Problemwölfe

Was die Bedrohung durch einen Wolf, ein Hotelbau, der Schutz des Klimas und eine Gruppe Jugendlicher gemeinsam haben ... aus fünf Perspektiven erzählt
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Buchprofile - Rezension
Fünf Jugendliche, die zu einem Neubauprojekt unterschiedlicher Meinung sind, müssen während eines Schneesturms in einer Berghütte miteinander auskommen.
Auf einer Alm soll ein neues Hotel gebaut werden. Zeitgleich wurde im Wald nebenan ein Wolf gesichtet – welcher jetzt das örtliche Dorf spaltet. Genau 100 Tage vor dem Baubeginn möchte Marlene, eine junge Tierschützerin, den Hotelbau durch Proteste verhindern. Verletzt kommt sie, gestützt von Jonas und Saskia-Mattea, die beide zufällig in der Gegend sind, auf dem Berg zur Sitzblockade an. Dort stellt sie fest, dass sie die einzige ist, welche diesen radikalen Schritt gehen möchte. Während dieser Blockade bricht nachts ein Schneesturm herein, welcher Marlene in ernsthafte Gefahr bringt, da sie kaum laufen kann und nur ein Zelt dabeihat. Unten im Dorf machen sich Jonas und Saskia-Mattea, die zuvor von Marlene weggeschickt worden waren, Sorgen und beschließen gemeinsam mit Amal, Marlene zu retten. Miteinander schaffen sie es in eine Hütte. Sie freunden sich an und als das Wetter besser wird, genießen sie den Schnee. Doch dabei wird Jonas´ Hund von einem unbekannten Schützen getötet. Kurz darauf betritt Rudi mit einem Gewehr die Hütte, er ist der Ex-Freund von Marlene und seiner Familie gehört eine Schafsweide, weswegen sein Vater ein Problem mit dem Wolf hat. Doch am Ende gelingt es Rudi, die anderen von seiner Unschuld zu überzeugen und sie beschließen, sich für eine friedliche Koexistenz von Mensch und Natur einzusetzen. – Das Buch ist für Jugendliche ab 13 Jahren, jedoch auch für Erwachsene sehr gut geeignet. Es überzeugt mit einem abwechslungsreichen Schreibstil und beschreibt die Geschichte aus fünf verschiedenen Perspektiven, die alle unterschiedliche Ansichten vertreten. Sprachlich besitzen die Charaktere einen eigenen Stil, was die einzelnen Persönlichkeiten lebendig werden lässt. Hier prallen verschiedene Individuen, mit unterschiedlichen und nachvollziehbaren Meinungen aufeinander, weshalb es für die angegebene Altersgruppe sehr empfehlenswert ist.
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Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur empfiehlt:

Fünf Jugendliche, ein Wolf und ein geplanter Hotelbau auf einer Almwiese bieten Stoff für Agi Ofners Jugendroman Problemwölfe, der zeigt, was Zusammenleben ausmacht. Denn was die Teenager eint, ist die Tatsache, dass sie sich positionieren müssen: zum Wolf und dazu, ob das Raubtier bleiben darf. Die Meinungen gehen – wie im echten Leben – weit auseinander und scheinen unvereinbar. Durch das multiperspektivische Erzählen führt Ofner die Positionen zusammen und lässt die Jugendlichen in der dramatischen Zuspitzung der Ereignisse, die sich an nur einem Tag und einer Nacht zutragen, eine gemeinsame Lösung finden.

Artikelbeschreibung

Ein Wolf im Wald, ein geplanter Hotelbau auf einer Alm, ein kleines Dorf und dazwischen fünf Jugendliche - manche von ihnen kennen sich, manche lernen sich erst kennen und manche wollen sich eigentlich nicht mehr kennen. Anhand der Schicksalsgemeinschaft dieser fünf jungen Menschen zeigt Autorin und Künstlerin Agi Ofner welch tiefen Keil ein gesellschaftlich aktuelles Thema zwischen Freundschaften treiben und wie schnell Überzeugung fanatische Züge annehmen kann. Facettenreich sind sie, die Gründe für Mitläufertum, ebenso sehr wie die Gründe für Gegenpositionen."Ambiguitätstoleranz" ist der Fachbegriff dafür - eine gegenteilige Position in ihrem Wert anzuerkennen, auch wenn man ihr aus ebenso wichtigen Gründen nicht zustimmen kann. Pro Wolf oder gegen ihn? Pro Hotelbau oder gegen ihn? Oder gar keine Meinung haben, weil eigene Probleme gerade wichtiger und dringender sind? Und noch dazu: Ist es manchmal sogar heikel, überhaupt eine Meinung zu haben ...?Rasant und vielschichtig ist dieser Roman auch erzählt. Abwechselnd aus der Sicht aller fünf Jugendlichen, in knappen Kapiteln formuliert, gepaart mit Stimmen aus Medien und Wissenschaft. Ein außerordentlicher Roman, der die Komplexität des Zusammenlebens sowie die Herausforderung von Demokratie anschaulich vor Augen stellt und sich dabei wie ein wildes, abenteuerliches Road-Movie liest.Auszeichnungen:Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2026Teil der BESTEN 7 des Deutschlandfunks im Monat Februar. Sieger des Buchcover Award Kröte des Monats November 2025 der Stube Wien

Produktsicherheit

Hersteller: Verlagsanstalt Tyrolia Gesellschaft m. b. H
Anschrift: Exlgasse 20
AT-6020 Innsbruck
Kontakt: buchverlag@tyrolia.at

Personeninformation

AGI OFNER, geb. 1989 in der Steiermark, studierte Fennistik und Nederlandistik und machte anschließend eine Ausbildung zur Grafik-Designerin an der Graphischen in Wien. Heute arbeitet sie als selbstständige Illustratorin und Grafikerin, unterrichtet Luftakrobatik und schreibt. 2020 wurde sie für ihren Jugendroman "Nicht so das Bilderbuchmädchen" (Jungbrunnen) mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet.
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