Das schwarze Korps

Band 1206
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Buchprofile - Rezension
Nach der Landung der Alliierten 1944 versuchen Besatzer und Kollaborateure in Paris ihre Beute in Sicherheit zu bringen.
Unmittelbar nach der Landung der Alliierten im Juni 1944 gehen die Pariser Kommandanturen von Wehrmacht, SS und die sonstigen Profiteure des Krieges zunächst davon aus, dass die deutschen Streitkräfte die Verbände der Alliierten wieder zurück ins Meer treiben. Paris geht also ungerührt weiter seinen Geschäften nach; in den Salons und Bordellen verkehren wie seit 1940 Offiziere, Industrielle, Vertreter von Kultur und Finanzwelt und v.a. die hochrangigen Vertreter der Sicherheitsdienste, zu denen auch die französische Gestapo gehört. Die französische Polizei kann in gewissen Grenzen noch ein Eigenleben führen. Das kommt Inspecteur Domecq von der Sitte gerade recht; agiert er doch als Verbindungsmann zum gaullistischen Widerstand. Doch je näher die Front rückt, umso hektischer und gefährlicher wird es für Domecq, sichere Informationen zu beschaffen. - Die Schlussphase der deutschen Besatzung in Paris wird von der Autorin trotz der knappen Sprache ungeheuer eindrucksvoll und fesselnd geschildert, die Geschichte ist beklemmend in ihrer realistischen Schilderung v.a. der grausamen Verbrechen. Jedes Kapitel wird mit einem kurzen Hinweis auf die Frontverläufe im Osten und Westen eingeleitet, was die zeitlichen Zusammenhänge verdeutlicht. Ein thrillerhaftes Buch mit hohem Spannungspotenzial, das für alle Büchereien empfohlen wird. (Übers.: Andrea Stephani)
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Artikelbeschreibung

6. Juni 1944: Noch geht Paris an diesem sonnigen Frühsommertag ungerührt seinen Geschäften nach: Die französische Gestapo verhaftet einen amerikanischen Offizier. Vorm Büro ihres Chefs Deslauriers stehen Bittsteller aus Geschäfts- und Halbwelt Schlange. Am Abend hält die schöne Dora Belle, Geliebte eines SS-Hauptsturmführers und zweitklassige Schauspielerin, ihren Salon. Hier trifft sich die Führung von SS und Wehrmacht mit Vertretern von Industrie, Finanzwelt und Kultur: elegantes Dekor, ausgesuchte Delikatessen, Champagner, Sex. Inspecteur Domecq von der Sitte, Verbindungsmann des gaullistischen Widerstands, nutzt den Abend, um Witterung aufzunehmen. Denn nicht nur militärisch steht die entscheidende Schlacht bevor. In Erwartung der deutschen Niederlage müssen Besatzer und Kollaborateure ihren Besitz, ihre Reputation oder auch nur ihre nackte Haut retten. Manches lässt sich mit Geld regeln oder bei einem guten Tropfen. Aber bald fließt mehr Blut als Champagner ... Manotti erzählt von deutscher Besatzung und französischer Kollaboration, von den Verlierern, den Davongekommenen und denen, die sich unweigerlich immer im Lager der Sieger finden.
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