München-Mini: Prachtvolles Nymphenburg

Erkundungstour durch Schloss, Park und Botanischen Garten
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Bayern im Buch-Rezension
Ein hübsch gestalteter Begleiter durch den Park und das Schloss von Nymphenburg.
Welch eine verdienstvolle Idee des Verlegers, von ausgewiesenen Kennern der Münchner Stadtgeschichte, der Architektur und Kultur Einheimische und Fremde mit Mini-Führern im Pocket-Format auf Entdeckungstour durch interessante Stadtviertel, historische Ensembles, Schlösser und Parkanlagen zu lotsen. Nach den ebenso informativen wie mit Farbfotos im passenden Format versehenen Info-Bändchen beispielsweise über "Königliches München" oder "Musikalisches München" nun eine kenntnisreiche Mini-Broschüre über das Schloss und den Park von Nymphenburg. Aus Freude über den lang ersehnten Thronfolger Max Emanuel kaufte Kurfürst Ferdinand Maria im Jahre 1662 für seine Gattin Henriette Adelaide aus Savoyen große Ländereien im Westen Münchens auf, um hier zunächst ein hübsches Sommerschlösschen als Schwaige im italienischen Stil zu errichten. Ab 1700 erweiterten Max Emanuel und seine Nachfolger auf dem bayrischen Thron den Park zunächst nach französischem und schließlich englischem Vorbild zu einer repräsentativen Anlage mit Kanälen, Kaskaden und künstlich angelegten Seen samt Fontänen, die als Wunderwerke der damaligen Technik galten. Agostino Barelli begann 1664 mit dem Bau des neuen Schlosses, das Joseph Effner erweiterte. Vor allem die von Francois Cuvilliés und anderen Baumeistern entworfenen, im Park verstreuten reizenden Refugien für die Hofgesellschaft (wie Badenburg, Pagodenburg, Amalienburg und die Magdalenenklause) sind Juwelen der Barock- und Rokoko-Architektur. Ein Zusammenspiel von Bau- und Gartenkunst als einzigartiges Gesamtensemble ist somit entstanden, das der Venezianer Canaletto 1761 auf sein berühmtes Nymphenburg-Gemälde bannte. Ein hübsch gestalteter und liebevoll verfasster Begleiter durch den Park und das Schloss von Nymphenburg mitsamt dem danebengelegenen Botanischen Garten liegt hiermit vor, der zur Erkundungstour nachhaltig einlädt.
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Artikelbeschreibung

Im September 1925 schrieb die Münchner Post über den Schlosspark Nymphenburg: "... das Lustwandeln in dem Gewirr der Wege (ist) zu jeder Zeit ein Labsal für Großstadtnervöse." Heute, bald 100 Jahre später, haben das Schloss, sein Park und der nahe Botanische Garten nichts von ihrer Anziehungskraft verloren.Dabei war Nymphenburg jahrhundertelang der Öffentlichkeit verschlossen, das Schloss diente den regierenden Wittelsbachern als Sommerresidenz. Anlass für den Bau war 1662 die Geburt eines Thronfolgers: Der glückliche Vater Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern schenkte seiner Gattin Henriette Adelaide Ländereien vor den Toren Münchens. Mit dem italienischen Architekten Barelli verwirklichte sie dort ihren Traum des "borgo delle ninfe" (Weiler der Nymphen). Eine Keimzelle, aus der in den folgenden Jahrhunderten im Zusammenspiel von Architektur und Gartenkunst ein einzigartiges Gesamtkunstwerk entstand. Fast nahtlos schließt sich der Botanische Garten an Konzept und Gestaltung des Schlossparks an.Die Historikerin Susanne Herleth-Krentz erzählt die Geschichte des prachtvollen Schlosses Nymphenburg, seines Parks und des Botanischen Gartens. Erkunden Sie mit ihr einen touristischen Hotspot, der zugleich Rückzugsort für Ruhe suchende Menschen, seltene Pflanzen und scheue Tiere ist. Genießen Sie Natur und Kultur in majestätischem Einklang und lassen Sie die Seele baumeln!

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Personeninformation

Herleth-Krentz, SusanneDr. Susanne Herleth-Krentz, geboren und aufgewachsen in München, studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität Bayerische Geschichte. Sie war bis 1993 wissenschaftliche Angestellte der Bayerischen Staatsbibliothek in München. Seitdem ist sie freiberufliche Historikerin mit zahlreichen Veröffentlichungen. Aus Liebe zu ihrer Heimat Bayern ist sie zudem als Stadtführerin unterwegs.
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