Glaubenswelten
20.04.2026

Weltgebetstag um geistliche Berufungen

Brennen für die Berufung

Sie brennen für ihren Glauben und ihre Berufung: 21 „burning persons“ sind im Erzbistum seit rund einem Jahr Ansprechpartner für Menschen in der Berufungsklärung, stärken sich untereinander und entwickeln neue Projekte wie eine „Mitleb-WG“.
  

Seit rund einem Jahr besteht das Berufungsnetzwerk „burning persons“ im Erzbistum. Heuer am 26. April, dem Weltgebetstag um geistliche Berufungen, wird es erweitert. Seit rund einem Jahr besteht das Berufungsnetzwerk „burning persons“ im Erzbistum. Heuer am 26. April, dem Weltgebetstag um geistliche Berufungen, wird es erweitert. Foto: © Kiderle

Sie brennen. Für Jesus. Für sein Evangelium. Für ihre Berufung. Und das merkt man ihnen auch an. So energiegeladen und gut gelaunt wie Schwester Josefa Maria Grießhaber kommen wenige Gesprächspartner zum Interview. Seit rund einem Jahr gehört sie zusammen mit 20 weiteren Frauen und Männern unterschiedlichen Alters aus verschiedenen pastoralen Berufsgruppen und Ordensgemeinschaften im Erzbistum zu den sogenannten „burning persons“ (siehe Wissenswert). Am 26. April, dem Weltgebetstag um geistliche Berufungen, kommen heuer noch mindestens vier weitere Personen hinzu, die ihren Glauben „mit Freude und einem brennenden Herzen“ leben, wie Schwester Josefa Maria es formuliert, und bereit sind, anderen davon zu erzählen. Zum Beispiel bei Beratungsgesprächen. Bei Dekanatstagen. Bei Berufsberatungsmessen. Oder bei Jugendkorbinian.

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Mit den Menschen auf dem Weg sein

„Wir gehen zu Veranstaltungen, wo Menschen sind, die sich fragen: Was möchte ich machen? Das können Jugendliche sein, bei denen eine Entscheidung hinsichtlich Ausbildung oder Studium ansteht. Das können aber auch Erwachsene sein, die nach ein paar Jahren im Beruf merken: ,Vielleicht gibt es noch was anderes‘, erläutert Schwester Josefa Maria, die vor ihrem Eintritt bei den Barmherzigen Schwestern selbst für ein großes Luftfahrtunternehmen gearbeitet hat – und betont: „Für mich ist einfach das Schönste, mit den Menschen auf dem Weg sein zu können.“

Wichtig sind den „burning persons“ dabei auch die Gemeinschaft untereinander und der Austausch über ihre eigene Berufung. „Das tut uns allen wirklich gut, zu merken: Es gibt auch andere, die brennen“, unterstreicht Pfarrer Klaus Hofstetter, der die Berufungspastoral im Erzbistum verantwortet. Die Idee hinter dem Netzwerk der „burning persons“ sei gewesen, „dass da nicht nur zwei Personen, die in München ihr Büro haben, für die Berufungspastoral stehen, sondern dass wir in der Fläche noch viel mehr präsent sind und so auch die Vielfalt an Berufungen noch deutlicher rüberkommt – mit Jungen und Alten, mit Frauen und Männern, mit Gottgeweihten und Laien“, führt Hofstetter aus. „Wir zeigen: Es gibt viele Menschen, die ihre Berufung leben, die froh und zufrieden sind und ein erfülltes Leben führen.“

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„Mitleb-WG“ für junge Männer

Neuestes Projekt der Berufungspastoral im Erzbistum ist eine „Mitleb-WG“: „Dazu bin nicht nur ich umgezogen, sondern auch ein junger Mitbruder hat sich darauf eingelassen, dass wir eine Priester-WG bilden, mitten in München-Schwabing, zwischen Englischem Garten und Uni“, erzählt Pfarrer Hofstetter. „Diese WG ist offen. Da können bis zu zwei junge Männer mitleben. Ein erster ist vor zwei Monaten schon eingezogen.“ Der Geistliche fügt hinzu: „So eine WG hätten wir gern auch für junge Frauen.“ 

Außerdem wollen die „burning persons“ noch stärker in den sozialen Medien präsent sein, „weil ich merke: Da kommt auch Resonanz. Es vergeht kaum ein Monat, in dem mich nicht jemand über Instagram anschreibt“, verrät Pfarrer Hofstetter. Kürzlich etwa ein junger Mann, der berichtete: „Mich hat neulich eine Kollegin angesprochen: ,Du hättest das Zeug zum Gemeindereferenten.‘“

Wissenswert

Seit rund einem Jahr unterstützt ein Netzwerk von 21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus verschiedenen pastoralen Berufsgruppen und Ordensgemeinschaften das Engagement der Erzdiözese in der Berufungspastoral. Sie werden „burning persons“ genannt. Mehr unter www.erzbistum-muenchen.de/glaube-und-spiritualitaet/berufung/netzwerk-burning-persons
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Karin Hammermaier
Artikel von Karin Hammermaier
Redakteurin
Recherchiert und schreibt Geschichten für [inne]halten.