Die Tochter

Roman - »...führt mitten ins Herz der Dinge, die wirklich wichtig sind im Leben.« Annie Ernaux
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Buchprofile - Rezension
Ergreifender Roman über verschiedene Aspekte des Mutterseins.
Die in ihrer Heimat Mexiko bekannte Autorin verwebt in ihrem Roman verschiedene Aspekte des Mutterseins zu einer ergreifenden Erzählung. Im Mittelpunkt zwei enge Freundinnen, die sich einig darüber sind, dass Mutterschaft in ihrem Leben keine Rolle spielen soll. Doch eine der beiden, Alina, verspürt in ihren späten Dreißigern den heftigen Wunsch nach einem Kind und wird tatsächlich schwanger. Die pränatalen Tests ergeben allerdings, dass sie ein schwer behindertes Kind zur Welt bringen wird, das vermutlich nicht lange leben wird. Sie und ihr Partner stellen sich auf den frühen Abschied von diesem geliebten Menschen ein. Doch verläuft alles anders als von den Ärzten vorhergesagt. Das kleine Mädchen zeigt nach der Geburt einen starken Lebenswillen und so muss den Eltern eine 180°-Wende gelingen: statt mit dem baldigen Abschied von ihrem Neugeborenen umzugehen, dürfen sie sich nun auf eine gewisse gemeinsame Zeit freuen. Alles in ihrem Leben ist nun auf das Wohlergehen des Kindes ausgerichtet, das ihnen alles abverlangt und ihnen alle Freude der Welt schenkt. Laura, die Freundin, beobachtet während Alinas Schwangerschaft ein Taubenpärchen, das auf ihrem Balkon nistet, schließlich ein Ei ausbrütet, das sie als Kuckucksei identifiziert. Auch in ihrem Leben gibt es nun so etwas wie ein Kuckuckskind, um das sie sich mit Hingabe kümmert. Denn ihre Nachbarin ist gerade nicht in der Lage, ihre Mutterrolle auszufüllen. Nachdem ihr offenbar gewalttätiger Mann plötzlich ums Leben gekommen ist, hat sie überhaupt keine Kraft mehr für ihren Sohn. Laura trägt zudem diverse Konflikte mit ihrer eigenen Mutter aus, auch das ein Aspekt des Mutterseins, wenn das Verhältnis zu erwachsenen Kindern schwierig geworden ist. In der Verknüpfung dieser unterschiedlichen Perspektiven bietet der Roman viel Stoff zur Reflexion über Kinderwunsch und Elternsein und ist ein leidenschaftliches Plädoyer dafür, Verantwortung zu übernehmen und den Anderen Veränderung zuzutrauen. Breit zu empfehlen.
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Artikelbeschreibung

Eine unvergessliche Geschichte über die Ambivalenz des Mutterseins und Nicht-Mutterseins, über Freundschaft und die Solidarität von Frauen. »Diese Geschichte führt mitten ins Herz der Dinge, die wirklich wichtig sind im Leben.« Annie Ernaux Der internationale Erfolgstitel - in 23 Länder verkauft, Shortlist International Booker Prize, ausgewählt vom »New Yorker« als eines der »Best Books 2023«.

Die beiden Freundinnen hatten sich geschworen, niemals Mutter zu werden. Unvorstellbar, ihre Freiheit für ein Kind aufzugeben. Und doch ist eines Tages alles anders. Alina wird schwanger. Laura, die sich die Eileiter durchtrennen ließ, empfindet dies als Verrat. Weshalb die Fehler der eigenen Mütter wiederholen und sich in Abhängigkeit begeben? Dann aber stellen die Ärzte fest, dass etwas mit Alinas Baby nicht stimmt. Ihr Leben nimmt einen ganz anderen Lauf, als sie es sich gedacht hatte. Zu selben Zeit freundet sich Laura mit einem kleinen Jungen in der Nachbarschaft an, dessen Mutter ihn vernachlässigt. Die neuen Erfahrungen wecken Ungeahntes im Inneren der beiden Freundinnen. Auf zwei sehr unterschiedlichen Arten lernen sie kennen, was es auch heißen kann, Frau zu sein.

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Personeninformation

Guadalupe Nettel, 1973 in Mexico City geboren, zählt zu den wichtigsten Stimmen der lateinamerikanischen Literatur. Sie wuchs in Frankreich, Montreal und Barcelona auf und promovierte an der École des Hautes Études in Paris. Mehrere ihrer Romane erhielten internationale Anerkennung und wurden mit bedeutenden Literaturpreisen ausgezeichnet sowie in mehr als 17 Sprachen übersetzt. Guadalupe Nettel arbeitet als Journalistin u. a. für »The New York Times«, »El País«, »La Repúbblica, »La Stampa« sowie für das »Granta Magazine«. Außerdem ist sie Herausgeberin des renommierten mexikanischen Literaturmagazins »La Revista de la Universidad de Mexico«. Sie lebt in Mexico City und in Paris. Michaela Meßner übersetzt Literatur aus dem Spanischen, Französischen und Englischen, u. a. von César Aira, Cristina Campos und Arantza Portabales.

Pressestimmen

»Leise im Ton und stark in der Wirkung: ein überzeugender Roman über Freundschaft, die verweigerte und gewollte Mutterschaft.« NDR Kultur / Tobias Wenzel
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