Ein Ort der Hoffnung für Tansania
Die Stiftung Christlicher Entwicklungsdienst (CED) aus München errichtet im Norden Tansanias eine kleine Gemeindeklinik. Mit der soll die medizinische Basisversorgung in einer strukturschwachen Region des Landes entscheidend verbessert werden.
Die Stiftung Christlicher Entwicklungsdienst (CED) um ihre Gründerin Susanne Pechel (Dritte von rechts) baut in Tansania ein Krankenhaus auf und ist dankbar für finanzielle Unterstützung. Foto: © CED
Als Susanne Pechel, die Gründerin und Vorsitzende des CED, 2024 routinemäßig ihre diversen Projekte in Tansania besuchte, berichteten ihr die dortigen einheimischen Pallottiner-Schwestern, dass sie in Lakitatu bei Arusha im Norden ein kleines Stück unbebautes Land besäßen. Jahre zuvor hatte eine Mitschwester zu ihrem goldenen Ordensjubiläum von ihrer Familie ein wenig Geld bekommen und davon das Grundstück gekauft.
Pechel meinte spontan, dass man hier doch eine medizinische Station errichten könnte. Da freuten sich die Ordensfrauen und meinten: „Nun geht Schwester Jacundas Traum in Erfüllung.“ Auch diese hätte nämlich bereits beim Kauf daran gedacht, an dieser Stelle eine Gesundheitseinrichtung aufzubauen. Pechel erzählt in ihrem Münchner Büro diese anrührende Anekdote und schildert, wie das Projekt „Gemeindeklinik Lakitatu“ Schritt für Schritt wächst und sich entwickelt.
Keine medizinische Basisversorgung
Rund 30.000 Menschen leben in dieser ländlichen Region ohne jegliche medizinische Basisversorgung und -betreuung. Geburten etwa müssen zu Hause ohne ärztliche Hilfe stattfinden, weswegen oft die Mutter und ihr Neugeborenes sterben. Auch Infektionskrankheiten oder eigentlich kleinere Unfälle, etwa bei der Feldarbeit, stellen eine tödliche Bedrohung dar, weil es an Desinfektionsmitteln und fachgerechter Wundversorgung fehlt.
Ziel sei es, durch die Klinik einen dauerhaften Zugang zu lebenswichtigen Gesundheitsdiensten für die lokale Bevölkerung zu schaffen und präventive Maßnahmen wie Impfprogramme und Gesundheitsaufklärung anzubieten. Träger des Bauprojektes sind die tansanischen Pallottiner-Schwestern als international tätige Ordensgemeinschaft mit langjähriger Erfahrung in Bildungs- und Gesundheitsprojekten. „Vielen von ihnen haben wir vor 30 Jahren selbst eine Schulausbildung finanziert. Es sind sozusagen Alumni-Schülerinnen vom CED“, strahlt Pechel.
Rückkehr mit Fachwissen
Einige seien Krankenschwestern oder Ärztinnen geworden, manche seien in die Entwicklungshilfe oder in die Verwaltung gegangen und wieder andere seien heute Pallottinerinnen. All diese Frauen bringen nun als gelernte Fachkräfte ihre medizinische und organisatorische Expertise ein, um diese Klinik aufzubauen und später zu betreiben. „So verstehen wir Hilfe zur Selbsthilfe.“ Bei allen CED-Projekten weltweit arbeite man immer auch mit einheimischen Kräften vor Ort zusammen und versuche, dass diese ihre örtlichen Infrastrukturen aufbauen und nutzen könnten.
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Insgesamt 150.000 Euro werden für den Bau und die Erstausstattung der Klinik benötigt. Die Arbeiten haben bereits im vergangenen Oktober begonnen. Allein, der CED finanziert sich rein aus Spenden: „50.000 Euro haben wir derzeit zusammen“, so Pechel und hofft auf zahlreiche finanziellen Unterstützer, damit es, „so Gott will“, im Laufe des Jahres mit der Fertigstellung und dem Start dieses „Ortes der Hoffnung“ klappen kann.



