Zeit der Monster

Roman
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Buchprofile - Rezension
In dem bunten Epos steuert ein Kölner Stadtviertel auf die Apokalypse zu, mittendrin ist Sanya und ihre Wahlfamilie um Mira, Nabu und Yousip.
Die in Köln-Kalk aufgewachsene Autorin Seyda Kurt (Jg. 1992) hat mit ihrem neuen Roman „Zeit der Monster“ ihrer Heimatstadt ein Denkmal gesetzt. Der rechtsrheinische Ortsteil ist ein sozialer Brennpunkt mit multikultureller Subkultur. Der Arbeiterstadtteil war einst einer der größten Industriestandorte im Rheinland. Jetzt entwickelt er sich gerade zu einem spannenden, aufstrebenden Viertel. Die Autorin greift diesen Prozess auf. Eine ihrer Hauptfiguren ist Sanya, die in ihrem Rucksack „ihr halbes Leben“ herumträgt. Ihre Wahlmutter ist Mira, die Organisatorin des Viertels. Deren Kinder Nabu und Yousip sind weitere wichtige Figuren. – Ein handgemalter Plan des Viertels gibt Orientierung, darin auch die realen Gebäude der alten Chemiefabrik samt Wasserturm und Odysseum und die Kirche St. Joseph. Ein eindeutiger Plot ist schwer auszumachen, die Geschichte steuert auf eine Apokalypse zu und changiert zwischen Gesellschaftsroman, Tragikomödie, politischem Thriller und Fantasy. Der Zeitraum umfasst sieben Tage, wobei ein Ich-Erzähler jeweils eine „Bestandsaufnahme zu Mitternacht“ macht. Dabei holt er weit aus, greift in den Sumpf der Geschichte und lässt einen Silberbecher aus dem Assyrischen Reich eine wichtige Rolle spielen. – Ein kryptischer Roman.
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Artikelbeschreibung

Der erste Roman der Sachbuch-Bestsellerautorin Seyda Kurt - so wie sie hat noch niemand erzählt von unserer Gegenwart und ihren Wunden und ihrer Pracht.Der Ort ist ein Stadtviertel. Die Zeit ist die Apokalypse. Das glauben jedenfalls immer mehr, angestachelt von einer durchs Netz rasenden Prophezeiung. Durch das wilde, kaputte Viertel, in dem man trotz allem zusammenhält, streift währenddessen die junge Sanya, eine Pistole im Rucksack - bis sie eines Tages eine seltsame Gestalt trifft. Zwischen furiosem Epos und buntestem Pop, zwischen existenzieller Oper und wärmster Soap-Opera fragt Seyda Kurt, welche Chancen im Zerfall aller Ordnungen liegen. Sanya und ihre schillernde Wahlfamilie sind tief verstrickt in die über Grenzen und Zeiten reichende Geschichte ihrer Gemeinschaft. Können wir anders leben? Aufwühlend, klug und alles verändernd ruft dieses Ereignis von einem Romandebüt: Ja.

Produktsicherheit

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Personeninformation

Seyda Kurt, geboren 1992 und aufgewachsen in Köln-Kalk, arbeitete u. a. für Zeit Online und Deutschlandfunk Kultur sowie für Podcasts, etwa mit der preisgekrönten Produktion »190220 - Ein Jahr nach Hanau«. Sie kuratierte u. a. für das Literarische Colloquium Berlin und das Goethe-Institut, moderiert die Gesprächsreihe »What a Crime« am Schauspielhaus Bochum, verfasste gefeierte Theatertexte und war Mitherausgeberin des Sammelbandes »Spiel*Kritik. Kritische Perspektiven auf Videospiele im Kapitalismus«. 2021 erschien ihr Bestseller »Radikale Zärtlichkeit. Warum Liebe politisch ist«, 2023 der Bestseller »HASS. Von der Macht eines widerständigen Gefühls«. Auf Instagram folgen ihr über 70.000 Menschen.

Pressestimmen

»Ein Buch für den Wandel, für den Widerstand. Für die, die Trostlosigkeit spüren und sich nach Rettung sehnen.« Astrid Probst, Süddeutsche Zeitung, 05.08.26 »In ihrem fulminanten Debüt legt Seyda Kurt Utopien frei, die viel zu lange versumpft sind.« Anja Kümmel, Tagesspiegel, 21.07.26 »Ein außergewöhnliches Stück Literatur, das alle gewohnten Pfade verlässt und Gemeinschaft und Solidarität beschwört.« Sally-Charell Delin, SR, 21.07.26 »Seyda Kurt hat ein aberwitziges Pop-Epos geschrieben, das zum richtigen Kracher wird.« Florian Schmid, Der Freitag, 21.07.26 »(...) zutiefst politisch und höchst aktuell.« Andrea Geißler, HR, 24.07.26 »Kurt verwebt Fakten und Fiktion zu einer Erzählung, die sich trotz oder gerade wegen ihrer apokalyptischen Anmutung einen unwiderstehlichen Sog entfaltet.« Lioba Lepping, Kölner Stadt-Anzeiger, 11.08.26 »(...) ein fulminantes Debüt.« Denis Scheck, WDR3, 10.08.26
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