Fragen und Antworten zur Firmung
Theologisch betrachtet ist die Firmung die Vollendung der Taufe. Mädchen und Jungen werden durch sie zu "erwachsenen" Katholiken. Wir beantworten sieben häufige Fragen zum Sakrament der Firmung.
Beim Akt der Firmung spricht der Firmspender: "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist". Foto: © IMAGO/Funke Foto Services
1. Was heißt eigentlich Firmung?
Die Firmung ist ein Sakrament der katholischen Kirche. Der Begriff kommt vom lateinischen confirmatio, was „Bestätigung“ bedeutet. Sie bestätigt die Taufe und stärkt den Glauben durch den Heiligen Geist. Dabei sagt der Gefirmte bewusst Ja zum Glauben und zur Gemeinschaft mit der Kirche.
2. Welchen Ursprung hat das Sakrament der Firmung?
Am Pfingstfest wurden die Jünger Jesu vom Heiligen Geist erfüllt, berichtet die Apostelgeschichte. Die Apostel gaben den Heiligen Geist durch Handauflegung weiter. Schon in der frühen Kirche wurde die Firmung als eigenständiges Sakrament gefeiert, das die Taufe ergänzt und die Gläubigen mit der Kraft des Heiligen Geistes ausstattet.
3. Seit wann gibt es die Firmung von Jugendlichen?
Ursprünglich wurden Taufe, Firmung und Eucharistie gemeinsam gespendet, meist bei Erwachsenen. Später wurde die Firmung von der Taufe getrennt. Seit dem Mittelalter ist es üblich, die Firmung im Jugendalter zu spenden, meist zwischen 12 und 16 Jahren, um eine bewusste Entscheidung für den Glauben zu ermöglichen.
4. Wie läuft die Firmung ab?
Die Firmung findet meist in einer feierlichen Messe statt. Der Bischof legt den Firmlingen die Hand auf, salbt sie mit Chrisamöl auf die Stirn und spricht: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ Danach folgen ein Friedensgruß und die Eucharistie. Zuvor bereiten sich die Jugendlichen in Firmkursen auf das Sakrament vor.
5. Wer kann Firmpate werden?
Firmpaten müssen selbst katholisch, gefirmt und mindestens 16 Jahre alt sein. Sie sollen ein Leben führen, das dem Glauben entspricht. Eltern können nicht Paten ihres eigenen Kindes werden, oft werden Verwandte, Freunde oder Taufpaten gewählt. Wichtig ist, dass der Firmpate den Firmling im Glauben unterstützt.
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6. Welche Aufgabe haben Firmpaten?
Firmpaten begleiten den Firmling auf seinem Glaubensweg, stehen ihm bei der Firmung zur Seite und sollen ihn im christlichen Leben stärken. Ihre Aufgabe ist es, ein Vorbild im Glauben zu sein und den Firmling auch nach der Firmung zu unterstützen – sowohl geistlich als auch menschlich.
7. Muss ich mich als Katholik firmen lassen?
Die Firmung ist kein Zwang, aber eine wichtige Entscheidung im katholischen Glauben. Sie ist Voraussetzung für bestimmte kirchliche Aufgaben, z. B. Firmpate oder Taufpate zu werden. Wer sich firmen lässt, bekennt sich bewusst zur Kirche und öffnet sich für die Stärkung durch den Heiligen Geist.



