen ergänzt. Darüber hinaus beleuchtet Rosa in der Neuausgabe intensiv das Gefahrenpotenzial der (institutionalisierten) Religion.

Neben einem Vorwort von Gregor Gysi nun auch mit einem weiteren Vorwort eines der einflussreichsten Philosophen unserer Zeit: Charles Taylor.

  • Der erfolgreiche Spiegel Bestseller in überarbeiteter und erweiterter Neuausgabe.
  • Einer der renommiertesten Soziologen des Landes erklärt, warum die Gesellschaft - immer noch und gerade jetzt - Religion braucht.
  • Ein Manifest für die hilfreichenden Potenziale der Religion.
  • Messerscharfe Analyse über das Gefahrenpotenzial der institutionalisierten Religion.

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Personeninformation

Hartmut Rosa, geb. 1965, ist Professor für Allgemeine und Theoretische Soziologie an der Universität Jena und Direktor des Max-Weber-Kollegs in Erfurt. Als einer der renommiertesten Soziologen des Landes forscht er seit Jahren zu den Resonanzverhältnissen in modernen Gesellschaften und hat dazu zahlreiche Bücher veröffentlicht. Gregor Gysi, geboren 1948, Rechtsanwalt und Politiker. Vertrat als Rechtsanwalt u. a. Robert Havemann, Rudolf Bahro und andere Regimekritiker. 1989 - 1993 Parteivorsitzender der PDS. 1990 - 2002 und 2005 - 2015 Fraktionsvorsitzender der PDS und der Partei die Linke. MdB ist er weiterhin. Von Dezember 2016 - Dezember 2019 Präsident der Partei der Europäischen Linken. Charles Taylor, geb. 1931, lehrte bis zu seiner Emeritierung Philosophie an der McGill University in Montreal. Er ist einer der einflussreichsten Sozialphilosophen der Gegenwart und wurde 2008 für sein Lebenswerk mit dem Kyoto-Preis ausgezeichnet, der als »Philosophie-Nobelpreis« gilt.
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