Endlich vorbei

Soldatenschicksale im Zeiten Weltkrieg
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Buchprofile - Rezension
Grauenhafte Erlebnisse an der Ostfront – ein Beitrag zur Erinnerungskultur.
Die Rosenheimer Edition Förg hält seit vielen Jahren die Erinnerung an Kriegskampf, Flucht und Vertreibung aufrecht. Auch zum aktuellen Gedenken "80 Jahre Kriegsende" nimmt Förg erneut Soldatenschicksale unter die Lupe. Dabei fasst er die unzähligen Gespräche mit Zeitzeugen in einer Auswahl von Schicksalen zusammen und erzählt da von Menschen aus den Ostgebieten, die nach der Eroberung durch Nazi-Deutschland erst als Polen oder Tschechen, später nach Kriegsende als Deutsche verachtet wurden. Der Autor berichtet von Verwundungen, Aufenthalten im Lazarett und glücklicher Heimkehr. Die Erinnerungen handeln von der Familie, dem Schulbesuch, der Lehrstelle und dann dem Dienst in der Wehrmacht, denn so sah in den 1920-1940er Jahren eine deutsche Jugend aus. In Polen wurden die Soldaten für ihren Einsatz in Russland getrimmt. In der Nähe von Leningrad folgte Sturmangriff auf Sturmangriff, die toten Russen und Deutschen blieben einfach auf dem Schlachtfeld liegen. Exekutionen von Deserteuren und Spionen waren an der Tagesordnung, Nächte bei minus 50 Grad in Erdlöchern ebenso. Das Denken wurde ausgeschaltet, man funktionierte nur noch. Im Ostfeldzug erfror sich der Soldat Fürst beide Füße, die amputiert werden mussten, somit war der Krieg für ihn "endlich vorbei", eine Gefangenschaft bei den Amerikanern schloss sich aber dennoch an. Als Truppenarzt musste sich Dr. Rhomberg dem Gemetzel bei Stalingrad stellen. In diesem Inferno wurde er nicht nur mit Verwundungen, sondern auch mit Malaria und Fleckfieber konfrontiert, auch Euthanasie gab es. Nicht transportfähige Verwundete wurden vor dem Rückzug einfach mit "SEE forte" gespritzt und blieben zurück. Unvorstellbares Leid, das bei den Protagonisten dieses Buches bis heute bzw. bis zum Tod das Leben prägte. Wenigstens gab es auch die Erfahrungen von Kameradschaft und Freundschaft. Besonders interessant in diesem Zusammenhang: die Erinnerungen eines Flakhelfers an seine Einsatzzeit mit dem jungen Joseph Ratzinger. Wenn – wie gewohnt – die Erzählungen auch in sehr schlichter Sprache wiedergeben werden, so sind sie doch in ihrer Wirkung nicht zu unterschätzen. Für jeden Bestand dringend zu empfehlen!
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Artikelbeschreibung

Der beste Freund Joseph Ratzingers erzählt, wie der Theologe wirklich war. Ein Soldat flieht vor den Russen bei Leningrad und überlebt in einem Granattrichter drei Tage bei minus 50 Grad Celsius. Otto springt in voller Montur ins eiskalte Wasser eines Flusses und erreicht als Nichtschwimmer das andere Ufer. Die faszinierenden Schilderungen dieser Zeitzeugen rauben dem Leser den Atem und mahnen gleichzeitig in unserer unruhigen Zeit vor Kriegen. Das Buch erscheint auch als E-Book und Hörbuch sowie in Großbritannien und Tschechien.

Produktsicherheit

Hersteller: Edition Förg
Anschrift: Am Stocket 12
DE-83022 Rosenheim
Kontakt: sekretariat@rosenheimer.com
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