Kinder des Aufbruchs

Band 2
Roman
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Buchprofile - Rezension
Zweiter Teil der Geschichte um die Zwillingsschwestern Emma und Alice im Berlin der 1960er Jahre.
Die Zwillingsschwestern Emma und Alice leben in West-Berlin. Emma ist Dolmetscherin und Übersetzerin, ihr Mann Julius ist Physiker. Emma hatte vor einigen Jahren eine Fehlgeburt und leidet immer noch darunter. Als sie auf einen verängstigten Waisenhausjungen trifft, nimmt sie sich trotz der Vorbehalte von Julius des elfjährigen Kindes an. Alice wiederum ist Journalistin; sie schreibt vornehmlich für linke Blätter, ist in der Szene gut vernetzt. Ihr Mann Max ist Anwalt. Alice hat eine Vergangenheit als Agentin der DDR, sie plagt ein schlechtes Gewissen, weil sie durch einen Verrat einen jungen Mann, Fritz, der Stasi in die Hände gespielt hat. Und dieser Mann, freigekauft von der BRD, trifft in Westberlin wieder auf Alice. Fritz ist nur darauf aus, seine Schwester aus Ostberlin auch in den Westen zu bekommen. Alice hat durch ihre journalistischen Aktivitäten Kontakte zu einer Fluchthelfergruppe, die ihre Hilfe zusagt. Aber die Fluchthelferszene ist von der Stasi unterwandert ... - Die Geschichte spielt in den Jahren 1967 und 1968. Die Studentenunruhen, das teils brutale Vorgehen der Polizei, die Stimmungsmache der Springer-Presse werden ausgiebig thematisiert. In einem mehrseitigen Anhang gibt es einen übersichtlichen Abriss der Ereignisse in jenen Jahren. Auch wenn die Aktivitäten der fiktiven Hauptpersonen gelegentlich nicht so recht nachvollziehbar sind - die Geschichte sollte wohl eine gehörige Portion Spannung bieten, und das ist gelungen. Auch ohne den ersten Teil ("Kinder ihrer Zeit": BP/mp 20/953) zu kennen, ist der Roman gut lesbar. Ein Personenverzeichnis hilft bei der Zuordnung. Die jüngere deutsche Geschichte hat schon seit einiger Zeit Konjunktur; das unterhaltsame Buch ist überall gut einsetzbar.
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Artikelbeschreibung

Sechs Jahre nach dem Mauerbau lernt die erfolgreiche Dolmetscherin Emma in West-Berlin die aus dem Ostteil der Stadt geflohene Sängerin Irma Assmann kennen. Als sie ihrer Zwillingsschwester Alice davon erzählt, reagiert diese beunruhigt. Alice schreibt als Journalistin über die Studentenbewegung und steht in Kontakt mit verschiedenen Fluchthilfe-Organisationen. Ist Irma mit ihren ehemaligen Beziehungen zum KGB als Informantin im Westen? Oder sind die Schwestern und deren Männer Julius und Max durch ihre Verbindungen zur DDR zu Zielscheiben geworden? Kurz darauf wird die Sängerin ermordet, und die vier geraten inmitten der Studentenunruhen zwischen die Fronten der Geheimdienste.

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Personeninformation

Claire Winter studierte Literaturwissenschaften und arbeitete als Journalistin, bevor sie entschied, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Sie liebt es, in fremde Welten einzutauchen, historische Fakten genau zu recherchieren, um sie mit ihren Geschichten zu verweben, und ihrer Fantasie dann freien Lauf zu lassen. Claire Winters Romane finden sich regelmäßig auf den SPIEGEL-Bestsellerlisten. Die Autorin lebt in Berlin.

Pressestimmen

»Claire Winter ist eine brillante Erzählerin. Das beweist sie auch im zweiten Teil der Geschichte von Alice und Emma. Mit ihr auf Zeitreise zu gehen, ist ein echtes Vergnügen.« Ruhr Nachrichten
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