125 Jahre Sankt Michaelsbund
Medienarbeit mit Zukunft
Beim Festakt des Sankt Michaelsbundes in München wurde deutlich: Christliche Medien- und Bildungsarbeit bleibt relevant.
Der geschäftsführende Direktor des Sankt Michaelsbundes, Stefan Eß, beim Festakt im Münchner Literaturhaus. Foto: © Kiderle
Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Jesuitenkirche St. Michael und einem anschließenden Festakt im Literaturhaus hat der Sankt Michaelsbund sein 125-jähriges Bestehen in München begangen. Rund 200 Gäste aus Kirche, Politik, Medien, Kultur und Bibliothekswesen kamen in München zusammen, um das Jubiläum des katholischen Medienhauses und Bildungsverbandes zu feiern. Im Mittelpunkt stand neben der Geschichte der traditionsreichen Institution die Aktualität ihres Auftrags: Menschen durch Bildung, Medien und Begegnung miteinander zu verbinden.
Der Münchner Erzbischof Reinhard Kardinal Marx unterstrich in seinem Video-Grußwort die grundlegende Relevanz der Medien für die Kirche:
„Kirche kann ohne Medien gar nicht verkündigen. Kommunikation und Medien gehören zu ihrem Wesen.“
Für die Medien- und Bildungsarbeit des Michaelsbundes seien dabei die christliche Prägung und Perspektive von besonderer Bedeutung. Mit Blick auf den Einsatz künstlicher Intelligenz rief Marx unter Bezugnahme auf die Enzyklika „Magnifica Humanitas“ von Papst Leo XIV. dazu auf, die neuen technologischen Möglichkeiten aktiv anzunehmen: „Nicht nur kritisieren, sondern gestalten.“
Zugleich betonte Marx die Kraft der Vernetzung, die von den Michaelsbund-Büchereien ausgehe, und die Offenheit ihrer Angebote für die gesamte Gesellschaft. Er begrüßte, dass Büchereien weiter an Dynamik gewonnen hätten und wieder mehr gelesen werde: „Ich bin ein Mensch der Bücher. Ich kann mir ein Leben ohne Bücher gar nicht vorstellen.“
[inne]halten - das Magazin 14/2026
Seit 1901 am Puls der Zeit
Der Sankt Michaelsbund, das katholische Medienhaus in Bayern, wird 125 Jahre alt
Lesen Sie im [inne]halten-Magazin unseren Themenschwerpunkt und weitere Geschichten und Berichte aus dem kirchlichen Leben.
Kunst- und Wissenschaftsminister Markus Blume betonte: „Happy Birthday, Sankt Michaelsbund! Seit 125 Jahren macht der Sankt Michaelsbund Lust aufs Lesen und Mut zum Denken. 1901 begann mit seiner Gründung eine starke Idee, die bis heute trägt: Christlicher Glaube und Bildung gehören zusammen. Denn Glaube braucht mündige Menschen und Bildung eröffnet den Weg zu Verantwortung, Freiheit und Zusammenhalt.“
Als ältester bayerischer Büchereiverband begleite der Sankt Michaelsbund heute mehr als 1.000 öffentliche Büchereien und erreicht mit seinen Angeboten Millionen Menschen. Zugleich ist er als katholisches Medienhaus, so Blume, eine starke Stimme für christliche Werte – in Print, Radio, Fernsehen, Podcasts und digitalen Angeboten. So trägt er Orientierung, Dialog und gesellschaftlichen Zusammenhalt weit über die Büchereien hinaus in die Mitte unserer Gesellschaft.
„Gerade in einer Zeit, in der Informationen grenzenlos verfügbar sind, braucht es Ankerpunkte und ein klares Wertefundament. Dafür steht der Sankt Michaelsbund – offen für alle, nah bei den Menschen und fest im christlichen Menschenbild.
Mein herzlicher Dank gilt allen Haupt- und Ehrenamtlichen, besonders Dr. Claudia Maria Pecher und Stefan Eß. Vergelt's Gott für 125 Jahre gelebte christliche Bildungsarbeit. Ad multos annos!“
Kunst- und Wissenschaftsminister Markus Blume. Foto: © Kiderle
Der Sankt Michaelsbund wurde am 15. Juli 1901 von Prälat Dr. Georg Triller als Katholischer Pressverein für Bayern gegründet. Sein Ziel war es, Bildung, Information und Orientierung aus christlicher Verantwortung zu den Menschen zu bringen – offen, einladend und unabhängig von Herkunft, Alter oder Religionszugehörigkeit. Diese Grundhaltung prägt den Verband bis heute. „Der Auftrag bleibt. Die Werkzeuge und Kanäle verändern sich“, betonte Eß.
