Der neue Gott. Künstliche Intelligenz und die menschliche Sinnsuche

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Buchprofile - Rezension
Wird Künstliche Intelligenz zur Gottheit unseres Jahrtausends werden?
Die Theologin (s.a. "Auferstanden, oder?", BP/mp 24/199) befasst sich mit interessanten Fragen. In allen Epochen haben Menschen Gottesbilder entworfen, um über den Alltag hinausgehende Vorstellungen, Wünsche und Fragen zu entdecken und aufzugreifen. Oder wie sie schreibt: „Die Geschichte des Menschen ist daher auch eine Geschichte seiner Spiritualität, … seiner Sehnsucht nach dem Göttlichen“ (S. 7). Heute sind wir mit KI konfrontiert und es gibt dazu auch wieder Wünsche und Hoffnungen. Zunächst wird nach dem „Neuen Gott“ gefragt, ehe im Hauptteil immer im Wechsel von göttlichen Eigenschaften (Einziger, Allmächtiger, Allwissender bis Fürsorglicher) die Erwartungen an die KI in Zusammenhang formuliert sind. Am Ende steht die Frage, ob mit der KI ein neuer Gott, ein neues Gottesbild erschaffen wurde. Hier werden Fragen und Themen erörtert, die über das Übliche zum Thema weit hinausgehen. Ein zu Diskussionen anregendes Sachbuch für vorgebildete Leser:innen in ausgebauten Büchereien.
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Artikelbeschreibung

Ist Künstliche Intelligenz der neue Gott des digitalen Zeitalters? In diesem tiefgründigen Essay entfaltet Claudia Paganini eine philosophisch brisante These: Erstmals erschafft der Mensch einen Gott, statt ihn nur zu denken. Die KI übernimmt zunehmend, was einst der Religion vorbehalten war: Sinnstiftung, Orientierung, allzeit verfügbare Antworten. Wir beten nicht mehr, wir klicken.

Mit analytischer Schärfe und theologischem Weitblick untersucht Paganini die spirituellen Konsequenzen dieser Entwicklung und zeigt: Im anbrechenden dritten Jahrtausend könnten nicht nur Menschen durch KI ersetzt werden, sondern auch kein geringerer als Gott selbst. Eine provokante Überlegung an der Schnittstelle von Religion und Technik.

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Personeninformation

Claudia Paganini, geb. 1978, hat 2005 in Philosophie promoviert und 2018 im Fach Medienethik habilitiert. Nach beruflichen Stationen in Athen, Limerick, Mailand und Zagreb war sie von 2021-2024 Inhaberin der Professur für Medienethik an der Hochschule für Philosophie München. Derzeit lehrt und forscht Sie an der Universität Innsbruck. Außerdem publiziert sie Sachbücher für ein breites Publikum und nimmt regelmäßig an Science Slams teil.

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