Weißer Sommer

Roman | "Die großen Gefühle so schlau und gut beobachtet. Eva Pramschüfer hat Worte gefunden, für die es bisher keine gab." Christoph Kramer
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Buchprofile - Rezension
Beziehungsstatus ungewiss - ein Liebesroman über die Generation Z.
„Titanweiß. Zinkweiß, Mischweiß.“ Über Farbtöne und ihre Wirkung weiß Alma, Tochter einer wohlhabenden Familie mit einer Villa in Grünwald, die Journalistik studiert und deren eigentliche Berufung die Malerei ist, ziemlich viel. Über den Stand ihrer Beziehung zu Théo ist sie sich weniger im Klaren. Dabei ist Théo, der als Steinmetz im Betrieb seines Vaters arbeitet, aus der Nähe von Marseille zu Alma nach München gezogen und hat sich dort um einen Studienplatz für Architektur beworben. In ihrer Kunstbegeisterung sind sich die beiden ähnlich – können sie sich aber gegenseitig Raum für ihre Ambitionen lassen? Und können sie mit den Prämissen der sehr unterschiedlichen sozialen Herkunft und finanziellen Möglichkeiten umgehen? – In ihrem Debütroman lässt Eva Pramschüfer ein Liebespaar Ende 20 sich selbst und die Beziehung zueinander intensiv befragen. Welche Rolle spielt die emotionale Sicherheit, welche das Bedürfnis nach Autonomie? Wann ist man bereit, in die eigenen Entscheidungen die Konsequenzen für den Partner oder Partnerin einzubeziehen? Einen Sommer lang wollen sich Alma und Théo, die sich in das Landhaus von Almas Eltern in Frankreich zurückziehen, Zeit lassen, um herauszufinden, ob sie zusammenbleiben. In der flirrenden Augusthitze werden die Konturen der Landschaft unklar. Scharf beleuchtet und auf den Prüfstand gestellt werden dagegen nicht nur die Gefühle, sondern auch die biografischen und familiären Prägungen, die wir in das Beziehungsleben mitbringen: Was hat Bestand, was ist eine Projektion? Die Erzählung wechselt zwischen den Perspektiven von Alma und Théo; die Handlung ist zwischen der ländlichen Idylle und den europäischen Metropolen – München, Paris, Berlin – verortet. Dem Schreibstil der Autorin merkt man an, dass er in Netz-Blogs und in sozialen Medien geschult ist. Die Frage nach den (un)feinen sozialen Unterschieden wird am Ende ein wenig bemüht-didaktisch gelöst, was der modernen Liebesgeschichte aber keinen Abbruch tut. Breite Empfehlung.
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Artikelbeschreibung

Voller Hingabe und stilistischer Feinheit erzählt Eva Pramschüfer von der ersten großen Liebe, von der Kunst, von dem, was uns als Menschen trennt und verbindet. Eigentlich lieben Alma und Théo einander. Ihre erste Begegnung fühlte sich an wie der Anfang von etwas Großem, die Zeit danach wie ein Versprechen. Und doch stehen sie jetzt zwischen zwei Wahrheiten: Sie lieben sich, und dennoch liegt ihre Beziehung in Trümmern.Wie erkennt man, ob man gemeinsam glücklich sein kann - oder glücklicher allein wäre? Auf der Suche nach Antworten verbringen die beiden noch einen Sommer in dem Haus von Almas Eltern in Frankreich und schwören, es erst zu verlassen, wenn sie Gewissheit haben: festhalten oder loslassen.'Eva Pramschüfer jongliert in ihrem Roman mit Sprache und Gefühlen, als hätte sie ihr ganzes Leben nichts anderes getan. Was für ein fulminantes Debüt.' Tahsim Durgun

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Pressestimmen

"Behutsam erzählt Eva Pramschüfer von diesem emotional erschöpfenden Sommer, was atmosphärisch komplett aufgeht." Berit Dießelkämper Die Zeit 20260507

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