Der Omega-Punkt

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Buchprofile - Rezension
Metaphysischer Thriller über einen möglichen Endpunkt der Evolution.
DeLillo hat diesmal einen für seine Verhältnisse äußerst knappen Roman von nur 110 Seiten geschrieben. Gleichwohl setzt er sich ein hohes Ziel und will unsere Postmoderne mit der Mystik des Jesuiten Teilhard de Chardin rückkoppeln. Dabei bedient er sich einer virtuosen Schreibtechnik, die nicht vor harten Schnitten zurückscheut. DeLillos Roman ist als Kommentar auf das intellektuelle Amerika der Bush-Ära zu lesen. Dementsprechend ist der krankhafte Rechtfertigungsversuch des Irakkrieges der Hintergrund dessen, was DeLillo erzählt. Die Geschichte ist nicht einfach wiederzugeben. Inspiriert von einer 24-stündigen Videoinstallation wird die berühmte Duschszene aus Alfred Hitchcocks Film "Psycho" analysiert. Daraus entwickelt sich die Frage, ob es einen Endpunkt der Evolution gibt. Es könnte sein, dass in dieser Entwicklung der Mensch einmal aufhört, Mensch zu sein. DeLillo versteht es, dieses abstrakte Thema der Zivilisationstheorie in eine spannende Handlung zu packen. Sie führt in die kalifornische Wüste, aber auch ins Museum of Modern Art in New York und berichtet von einem Filmemacher und einem PR-Strategen, der geheimer Kriegsberater war. Als dessen Tochter Jessie auftaucht, wird die Dynamik der ganzen Geschichte grundlegend verändert. Etwas Unfassbares geschieht. Alles bisher Gesagte wird infrage gestellt. - Mag der Text zunächst auch sehr konstruiert erscheinen, so ist er doch von elektrisierender Spannkraft. Man kann ihn als metaphysischen Thriller bezeichnen. (Übers.: Frank Heibert)
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Artikelbeschreibung

Erscheint weltweit gleichzeitig: der neue Roman von Don DeLillo, dem »aufregendsten Schriftsteller seiner Generation« Die Zeit

Ein junger Filmemacher sucht einen ehemaligen geheimen Kriegsberater der amerikanischen Regierung in dessen Haus irgendwo in der kalifornischen Wüste auf. Er hofft, ihn für eine Dokumentation gewinnen zu können. Als die Tochter des älteren Mannes auftaucht, nimmt die Geschichte einen verhängnisvollen Lauf.Im MoMa in New York betrachtet ein Mann eine Installation: Hitchcocks »Psycho«, verlangsamt auf eine Spielzeit von 24 Stunden. Und er betrachtet zwei Männer, einen älteren, einen jüngeren, die sich die Installation anschauen. Schnitt.Mitten in der Wüste, »südlich von Nirgendwo«, lebt der dreiundsiebzigjährige Richard Elster in einem einsam gelegenen Haus. Hierher hat er sich zurückgezogen, um über Raum und Zeit nachzudenken. Elster, ein Gelehrter, der sich jahrelang mit dem Thema Auslöschung in all seinen Varianten beschäftigt hat, diente der amerikanischen Regierung während des Irakkriegs zwei Jahre lang als geheimer Berater, er sollte ihre Kriegshandlungen mit einem intellektuellen Referenzrahmen versehen. Als seine Dienste nicht mehr gebraucht werden, zieht er sich in die Wüste zurück.Dort besucht ihn Jim Finley, ein junger Filmemacher, der Elster von seinem Filmprojekt überzeugen möchte: eine Dokumentation ganz ohne Schnitt, nur eine einzige Einstellung: ein Mann - Elster - vor einer Wand. Keine Fragen aus dem Off, keine Regieanweisung. Zwölf Tage schon diskutieren die beiden Männer, als Elsters Tochter Jessie auftaucht, eine junge Frau aus New York, die die Dynamik der ganzen Geschichte grundlegend verändert. Etwas Unfassbares geschieht, und alles Gesagte wird in Frage gestellt.Der Omega-Punkt ist ein tief verstörendes, brillantes Werk über Verlust und Verschwinden von einem der größten Schriftsteller der Gegenwart.Die deutsche Übersetzung erscheint zeitgleich mit der amerikanischen Originalausgabe.

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