Anna - Was die Zeit nicht heilt

Basierend auf einer wahren Geschichte: eindrucksvolle Graphic Novel über das Aufwachsen im Krieg | Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2025
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Buchprofile - Rezension
Der Verlust ihres Vaters und ihrer Gefährtin schmerzt eine alte Dame noch nach vielen Jahren.
Eine alte Dame erinnert sich: wie sie mit ihrer Mutter im Zweiten Weltkrieg aus der zerbombten Heimatstadt fliehen musste und Obdach auf einem Hof fand. Sie erinnert sich, wie fremd sie sich im Dorf fühlte und wie sie sich mit einem etwas älteren Mädchen anfreundete, das mit anderen ukrainischen Zwangsarbeitern auf dem Hof helfen musste. Dieses Mädchen, Anna, vermochte es, ohne gemeinsame Sprache dem Kind Trost zu spenden, das seinen Vater, der als Soldat an der Front kämpfte, schmerzlich vermisste. Und sie erinnert sich an den Tiefflieger, durch den Anna ums Leben kam. – Diese Geschichte ist authentisch: Helga hat sich in späteren Jahren an die Autorin und an den Illustrator mit der Bitte gewandt, ihre Kindheitserinnerungen und das Gedenken an Anna durch ein Buch lebendig zu halten und zu würdigen. Die Erzählung wirkt, als hörten wir Helgas Erinnerungen zu; die Sprache ist einfach und pointiert und sie ist durchzogen von Trauer um den Verlust ihrer Heimat und der geliebten Menschen. Das Mädchen fantasiert sich den Vater herbei, dem sie von Anna berichtet, die ihr zur Vertrauten geworden ist. Die Bilder sind in ihrer Schlichtheit besonders prägnant. Die schwarzen Zeichnungen auf dem bräunlich gefärbten Papier wirken wie Fotos dieser Zeit, die sich im Gedächtnis des Kindes bewahrt haben. In ihnen sind die Textzeilen in der Schrift einer alten Schreibmaschine einmontiert. Die schwarzen Rahmen um die Panels verdunkeln diese Zeitspanne, die für das Mädchen in ihrem weiteren Leben so belastend bleibt. All diese gestalterischen Details zeugen von den schweren Traumata, von Verlust und Sehnsucht. Das Innenleben eines Kindes und die so gewaltvollen Erfahrungen mitfühlend wiederzugeben, war das Anliegen des Autorenduos. Es ist ihnen gelungen, in sehr berührender Weise.
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In kurzen Sätzen und eindrücklichen Illustrationen wird die Geschichte der Zwangsarbeiterin Anna und einer namenlosen Ich-Erzählerin geschildert. Geschickt wechseln Zaeri und Laube die Zeiten, zeigen die ältere Ich-Erzählerin, die sich erinnert. Ihre Traumata werden nicht verschwiegen, denn Zaeri nutzt dunkle Töne und offenbart mit wenigen Strichen die Gewalt des Krieges. Dann wiederum spielt er mit Licht, um in dem Grauen des Krieges die Zuneigung der Figuren darzustellen und von Freundschaft zu erzählen. Eine Graphic Novel, die berührt und lange beschäftigt!

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In kurzen Sätzen und eindrücklichen Illustrationen wird die Geschichte der Zwangsarbeiterin Anna und einer namenlosen Ich-Erzählerin geschildert. Geschickt wechseln Zaeri und Laube die Zeiten, zeigen die ältere Ich-Erzählerin, die sich erinnert. Ihre Traumata werden nicht verschwiegen, denn Zaeri nutzt dunkle Töne und offenbart mit wenigen Strichen die Gewalt des Krieges. Dann wiederum spielt er mit Licht, um in dem Grauen des Krieges die Zuneigung der Figuren darzustellen und von Freundschaft zu erzählen. Eine Graphic novel, die berührt und lange beschäftigt!

Artikelbeschreibung

Deutschland, 1943: Während der Vater an der Front kämpft, hält seine Tochter an der Hoffnung fest, dass er irgendwann heimkehren wird. Als ihre Heimatstadt ausgebombt wird, flieht sie mit ihrer Mutter aufs Land: Ein neuer Ort, neue Gesichter, sie ist eine Fremde unter Fremden. Keine Chance, dass der Vater sie hier findet - wenn er überhaupt noch lebt. Obwohl sie nicht dieselbe Sprache sprechen, findet die Tochter eine Freundin in Anna, einer jungen ukrainischen Zwangsarbeiterin. Ohne Worte, nur durch Tanz, wachsen sie zusammen. Doch der Krieg reißt auch Anna aus dem Leben. Das Mädchen bleibt zurück, wird zur Frau, die Jahre vergehen, doch die Zeit heilt ihre Wunden nicht.Beruhend auf einer wahren Begebenheit erzählen Christina Laube und Mehrdad Zaeri die Geschichte eines Mädchens, das im Zweiten Weltkrieg alles verloren hat. Mit einfühlsamen und bildgewaltigen Illustrationen ist dieses Buch für all jene, die für ihre Trauer keinen Ort haben, und ist außerdem ein eindrückliches Plädoyer für Frieden. 

Produktsicherheit

Hersteller: Fischer Sauerländer GmbH
Anschrift: Hedderichstraße 114
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DE
Kontakt: produktsicherheit@fischer-sauerlaender.de

Pressestimmen

Die beiden Künstler eröffnen Raum für das Sich-Zeit-Lassen, zum Innehalten, Nachsinnen, Verarbeiten. Meisterhaft! Kathrin Buchmann Der Rote Elefant 20250129
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