Magnifica humanitas: Die großartige Menschheit

Die Enzyklika "Magnifica humanitas" über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz. Mit einer Einführung von Godehard Brüntrup SJ
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Buchprofile - Rezension
Kommentierte Ausgabe der ersten Enzyklika von Leo XIV. über die Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz.
Kaum sechs Wochen nach ihrer Vorstellung am Pfingstmontag des Jahres 2026 liegt das erste päpstliche Lehrschreiben von Papst Leo XIV. in einer kommentierten Ausgabe vor. Die rasche Publikation ist ein Beleg für den Meilensteincharakter der Enzyklika. Sie ist die erste umfassende Antwort der katholischen Kirche auf die Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz (KI). Der Papst sieht die Menschheit an einer fundamentalen Wegscheide und nutzt dafür zwei Metaphern: den „Turmbau zu Babel“ (technischer Erfolg, der sich verabsolutiert und im Chaos endet) und das „Neue Jerusalem“ (ein gemeinschaftliches Aufbauen in Verantwortung vor Gott). Famos eingeleitet und gewürdigt wird das Lehrschreiben von Prof. Dr. Godehard Brüntrup SJ. Während das Silicon Valley das Heil im technokratischen Transhumanismus sucht, hält Rom mit einem unbedingten christlichen Humanismus dagegen. Und schöpft auf grandiose Art aus dem Weisheitsschatz der Kirche. Die Diagnose von Leo XIV.: KI droht zu einem Instrument der Herrschaft, der Entfremdung und – im militärischen Bereich – des kalkulierten Todes zu werden. Der Glanzpunkt der Enzyklika liegt in der Ehrenrettung der menschlichen Unvollkommenheit. Leid, Alter und Verwundbarkeit seien keine Programmierfehler, die es weg zu optimieren gilt, sondern der Kern unserer Würde. Gegen die kühle Logik der Effizienz stellt der Papst die „großartige Menschheit“. Eine intellektuell erfrischende Kritik des Zeitgeistes, geschrieben im Geist von „Rerum novarum“. Eine Bereicherung für jeden Bestand.
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Artikelbeschreibung

Wird Künstliche Intelligenz wenigen Menschen enorme Macht über alle anderen geben? Oder wird sie allen Teilhabe an einem besseren Leben eröffnen? Wird sie dem Menschen dienen oder ihn beherrschen? Und wie lässt sich das Menschliche bewahren? Leo XIV. zeigt: Die Antwort hängt nicht vom Schicksal ab, sondern von unseren Entscheidungen.»Nicht die Technik als solche steht zur Debatte, sondern die Machtverhältnisse, unter denen sie entworfen und eingesetzt wird. Damit begleitet dieser päpstliche Text die Menschheit an einer wirklichen Zeitenwende.« Prof. Dr. Godehard Brüntrup SJ

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Personeninformation

Leo XIV. wurde am 8. Mai 2025 zum Papst gewählt. Als Robert Francis Prevost 1955 in den USA geboren, trat er nach einem Mathematik- und Philosophiestudium in den Augustinerorden ein. Nach weiteren Studien und der Priesterweihe war er im Dienst seines Ordens in Peru und in den USA eingesetzt. 2001-2013 war er Generaloberer der Augustiner mit Sitz in Rom. 2014-2023 war er als Bischof in Peru tätig. Seit 2023 war er im Vatikan u. a. Leiter der Behörde für die Bischöfe der katholischen Kirche. Jesuitenpater Dr. Godehard Brüntrup ist Professor für Philosophie und kommissarischer Leiter des Instituts für naturwissenschaftliche Grenzfragen zur Philosophie und Theologie (ING) an der Hochschule für Philosophie in München mit regelmäßigen Lehrveranstaltungen in den USA. Er ist Schüler von Peter Bieri und befasst sich seit über 30 Jahren mit Fragen der Künstlichen Intelligenz.
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