Rehragout und Schnepfendreck

Alte, vergessene Rezepte für Wildgerichte. Jagd und Wilderei im Bayerischen Wald zwischen 1848 und 1948
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Bayern im Buch-Rezension
Ein Buch übers Jagen und Wildern im Bayerischen Wald, verbunden mit meist althergebrachten Rezepten.
Nach einem aufschlussreichen Abriss über die Jagd von den Anfängen der Frühzeit bis heute beschäftigt sich der Autor mit den Ess- und Ernährungsgewohnheiten der Menschen Nordostbayerns in früherer Zeit. Bezogen auf den Bayerischen Wald beschreibt er sowohl die bürgerliche als auch die karg-magere Küche armer Leute. Das belegt er im zweiten Teil mit manch alten, vielleicht auch etwas schon vergessenen Rezepten, die vom Hasen über das Rot- und Schwarzwild bis hin zum Federvieh und den Fischen reichen. Alle, sowie die entsprechenden Suppen, Braten, Soßen sind als Rezepte für den heutigen Gebrauch leicht nachkochbar aufbereitet, schön illustriert, aber auch in ihrer ursprünglichen Form in farblich hinterlegten Blöcken sichtbar gemacht. Das verleiht, neben den sehr vielen Originalfotos von Land und Leuten, dem Buch eine kraftvolle Authentizität. Die Beilagen basieren mehrheitlich auf den unterschiedlichsten Kartoffel- und Pilzgerichten. Dass diese Armut und die Lust auf Fleisch, verbunden mit einer Widerspenstigkeit der Herrschaft gegenüber und einer gehörigen Portion Nervenkitzel zum Wildern verleitet, ist da durchaus nachvollziehbar. Deshalb befasst sich der letzte Teil ausführlich mit der Wilderei im Bayerischen Wald bis weit ins 20. Jh. hinein. - Ein weit gespannter Bogen übers Jagen an sich. Den Schwerpunkt legt dieses schön illustrierte Werk aber auf die Wildgerichte und das frühere Leben im Bayerischen Wald. Empfehlenswert.
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Artikelbeschreibung

Die Jagd und die Zubereitung der erlegten Beute sind von Anbeginn der Menschheitsgeschichte bis herauf in unsere Zeit eng miteinander verbunden. Dieses Buch gibt zunächst einen Überblick über die Jagd ganz allgemein und speziell im Bayerischen Wald. Daraufhin präsentiert der Verfasser alte, in Vergessenheit geratene Rezepte, wie sie in der Zeispanne zwischen Mitte des 19. und 20. Jahrhunderts im Bayerischen Wald für die Zubereitung von verschiedenen Wildgerichten üblich waren. Reich bebildert gewährt das Buch Einblick in das entbehrungsreiche Leben der Menschen in diesem Landstrich. Getrieben von der Not, aber auch aus verschiedenen anderen Gründen, trieben gerade in diesen hundert Jahren auffällig viele Wilderer ihr Unwesen in den weiten Grenzwäldern. Deshalb befasst sich ein umfangeiches Kapitel mit der Wilderei im Bayerischen Wald.

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Personeninformation

Rupert Berndl, geb. 1940 in Passau, studierte Malerei und Bildhauerei und lebt in Waldkirchen im Bayerischen Wald. Er arbeitete als Kunsterzieher am dortigen Gymnasium. Als Autor und Heimatpfleger hat er mehrere kultur- und kunsthistorische Fachbücher veröffentlicht.
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