Ist die Erde hart

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Buchprofile - Rezension
Die junge Adele findet durch dramatische Erlebnisse in ihrem Internat in Swasiland letztlich zu sich selbst.
Adele Joubert ist in der Sprache des südlichen Afrika Mitte der 60er Jahre ein "Mischling". Ihre Mutter ist eine schwarze Swasi, ihr Vater ein Weißer. Dieser lebt mit seiner weißen Familie in Johannesburg und hält seine zweite Familie (mit Adeles Mutter hat er auch noch einen Sohn) geheim. Aber er sorgt gut für die drei, die in materiellem Wohlstand leben. Deshalb gehört Adele im Internat Keziah Christian Academy auch zur "Elite". Und sie tut alles, um nicht negativ aufzufallen, ist immer freundlich und verhält sich absolut regelkonform. All das ändert sich, als nach den Ferien ein anderes Mädchen ihren Platz in der Eliteclique einnimmt und Adele mit der aus sozial prekären Verhältnissen stammenden Lottie in ein Zimmer ziehen muss. Zunächst bricht für Adele eine Welt zusammen. Doch dann zieht die junge Lottie, die trotz ihres Außenseiterdaseins ihren eigenen Willen und ihre eigenen Werte hat und auch mutig für diese eintritt, Adele in den Bann. Beide werden zu Freundinnen, und Adele erkennt, wie oberflächlich sie bislang gelebt hat. Als ein Feuer im Internat ausbricht, werden beide Mädchen zu Heldinnen. Doch dann verändert der Tod eines Mitschülers alles, und Adeles Leben gerät endgültig aus den Fugen - doch zum Guten. - Mit viel Empathie erzählt Malla Nunn in diesem spannenden autobiografisch geprägten Roman von den Problemen der Identitätsfindung, einmal auf der Ebene der Hautfarbe, dann auf der Ebene des pubertierenden Mädchens, das begreifen muss, welche Werte wirklich im Leben zählen. Schließlich auf der Ebene der Frau, die auch und gerade im südlichen Afrika der 60er Jahre eine schwierige Stellung im sozialen System hatte. Sehr zu empfehlen.
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Artikelbeschreibung

Ist die Erde hart, tanzen die Frauen.Januar 1965 in Swasiland: Schulbeginn an der Keziah Christian Academy, einem Internat ausschließlich für ¿Mischlinge¿. Adele Joubert ist gut darin, nicht anzuecken: immer lächeln, die Regeln befolgen, keinen Ärger machen. Doch nun kommt eine Neue aufs Internat, und Adele büßt ihren Platz in der Gruppe der privilegierten Mädchen ein. Sie muss mit der Querulantin der Schule in die Kammer der toten Lorraine ziehen, wo es spukt ...Mit Hilfe der Lektüre von 'Jane Eyre' entflieht Adele ins ferne nasskalte England, doch die Internatswirklichkeit holt sie bald wieder ein, und sie sieht sich um ihre Wahrheiten kämpfen. Bildstark, mit Drama und leisem Humor: Malla Nunn erzählt Apartheidsgeschichte aus Sicht einer Heranwachsenden. Fühlbar wird, wie Menschen die Bruchlinien in sich selbst ignorieren, um unter Druck zu überleben - und das ist nicht nur historisch relevant.
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