Kultur und Wissen
02.04.2025


Nacht der Bibliotheken

Staatsminister Florian Herrmann: Bibliotheken unterstützen Meinungsvielfalt

Staatsminister Florian Herrmann lädt zur Nacht der Bibliotheken in Bayern ein. Auch die vom Sankt Michaelsbund betreuten kirchlichen und kommunalen Büchereien öffnen ihre Türen und bieten ein vielfältiges Programm an.

Staatsminister Florian Herrmann lädt zur Nacht der Bibliotheken ein. Staatsminister Florian Herrmann lädt zur Nacht der Bibliotheken ein. Foto: © Imago/Rolf Poss

Die Nacht der Bibliotheken am 04. April möchte deutschlandweit Menschen dazu animieren, die vielfältigen Angebote von Bibliotheken kennenzulernen. Dazu lädt auch der bayerische Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Medien und Leiter der Staatskanzlei, Florian Herrmann, ein. Für ihn sind Bibliotheken "lebendige Zentren des Wissens, der Bildung, der Kultur und der Gemeinschaft". Dort sei jeder Mensch gleich und könne mit Hilfe des abwechslungsreichen Medienangebotes sein Wissen erweitern. Dies helfe auch dabei, soziale Ungleichheiten zu verringern. 

Bibliotheken seien zugleich immer auch Orte der Demokratie. "In einer Zeit, in der Desinformation und Fake News weit verbreitet sind, bieten sie ganz neutral jedermann freien Zugang zu unabhängigen Inhalten", betont Herrmann in seiner Video-Botschaft zur Nacht der Bibliotheken. Sie sicherten Meinungsvielfalt mit Medien aus unterschiedlichsten Blickwinkeln und Informationen aus verschiedenen Perspektiven. "Damit tragen unsere Bibliotheken immer auch zur Demokratiebildung in unserem Land bei". Eine Selbstverständlichkeit, die man nicht unterschätzen dürfe, so Herrmann weiter.
    

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Buntes Programm der Michaelsbund-Büchereien zur Nacht der Bibliotheken

An der Nacht der Bibliotheken nehmen auch bayernweit kommunale und kirchliche Büchereien teil, die vom katholischen Büchereifachverband Sankt Michaelsbund betreut werden.

Zum Beispiel die Pfarrbücherei Sankt Ludwig in München, die älteste ihrer Art in der Landeshauptstadt. Leiterin Johanna Fell freut sich dort schon auf die Nacht der Bibliotheken. Mit einem niedrigschwelligen Programm möchte sie auf ihre Pfarrbücherei aufmerksam machen: "Wir möchten niemanden davon überzeugen, was er zu lesen hat. Die Leute sollen sich nach ihren Interessen umschauen. Und wenn wir dann tatsächlich etwas dazu im Angebot haben, können wir darauf aufmerksam machen". Jeder sei willkommen, sagt Johanna Fell.

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Und das ist auch 70 Kilometer entfernt in Rosenheim nicht anders. Hier hat Petra Lausecker in der Stadtbibliothek ein buntes Programm für die Nacht der Bibliotheken vorbereitet. Die "Silent Disco" gehört auch dazu: "Man leiht sich Kopfhörer aus und hört sich die Musik von zwei DJs an, die wir eingeladen haben. Das Format passt gut zu einer Bibliothek, weil es wegen der Kopfhörer leise ist". Außerdem können die Bibliotheksbesucher beim Speed-Dating ihrem Gegenüber ihr Lieblingsbuch vorstellen. Petra Lausecker ist überzeugt: Die Nacht der Bibliotheken wird eine runde Sache, "weil man die Bibliothek nachts anders erleben kann als im normalen Tagesgeschäft und weil man Menschen erreicht, die tagsüber berufstätig sind und keine Zeit haben. Die können einfach 'mal wieder ganz zwanglos ein Buch in die Hand nehmen".

Nacht der Bibliotheken am 04. April 2025

Die Nacht der Bibliotheken ist eine Initiative des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. und seiner 16 Landesverbände. Unter dem Motto „Wissen. Teilen. Entdecken.“ sollen Bibliotheken in ganz Deutschland um die Wette strahlen. Mit einem bunten Programm an Veranstaltungen, Workshops, Lesungen und Führungen sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, ihre Bibliotheken neu zu entdecken. Hier geht es zur Veranstaltungssuche für die Nacht der Bibliotheken.
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Paul Hasel
Artikel von Paul Hasel
Redakteur, Channel-Management