Maja & Natascha

Roman | Einzigartiger, faszinierender Einblick in die Welt des sowjetischen Balletts | Zwei unzertrennliche Schwestern, die zu Konkurrentinnen werden | Beeindruckendes Debüt
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Buchprofile - Rezension
Ballett in Zeiten des Kalten Krieges – da verschmelzen Schmerzen, Kunst und Politik.
Aufgewachsen als Waisen, besuchen die Zwillinge Maja und Natascha Ende der fünfziger Jahre die renommierte Ballettschule in Leningrad. Dort werden sie vom Staat versorgt und können ihren Traum leben. Eingebettet in ein Internatsleben verbringen sie in relativer Sorglosigkeit ihre Schuljahre. Die Schattenseiten der Sowjetregierung betreffen sie kaum. Doch der Konkurrenzkampf führt dazu, dass eine der beiden zu weit geht. Jahre später: Natascha schafft es, sich aus ihren Depressionen herauszukommen und als Schauspielerin zu arbeiten, und Maja kann sich als Balletttänzerin verwirklichen. Doch für beide fühlt sich das Leben so an, als würden sie nur die Zweitbesetzung sein. Die Situation eskaliert, als Maja als Double für Natascha im Film „Krieg und Frieden“ spielen soll. Und wieder lädt eine der beiden Schuld auf sich. Vor der Kulisse des Nachkriegsrusslands und später der Kuba-Krise spannt sich diese Geschichte um die Zwillinge Natascha und Maja. Eingebettet in ein Umfeld, das vorgibt fürsorglich zu sein, erleben die Zwillinge die Indoktrination der Regierung der UdSSR. Selbst die Kultur – hier Ballett und Film – wird zur Waffe. Skrupellos werden familiäre Bindungen und Freundschaften ausgenutzt und zerstört. Für alle eine Bereicherung, die an historischen, faktenreichen Romanen interessiert sind, die in einem Setting angesiedelt sind, welches nicht oft genutzt wird.
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Im Herbst 1941, als die deutsche Wehrmacht mit ihrer 2 1/2-jährgen Blockade der Stadt beginnt, kommen in Sankt Petersburg die Zwillinge Maja und Natascha zur Welt. Ihre Mutter, eine Ballerina des Kirov-Balletts, überlebt die Geburt nicht und so wachsen die Mädchen unter der Obhut von Kostümschneiderin

Katuscha auf und kennen keine andere Umgebung als die Ballettschule. Beide Mädchen haben das Talent ihrer Mutter geerbt, Maja ist die ausdrucksstärkere, Natascha die ehrgeizigere. Beide haben das große Ziel, ins Kirov-Ensemble aufgenommen zu werden, das nach dem Krieg international zu Ruhm und Ehre der Sowjetrepublik beiträgt und beide träumen davon, mit dem Ballett die Welt zu bereisen. Doch man signalisiert ihnen früh, dass man nur eine von ihnen auswählen wird, aus Angst, die Schwestern könnten sich ins Ausland absetzen.

Wie werden Maja und Natascha darauf reagieren, wird eine der anderen den Vortritt lassen, oder wird eine versuchen, der anderen dieses Privileg mit allen Mitteln streitig zu machen? Die amerikanische Autorin Elyse Durham hat sich tief in die faszinierende Welt des russischen Balletts eingearbeitet, das im 20. Jahrhunderts untrennbar mit der Geschichte der Sowjetunion verknüpft ist. Die Lebenswege von Maja und Natascha sind nicht nur Familiengeschichte und Künstlerleben, sondern stehen auch exemplarisch für die Rolle der Kunst im Kalten Krieg und die Verknüpfung von Kunst und Ideologie im Allgemeinen.

Diese Story ist mitreißend und tiefgreifend emotional erzählt und holt nicht nur Ballettfans ab, sondern auch die Leserinnen, die sich für Film- und Zeitgeschichte interessieren.

Susanne Steufmehl, Medienberaterin Belletristik und Sachbuch
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Artikelbeschreibung

Zwei Schwestern, ein Traum und die große Frage nach dem Preis der Freiheit

Leningrad, 1958. Die Zwillingsschwestern Maja und Natascha sind unzertrennlich. Gemeinsam träumen sie davon, beim Kirow-Ballett zu tanzen und mit der Kompanie nach Amerika zu reisen. Doch ein neues Gesetz erlaubt nur einer von ihnen, das Land zu verlassen. Aus Schwestern werden Konkurrentinnen, aus Nähe wird Distanz.

Wie weit gehen sie für ihren Traum - und was sind sie bereit dafür zu opfern?

Elyse Durhams Debütroman entführt in die faszinierende Welt des sowjetischen Balletts und erzählt vor dem Hintergrund des Kalten Krieges vom Schicksal zweier Zwillingsschwestern, deren Band selbst durch Konkurrenz und Konflikte nicht zerreißt - eine bewegende Geschichte über Liebe, Loyalität und den Mut, dem eigenen Herzen zu folgen.

»Ein epischer Pageturner voller lebendiger historischer Details und sprachlicher Strahlkraft - Maja & Natascha ist ein Roman, in dem man sich vollkommen verlieren kann.« Lara Prescott, New York Times-Bestsellerautorin

»Eine mitreißende und bewegende Geschichte, die jedes Herz berührt.« USA Today

Produktsicherheit

Hersteller: Verlagsgruppe HarperCollins Deutschland GmbH
Anschrift: Valentinskamp 24
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Kontakt: info@harpercollins.de

Personeninformation

Elyse Durham ist Absolventin des Kalamazoo College und des MFA-Programms für Schreibende am Warren Wilson College. »Maja & Natascha« ist ihr erster Roman. Sie lebt mit ihrem Mann in Michigan.

Die Übersetzerin Brigitte Jakobeit lebt in Hamburg und übersetzt seit 1989 englischsprachige Literatur, darunter die Autobiographien von Miles Davis und Nina Simone sowie Werke von William Trevor, Christopher Isherwood, Celeste Ng und Patti Smith. Sie ist u.a. Trägerin des Deutschen Jugendliteraturpreises und des Ledig-Rowohlt-Übersetzerpreises.

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