Desperado

Ein Western
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Buchprofile - Rezension
Roy und sein Pferd Desperado befreien die Erzieherin aus den Fängen von Bandit Black Bart. Das gelingt ihnen sehr originell und mit viel Western-Witz.
Ein Könnecke-Western ganz besonderer Art: ausdrucksstark, lebendig, absurd und zärtlich schön erzählt. Pointiert setzt er Wort und Strich, um die Geschichte der geraubten Erzieherin Heidi nach Westernart zu erzählen. Roy reitet täglich auf seinem Pferd Desperado in den Kindergarten. Dort ist alles schön, vor allem auch die Erzieherin Heidi. Und dann ist schlagartig alles vorbei, denn der Bandit Black Bart will Heidi unbedingt heiraten und weil diese nicht will, wird Heidi entführt. Roy und Desperado nehmen die Spur durch die Prärie auf. Desperado untergräbt den Schuppen, befreit Heidi und schlägt mit einem geistreichen Streich die Banditen in die Flucht. Alle drei reiten durch die Prärie - leider ohne Sonnenuntergang - zurück ins Happy End. - Das Western-Setting steckt voller Anspielungen und kleiner Details. Es ist alles da: Kakteen, typischer Horizont, Prärie, Colts, Hüte und Stiefelsporen. Im typischen Zeichenstil entwirft Könnecke monochrome Flächen, die durch gezielt eingesetztes kräftiges Rot eine besondere Wirkung erreicht. Sowohl Bild als auch Text befeuern die fantasiereiche Erzählebene und heben sie in den Kinderhimmel voller fantastischer Möglichkeiten. - Hier ist es kein Widerspruch, dass ein Kindergartenkind die Erzieherin mit Hilfe eines besonderen Pferdes retten kann. Vergnüglich und erfrischend anders. Unbedingt empfehlenswert.
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Artikelbeschreibung

Ein Kindergartenkind muss tun, was ein Kindergartenkind tun muss. Ein abenteuerliches Bilderbuch von Ole Könnecke für mutige kleine Cowboys Jeden Morgen reitet Roy auf seinem Pferd Desperado in den Kindergarten - voller Vorfreude. Doch eines Tages ist alles anders: Der Kindergarten ist verwüstet, die Wippe kaputt, die Schaukel abgerissen. Der böse Bandit Black Bart hat die Erzieherin Heidi entführt! Sofort verfolgen Roy und Desperado seine Spur im Sand. Als geschickte Fährtenleser finden sie sogar sein geheimes Versteck. Aber können sie Heidi befreien? Roy wäre nicht der mutigste Reiter und Desperado nicht sein unerschrockenes Pferd, wenn sie nicht den besten Plan hätten. Mit Köpfchen und Pferdestärken schlagen sie Black Bart in die Flucht und bringen Heidi nach Hause. Was für ein Kindergarten-Abenteuer! Oder wie Roy sagen würde: eigentlich wie immer.

Produktsicherheit

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Kontakt: info@hanser.de

Personeninformation

Ole Könnecke, 1961 geboren, wuchs in Schweden auf und lebt in Hamburg. Seit 1990 hat er über 40 Bücher gestaltet, für die er mehrfach mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet wurde. Bei Hanser erschienen u.a. das erfolgreiche Bilderbuch »Wie ich Papa die Angst vor Fremden nahm« (Text: Rafik Schami), die »Anton«-Bücher, »Das große Buch der Bilder und Wörter« (2010), »Das große Bilderbuch der ganzen Welt« (2014), »Elvis und der Mann mit dem roten Mantel« (2016), »Sport ist herrlich!« (2017), »Desperado« (2019), »Dulcinea im Zauberwald« (2021), »Hört sich gut an - 50 Instrumente und wie sie klingen« (2022, mit Tonbeispielen von Hans Könnecke), »Max - Memoiren eines Schulanfängers« (2022, Text: Jan Weiler), »Buddeln, baggern, bauen - Kleine Geschichten von großen Maschinen« (2023), »Gutenachtgeschichten für Celeste« (2024, zusammen mit Nikolaus Heidelbach) und »Hämmern, sägen, schrauben - Frau Schaf baut ein Haus und alle helfen mit« (2025). 2026 folgt sein Kinderbuch »Der letzte Zauberspruch«.

Pressestimmen

"Lustige Bilder mit Charme und spitzbübischem Schalk! ... Auf seine unnachahmliche Art gelingt es Ole Könnecke wieder, in lakonischen, humorvollen Texten und klaren, vergnügten Bildern die Dinge haargenau auf den Punkt zu bringen!" Ulrike Schultheis, Süddeutsche Zeitung, 27.02.2020 "Ole Könneckes Figuren können, ähnlich wie Comicfiguren, mit wenigen Strichen alle erdenklichen Gesichtsausdrücke annehmen und schon allein dadurch eine Menge Geschichten erzählen. Es braucht wenig Text, um zu verstehen, was vor sich geht. Und auch, um zu begreifen, dass die Einfachheit von Text und Bild nur eine scheinbare ist. ... Desperado erzählt nur vordergründig eine Cowboy-Geschichte. Vielmehr zeigt Könnecke, wie wir alle uns jeden Tag in eine aufregende Welt träumen und darin zum Helden oder zur Heldin des eignen Lebens werden. Ein dezentes Maß an Selbstüberschätzung sei in der Phantasie schließlich erlaubt." Anna Vollmer, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.11.19 "Der Western dient hier nicht als (letzte) Größenphantasie überprotegierter Jungen im weiblich dominierenden Bildungssystem. Vielmehr nutzt Könnecke das ausgelassene Spiel mit pädagogischen Zitaten und den gegen den Strich gebürsteten Western-Motiven, um die Phantasieräume des Einzelnen in einer bisweilen arg verplanten Welt zu zelebrieren." Manuela Kalbermatten, Neue Zürcher Zeitung, 02.10.19
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