Mit anderen Augen

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Buchprofile - Rezension
Roman über das Sehen und Gesehen-Werden, besonders von Frauen mittleren Alters.
Hauptpersonen des Romans ist Tilda Finch, eine 52-jährige Frau, die seit ihrer Trennung vor ca. fünf Jahren alleine lebt. Als ihre Kinder (jetzt 21-jährige Zwillinge) klein waren, hat sie zusammen mit ihrer besten Freundin ein Unternehmen gegründet, das Kalender, Tassen, T-Shirts etc. mit Motivationssprüchen und Lebensweisheiten verkauft. Dort bringt sie sich immer noch als Fotografin ein. Von einem Tag auf den anderen werden bei ihr immer mehr Körperteile unsichtbar. Nachdem sie die erste Panik überwunden hat, erfährt sie von einer Ärztin, dass das mit den Berichten über das „Unsichtbarwerden“ von Frauen in ihrem Alter wohl doch nicht nur im übertragenen Sinn gemeint ist, sondern dass es sich hier um eine echte Krankheit handelt, die relativ viele Frauen betrifft. Auf Anraten ihrer Ärztin besucht sie eine Selbsthilfegruppe. Ihre beste Freundin schickt sie zusätzlich zu einer darauf spezialisierten Therapeutin, um die Ursache für ihre Krankheit aufzudecken. – Was sie auf diesem Weg alles erlebt, ist sehr tiefgründig, aber gleichzeitig auch unterhaltsam und humorvoll beschrieben. Auch wenn diese Suche einiges an Zeit beansprucht, ist es doch sehr interessant, die Protagonistin dabei zu begleiten. Tilda erkennt dabei ihre Probleme mit mangelndem Selbstbewusstsein, sich selbst Zurückstellen und negativem Selbstbild. Sie muss erst lernen, sich selbst richtig zu sehen, um auch wieder für andere sichtbar werden zu können. – Sehr zu empfehlen.
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Artikelbeschreibung

Tilda Finch glaubt, sie sieht nicht richtig: Mit einem Mal ist ihr kleiner Finger verschwunden. Es folgen die Nase und das Ohr. Sie wird unsichtbar werden, sagt ihre Ärztin, doch das will Tilda auf keinen Fall zulassen. Schließlich hat sie eine Menge, wofür es sich lohnt, sichtbar zu bleiben: ihre wunderbaren Töchter, ein erfolgreiches Business und fantastische Freundinnen. Tilda nimmt all ihren Mut zusammen und beginnt, sich selbst mit anderen Augen zu sehen.

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Personeninformation

Jane Tara, aufgewachsen in Byron Bay, Australien, hat über 100 Kinderbücher veröffentlicht sowie Jugendbücher, Drehbücher und Romane. Sie ist Mutter zweier Söhne und war dreizehn Jahre in der Welt unterwegs, bevor sie sich als freie Autorin in Sydney niedergelassen hat. 'Mit anderen Augen' ist ihr erster Roman im Diogenes Verlag.
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Bewertungen

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Als Tilda Finch auf ihre Hand schaut, traut sie ihren Augen nicht. Ihr kleiner Finger ist verschwunden. Und dabei bleibt es nicht; auch die Nase und das Ohr verschwindet. Ihre Ärztin diagnostiziert die Krankheit „Unsichtbarkeit“, die vor allem Frauen im mittleren Alter betrifft und noch nicht wirklich erforscht ist. Für Tilda steht fest, dass sie alles versuchen wird, um wieder gesund zu werden. Auch wenn ihr die Ärztin keine Hoffnung macht. Aber Tilda weiß, dass ihre beiden Töchter, ihr erfolgreiches Business und ihre fantastischen Freundinnen es wert sind zu kämpfen. Tilda nimmt den Kampf auf und beginnt sich selbst mit anderen Augen zu sehen.
Das Buch „Mit anderen Augen“ von der australischen Autorin Jane Tara spricht ein Thema an, welches in unserer Gesellschaft durchaus an der Tagesordnung ist. Ab einem gewissen Alter werden Schauspielerinnen nicht mehr so oft engagiert, werden Frauen bei Beförderungen übergangen oder in Alltagssituationen nicht mehr so stark eingebunden. Von daher ist das Buch durchaus gesellschaftskritisch zu sehen.
Die Geschichte liest sich sehr leicht, teils ironisch und auf jeden Fall sehr warmherzig. Tilda hat wunderbare Freundinnen, die sie in ihrem Tun unterstützen und ihr Halt geben. Mir gefällt vor allem die Botschaft der Geschichte. Das Wichtigste ist, dass man sich selbst liebt!
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es macht deutlich, wir sehr uns die innere Stimme beeinflussen kann. Das kann man nicht verhindern, aber man kann durchaus selbst entscheiden, ob sie einen glücklich oder unglücklich macht.
Ein Buch, dass sich wunderbar als Geschenk eignet!