Unbegründete Ängste

Roman | Eine einnehmende queere Geschichte aus der ostdeutschen Gegenwart
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Buchprofile - Rezension
Der junge Christian kämpft gegen seine Panikattacken und Angststörungen und versucht, sein Leben in positive Bahnen zu lenken.
Christian, Ende 20, Fitnesstrainer und schwul, lebt als Single in einer sächsischen Kleinstadt. Obwohl er äußerlich ein attraktiver Kerl mit Ausstrahlung und durchtrainiertem Body ist, plagen ihn innerlich Unsicherheit, Selbstzweifel und innere Ängste. Er ist nicht nur auf der Suche nach dem Lebenspartner, sondern auch nach einer Orientierung in einer kleinstädtischen Gesellschaft, die selbst irgendwie in Auflösung zu sein scheint. Als ein Tierheimhund, den er ausführen soll, ums Leben kommt, verstärken sich seine Panikattacken und seine generalisierte Angststörung. Obwohl er im Fitnessstudio, in dem er arbeitet, eine Reihe netter Kollegen und einen fürsorglichen Chef hat, zieht er sich immer mehr in sich zurück. Nur mühsam lernt er, seine Ängste zu bewältigen und zwischen eingebildeten und realen Gefahren wie der Bedrohung durch rechte Gewalt und der Zerstörung der Natur zu unterschieden. Und findet so am Ende des Buches allmählich zu seinem wahren Selbst. – Mit viel subtiler Empathie, einer guten Portion Humor und satter Menschenkenntnis präsentiert Res Sigusch, selbst non-binäre Person, diese Geschichte einer individuellen Entwicklung und wirft gleichzeitig treffende Schlaglichter auf die Verhältnisse in einer ostdeutschen Kleinstadt, die stellvertretend ist für viele Gemeinden im Osten, die sich irgendwie im Stich gelassen fühlen. – Allen Büchereien zu empfehlen.
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Artikelbeschreibung

Christian Lotz (30) lebt als queerer Single in einer sächsischen Kleinstadt. Jeden Sonntag trifft er sich mit seinen Eltern zum Sektfrühstück, unter der Woche arbeitet er im Fitnessstudio. Muskulös und gutaussehend - seine Mutter schwärmt, er sehe aus wie David Beckham Anfang der 2000er -, ist er innerlich von Unsicherheit geplagt und sorgt sich im Grunde um alles: Wie wirkt er auf andere? Warum findet er nicht den richtigen Mann? Was bringt die Zukunft in Zeiten von Klimawandel, Rechtsextremismus und Pandemien? Und ist er nicht vielleicht längst unheilbar krank, wie ihm seine täglichen Internetrecherchen weismachen wollen? Seine Antwort ist stets die größtmögliche Katastrophe. So wächst in Christian eine existenzielle Angst, die bald keinen Anlass mehr kennt. Erst als seine Lage unübersehbar wird, öffnet er sich seinem Umfeld - und erfährt: Geteilte Angst ist halbe Angst. Und manchmal braucht es bloß einen Funken Mut.

»Res Siguschs Roman stellt die großen Fragen im Kleinen. Das ist queer und witzig, gegenwärtig und klug. Große Empfehlung!« Markus Thielemann

Produktsicherheit

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Personeninformation

Res Sigusch studierte Philosophie und Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Bis 2021 widmete sich Res außerdem dem Studium des Literarischen Schreibens am Literaturinstitut Hildesheim und organisierte und moderierte vor Ort die Veranstaltungsreihe »Diesen Satz streichen: Sexismus im Literaturbetrieb« zu geschlechterspezifischer Diskriminierung, kollektiver Wehrhaftigkeit und feministischen Allianzen. Res veröffentlichte diverse Prosa und debütierte 2024 mit dem Roman »Wesentliche Bedürfnisse« im Berlin Verlag. 2026 erschien der Nachfolger »Unbegründete Ängste«. Dey lebt in Berlin.

Pressestimmen

»Res Sigusch gelingt mit 'Unbegründete Ängste' eine eindrückliche Charakterstudie eines jungen Mannes auf der Suche nach Halt im Gefühlstrubel und eine lebendige Milieustudie.« Beate Tröger Deutschlandfunk - Büchermarkt 20260205
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