Glück

Roman | Nach der Shortlist für den deutschen Buchpreis 2019: Der neue Roman von Jackie Thomae!
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Buchprofile - Rezension
Mutterschaft ja oder nein? – eine drängende Entscheidung bei Frauen mit Ende dreißig.
Muss eine Frau Mutter werden, um glücklich zu sein? Oder gibt es ein erfülltes Leben auch jenseits von Mutterschaft? Mit dieser Frage setzt sich das Buch anhand von zwei Protagonistinnen auseinander. Marie-Claire Sturm, bekannte Radiomoderatorin, und Anahita Martini, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie. Beide 39 Jahre und ihre biologische Uhr tickt lauter auf eine Entscheidung. Sie spüren ihrem aufkeimenden Kinderwunsch in Rückblenden, Reflexionen und Selbstgesprächen nach: Ist ihr Verlangen authentisch oder geht es darum, die unausgesprochenen Erwartungen ihres Umfeldes und der Gesellschaft zu erfüllen? Sind sie weniger wert, wenn sie keine Mütter sind? Andere Frauenfiguren (Freundinnen, Schwestern, Schwägerinnen) mit abweichenden Lebensentwürfen komplettieren die weibliche Auseinandersetzung um die Themen Kinderwunsch, Elternschaft, biologische Ungerechtigkeit, Abtreibung und Singledasein. Durch die Person der erfahrenen Gynäkologin Dr. Henriette Nonnenmacher wird im zweiten Teil des Romans, die Protagonistinnen sind mittlerweile zweiundvierzig, eine Sci-Fi Möglichkeit präsentiert, die biologisch bedingte zeitliche Entscheidung für oder gegen ein Kind auszudehnen. Die Erweiterung der Fortpflanzungsspanne bzw. die Verlängerung der fruchtbaren Jahre bei gleichzeitiger Erhaltung der Eizellenqualität wird durch ein neuartiges Medikament propagiert, die Monatspackung zu 400 €. Die Protagonistinnen haben eine Wahl und entscheiden sich. Kritisch bis satirisch, humorig bis schelmisch, real bis futuristisch wird eine zentrale Frauenfrage sehr unterhaltsam zerpflückt. Ein schönes Frauenbuch mit Augenzwinkern und Tiefgang über die gutsituierte Frau Ende dreißig und die Frage nach der Mutterschaft.
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Artikelbeschreibung

Was sie wollte, war Zeit. Was sie wollte, war die Wahl.

»Jackie Thomaes Kunst liegt darin, große Kunst zu schaffen, ohne dass die sich groß anfühlt, einen Roman mit Anspruch, der den Anspruch nicht vor sich herträgt.« Der Spiegel

Marie-Claire, kurz MC, bekannt als die gut gelaunte Stimme aus dem Radio, bekommt mit knapp vierzig von ihrer Frauenärztin diesen Satz zu hören: Sie hatten ein Vierteljahrhundert Zeit. Und jetzt ist es zu spät oder so gut wie. Die wichtigste Deadline des Lebens: verpasst. Oder noch nicht? Denn als MC am nächsten Morgen aufwacht, ist sie zu ihrer eigenen Überraschung das erste Mal wirklich glücklich.

Anahita ist eine wandelnde Erfolgsgeschichte: Senatorin mit nicht einmal vierzig, Medienprofi, in ein paar Jahren könnte sie in Brüssel sitzen. Doch etwas fehlt, auch wenn sich das niemand zu sagen traut. Eine Politikerin muss kompetent sein, und ist Mutterschaft nicht immer noch die wichtigste Kompetenz einer Frau?

Glück ist ein Roman über Frauen unter Druck, über die Phase im Leben, in der sie zu alt sind, um noch länger warten zu können, und zu jung, um die Wahl hinter sich zu haben. Klug, humorvoll und ehrlich. Doch was wäre, wenn diese Phase sich künstlich verlängern ließe? Wenn die Frauen, wie die Männer schon immer, einfach noch Zeit hätten?

 


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Personeninformation

Jackie Thomae, geboren 1972 in Halle, schreibt Erzählungen und Romane. Mit Brüder stand sie 2019 auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis und wurde mit dem Düsseldorfer Literaturpreis und dem Förderpreis des Lessing-Preises ausgezeichnet. Ihr Debütroman Momente der Klarheit erscheint in Neuauflage im Taschenbuchprogramm der Ullstein Buchverlage. Glück erschien 2014 im claassen-Verlag. Sie lebt in Berlin.

Pressestimmen

»Ein Zeitgeistroman mit Distanz zum Zeitgeist. [...] Thomae schreibt lesefreudige Romane. Ihre Kunst liegt darin, große Kunst zu schaffen, ohne dass die sich groß anfühlt, einen Roman mit Anspruch, der den Anspruch nicht vor sich herträgt.« Tobias Becker Der Spiegel 20240803
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