Irgendwie überlebt

Soldatenschicksale im Zweiten Weltkrieg
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Buchprofile - Rezension
Erinnerungen an den Krieg als "einen Wahnsinn, der völlig sinnlos war und nie mehr passieren darf".
Zeitzeugen, die das Grauen des Zweiten Weltkriegs miterlebt haben, gibt es wohl nur mehr wenige. Klaus G. Förg hat einige "aufgespürt" und lässt sie erzählen, sich den Schmerz, die Angst und Schuld von der Seele reden. Empfindungen, die im Vordergrund der Erinnerung stehen, Hass ist nicht herauszulesen, denn die jungen Wehrmachtssoldaten waren ja alle "nur" Befehlsempfänger. Daher auch die resignative, oft gebetsmühlenartig wiederholte Erklärung: "Wir mussten ja - es blieb uns nichts Anderes übrig. Sonst wären wir selbst draufgegangen." Und so wurden sie zu Mittätern, die verletzten, mordeten, brandschatzten und plünderten. Sie erinnern sich an die Entbehrungen, die sie selbst hinnehmen mussten, die Sehnsucht nach ihren Lieben und die ferne Heimat, und sie leiden - hochbetagt - noch heute an ihrer Schuld, an den grauenvollen Erlebnissen, die sich in ihr Gedächtnis eingebrannt haben. Der Leser erfährt in diesem Buch aber auch vieles vom Leben vor dem unseligen Krieg, von behüteter Kindheit auf einem Bauernhof, während der Nationalsozialismus aufkommt. Das letzte Kapitel des Buches mag als "versöhnlicher Schluss" gedacht sein. Hier erzählt eine Norwegerin von ihrer Liebe zu einem deutschen Wehrmachtssoldaten, die gar in ein "Happy End" mündet. - Ein aufrüttelndes Zeitdokument und eine großartige Mahnung, für jeglichen Bestand zu empfehlen.
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Artikelbeschreibung

Irgendwie überlebt<BR>Durch die Härten des Zweiten Weltkriegs wurde eine ganze Generation geprägt. Einige der letzten Überlebenden dieser Zeit lässt Klaus G. Förg nun zu Wort kommen. <BR>In den verschiedenen Geschichten geht es meist um junge Männer, die, gerade einmal volljährig geworden, ihre Einberufung zum Wehrdienst erhalten. Beim Reichsarbeitsdienst bekommen sie eine Grundausbildung, um möglichst schnell einsatzbereit zu sein, bevor ihnen der Marschbefehl erteilt wird. Einer von ihnen kämpft in Frankreich gegen Partisanen und gerät später in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Ein anderer kommt nach Italien zur Luftwaffe, wird dann doch noch an die Ostfront geschickt und muss sich nach Kriegsende alleine und zu Fuß bis in die bayerische Heimat durchschlagen. Natürlich waren es aber nicht nur die Soldaten, die unter dem Krieg zu leiden hatten. Dies zeigt die bewegende Geschichte einer jungen Norwegerin, die sich in einen in ihrer Heimat stationierten deutschen Soldaten verliebt.<BR>In fünf Einzelschicksalen schildert Klaus G. Förg, wie diese Zeitzeugen allen Widerständen zum Trotz "irgendwie überlebt" haben.<BR><BR>

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