Heute zählt der Sankt Michaelsbund zu den bedeutendsten katholischen Bildungsträgern und Medienhäusern Bayerns. In seinen Mitgliedsbüchereien engagieren sich rund 12.000 Menschen überwiegend ehrenamtlich. Sie schaffen damit lebendige Orte der Begegnung, Bildung und Kultur. Mit den journalistischen Angeboten in Print, Hörfunk, Fernsehen, Online und in sozialen Medien erreicht der Verband ein Millionenpublikum.
Eß dankte den Zuschussgebern und Förderern aus Staat und Kirche, insbesondere dem Freistaat Bayern und der Erzdiözese München und Freising, sowie den Netzwerkpartnern, den Medien- und Funkhäusern und Büchereien ebenso wie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Haupt- und Ehrenamt: „Sie alle verleihen unserem Auftrag Tag für Tag ein Gesicht. Mit Fachlichkeit. Mit Kreativität. Und mit großer Leidenschaft.“
Mit Blick auf die Zukunft betonte Eß: „Unsere Gesellschaft braucht Orte, an denen Menschen einander begegnen und sich zuhören. Sie braucht Orientierung in einer Welt, in der Informationen jederzeit verfügbar, aber nicht immer verlässlich sind. Sie braucht Einrichtungen, die verbinden statt polarisieren und Brücken bauen, statt Gräben zu vertiefen.“
Stefan Eß: Mit dem Michaelsbund feiern wir
eine Idee, eine Vision, eine Haltung
Der geschäftsführende Direktor des Sankt Michaelsbundes, Stefan Eß, stellte die Jubiläumsfeier unter den Leitsatz „Der Michaelsbund verbindet. Seit 125 Jahren“. Das Jubiläum sei weit mehr als ein Blick zurück: „Wir feiern heute nicht nur den Geburtstag einer Institution. Wir feiern eine Idee. Eine Vision. Und eine Haltung.“
Der Sankt Michaelsbund wurde am 15. Juli 1901 von Prälat Dr. Georg Triller als Katholischer Pressverein für Bayern gegründet. Sein Ziel war es, Bildung, Information und Orientierung aus christlicher Verantwortung zu den Menschen zu bringen – offen, einladend und unabhängig von Herkunft, Alter oder Religionszugehörigkeit. Diese Grundhaltung prägt den Verband bis heute. „Der Auftrag bleibt. Die Werkzeuge und Kanäle verändern sich“, betonte Eß.
Heute zählt der Sankt Michaelsbund zu den bedeutendsten katholischen Bildungsträgern und Medienhäusern Bayerns. In seinen Mitgliedsbüchereien engagieren sich rund 12.000 Menschen überwiegend ehrenamtlich. Sie schaffen damit lebendige Orte der Begegnung, Bildung und Kultur. Mit den journalistischen Angeboten in Print, Hörfunk, Fernsehen, Online und in sozialen Medien erreicht der Verband ein Millionenpublikum.
Eß dankte den Zuschussgebern und Förderern aus Staat und Kirche, insbesondere dem Freistaat Bayern und der Erzdiözese München und Freising, sowie den Netzwerkpartnern, den Medien- und Funkhäusern und Büchereien ebenso wie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Haupt- und Ehrenamt: „Sie alle verleihen unserem Auftrag Tag für Tag ein Gesicht. Mit Fachlichkeit. Mit Kreativität. Und mit großer Leidenschaft.“
Mit Blick auf die Zukunft betonte Eß:
„Unsere Gesellschaft braucht Orte, an denen Menschen einander begegnen und sich zuhören. Sie braucht Orientierung in einer Welt, in der Informationen jederzeit verfügbar, aber nicht immer verlässlich sind. Sie braucht Einrichtungen, die verbinden statt polarisieren und Brücken bauen, statt Gräben zu vertiefen.“
Bildung und Medien als Auftrag für die Zukunft
In zwei Podiumsgesprächen diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche, Politik und Medien über die Zukunft von Bildung und Medien in einer demokratischen Gesellschaft auf der Grundlage christlicher Werte.
Podiumsgespräch mit dem Passauer Bischof Stefan Oster (Mitte) und dem Präsidenten der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien, Thorsten Schmiege (li.). Foto: © Kiderle
Zum Abschluss des Festaktes richtete der Vorsitzende des Sankt Michaelsbundes, P. Alfons Friedrich SDB, unter dem Leitgedanken „Der Auftrag geht weiter“ den Blick nach vorn. Dabei betonte er die Bedeutung des Verbandes für die heutige Gesellschaft:
„Der Sankt Michaelsbund verbindet seit 125 Jahren christliche Hoffnung mit gesellschaftlicher Verantwortung. Wo Menschen durch Bildung, Kultur und verlässliche Information gestärkt werden, wachsen Freiheit, Zusammenhalt und Zukunft.“
P. Alfons Friedrich SDB, Vorsitzender des Sankt Michaelsbundes. Foto: © Kiderle
(ph/pm)



